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Schon seit 1964 steigen die Preise für Zigaretten kontinuierlich an. Besonders markant war der Preisanstieg in den Jahren von 2000 bis 2005, als Raucher einen Anstieg der Tabaksteuer um einen Cent pro Zigarette hinnehmen mussten. Doch das könnte noch wenig sein im Vergleich zu einem drohendem drastischen Anstieg, der für 2016 nicht auszuschließen ist.

Wie viel kostet das Rauchen die Allgemeinheit?

Der Fakt, dass Rauchen das Krebsrisiko signifikant erhöht, zudem Herz-Kreislaufbeschwerden fördert und damit gesundheitsschädlich ist, lässt sich nicht leugnen. Daraus resultieren zusätzliche Kosten für das Gesundheitssystem, die letztendlich von der Allgemeinheit getragen werden. Doch wie hoch sind diese Mehrkosten?

Allein die direkten Behandlungskosten für tabakbedingte Krankheiten belaufen sich auf ca. 14 Milliarden Euro, hinzu kommen noch Kosten in der Arbeitswelt, die unter krankheitsbedingten Produktivitätsausfällen leidet. Gegen diese Milliardensummen müssen jedoch die Einnahmen durch die Tabaksteuer gegengerechnet werden, die ebenfalls im zweistelligen Milliardenbereich liegen.
Es ist daher ein realistischer Wert, wenn das Deutsche Krebsforschungszentrum von 80 Millionen Euro spricht, die Raucher den Staat jährlich kosten.

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Kommt bald die „Tabak-Maut“?

Diese von Rauchern verursachten Kosten sind der Hintergrund für eine Forderung von Albrecht Kloepfer vom Institut für Gesundheitssystem-Entwicklung. Er will gemäß einem Bericht des Berliner Kurier eine Art „Tabak-Maut“ einführen, um die von Rauchern verursachten Kosten zumindest teilweise refinanzieren zu können.

Sein Plan sieht eine Sonderabgabe auf jede Zigarettenpackung vor. Damit die zusätzlichen Einnahmen auch tatsächlich dem Gesundheitssystem zu Gute kommen und nicht etwa zum Stopfen von Haushaltslöchern verwendet werden, solle eine solche Sonderabgabe direkt in den Gesundheitsfonds fließen. Der Preis für eine Packung Zigaretten würde dann auf 7,80 Euro ansteigen.

Kostet eine Schachtel Zigaretten bald 11,30 Euro?

Das Deutsche Krebsforschungszentrum geht noch einen Schritt weiter und möchte nicht nur eine Sonderabgabe, sondern direkte Steuererhöhungen. Nach eigenen Angaben würde der Preis für eine Packung Zigaretten dann auf 11,30 Euro steigen.

Politik, das ewige Machtspiel

Politik kann als ein Machtspiel betrachtet werden, in dessen Zuge verschiedene Interessen zum Ausgleich gebracht werden. Dabei hat jede Interessengruppe ihre Interessenvertretung gegenüber den Politikern. Somit üben nicht nur das Krebsforschungszentrum und das Institut für Gesundheitssystem-Entwicklung Einfluss aus, sondern auch die Gegenseite, wozu der Deutsche Zigarettenverband zu zählen ist.

Dieser spricht sich eindeutig gegen beide Vorschläge aus und betont, dass bereits 75% der Zigarettenpreise durch Steuern verursacht werden. Zudem kämen höhere Preise vor allem dem Schwarzmarkt zu Gute und gerade der Schwarzmarkt sei ein großes Problem, weil schon jetzt fast ein Fünftel aller Zigaretten in Deutschland Schmuggelware seien – Tendenz steigend.

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Fazit: Wie realistisch ist dieses Szenario?

Nur weil von einzelnen Instituten drastische Erhöhungen der Zigarettenpreise gefordert werden, bedeutet das noch lange nicht, dass sie auch in genau dieser Höhe kommen werden. Raucher müssen daher kein Schreckensszenario befürchten. Klar ist aber auch, dass die Zigarettenpreise in allen Jahren kontinuierlich gestiegen sind und eine weitere Erhöhung wohl nicht mehr lange auf sich warten lässt.

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