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Die digitalisierten, vernetzten Prozesse ermöglichen eine nie dagewesene Flexibilität bei Arbeitszeit und Arbeitsort. Heimarbeit oder Home-Office hat das Zeug dazu, eine echte Win-Win Situation für alle zu schaffen. Doch ohne Vorbereitung und genaue Planung kann sich Heimarbeit aber auch zu einem Produktivitätkiller entwickeln.

Potentiale der Heimarbeit

Flexible Arbeitszeiten, Wegfall der Anreise zum Arbeitsplatz und die Möglichkeit, Kind und Karriere zu vereinen, sind drei der schwerwiegendsten Argumente für die Heimarbeit auf Seiten der Arbeitnehmer.

Für die Arbeitgeber ergeben sich enorme Einsparungsmöglichkeiten beim Bereitstellen von Arbeitsräumen. Das Verletzungsrisiko auf dem Firmengelände entfällt. Und was am Entscheidendsten ist: Die Ermöglichung von Heimarbeit ist ein enormer Motivator für die Mitarbeiter. Der Vertrauensvorschuss und die Möglichkeit zur flexibleren Lebensgestaltung sind geldwert kaum auszudrücken.

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Risiken der Heimarbeit

Das größte Problem bei der Heimarbeit ist die externe Erfolgskontrolle. Kann der Arbeitgeber beim Betreten des Firmengeländes durch den Mitarbeiter einigermaßen davon ausgehen, dass die nächsten Stunden ausschließlich der Arbeit gewidmet werden, ist dies beim Home-Office nicht ohne weiteres gegeben.

Eine stundenbasierte Abrechnung ist daher nur sehr bedingt möglich. Zwar kann registriert werden, von wann bis wann sich ein Mitarbeiter auf seinem Firmenrechner eingeloggt hat. Das bedeutet aber nicht, dass er auch ununterbrochen gearbeitet hat. Heimarbeit ist daher umso mehr von klar definierten Zielen abhängig, welche innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens erreicht werden sollten.

Alternative Bezahlmodelle

Ein Weg könnte deshalb darin bestehen, die Arbeit in definierte Pakete zu unterteilen und diese mit entsprechenden Honoraren zu versehen. Im Freelancer-Bereich ist dies seit jeher Gang und Gäbe. Ein Modell, bestehend aus einem Grundgehalt und einem Leistungshonorar, gibt dem Arbeitnehmer die nötige Grundsicherung und Planungssicherheit.

Ein für beide Seiten sehr willkommener Nebeneffekt wird mit diesem Ansatz ebenfalls gefördert: Der Innovationsdruck, seine Prozesse einer ständigen Verbesserung zu unterziehen, bleibt erhalten.

Dies gilt sogar wesentlich effektiver als beim traditionellen Acht-Stunden-Büro-Modell. Wenn Mehrleistung auch Mehrbezahlung bedeutet, wird der Mitarbeiter von ganz alleine seine Abläufe nach einer immer größeren Effizienz ausrichten. Das kann nur im Interesse beider Seiten sein.

Was gilt es zu beachten?

Verantwortung, Zielsetzung und optimale Kommunikation sind die drei goldenen Regeln, die es bei der Organisation von Heimarbeit zu beachten gilt. Verantwortung und Vertrauen fördern die Mitarbeiterbindung besser als jeder Betriebsausflug.

Definierte Ziele schaffen Klarheit und verhindern Fehlleistungen. Zusammen gehalten wird alles durch optimale, moderne Kommunikation, die weit über Telefon und Email hinaus geht. Die Möglichkeit zur visuellen Kommunikation, beispielsweise durch einen Skype-Anschluss, sind bei der Heimarbeit angezeigt.

Ist Heimarbeit die Zukunft?

Klare Antwort: Ja. Die Vorteile liegen auf der Hand. Enorme Kosten- und Zeitersparnisse auf beiden Seiten sind die wichtigsten Argumente für diese Form der Arbeit. Wo es möglich ist, wird es definitiv kommen. Es ist also an der Zeit, sich spätestens jetzt auf diese neuen Arbeitsformen vorzubereiten.

Bildquelle: © vege – Fotolia.com

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