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Die Vorteile der Steuer-ID liegen nicht nur im schnellen Datenabgleich. Sie macht es auch möglich, dass Sie die elektronische Lohnsteuerkarte nutzen können oder beispielsweise die vereinfachte Steuererklärung eine Option geworden ist. Was hat es aber auf sich, dass es wichtig ist, die Steuer-ID der Bank zu melden, damit Sie nicht drauf zahlen? Dies und alle wichtigen Informationen rund um die Steuer-ID erfahren Sie hier in diesem Artikel.

Übersicht

  • Die Steuer-ID, was ist das genau
  • Wer gibt diese Nummer raus?
  • Wie sieht es mit dem Datenschutz aus?
  • Wie beantrage ich die Steuer-ID für ein Baby?
  • Was mache ich, wenn ich die Nummer verloren habe?
  • Wer benötigt die Nummer alles?
  • Warum sollte ich die Nummer der Bank melden?
  • Die Steuer-ID und die Familienkasse

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Die Steuer-ID, was ist das genau?

Die Steuer-ID ist im Jahr 2008 eingeführt worden. Mit dieser Einführung erhielt jeder Bundesbürger eine elfstellige Identifikationsnummer, die diesen dann ein Leben lang begleiten wird. Jedem neuen Erdenbürger in unserem Land wird so eine Nummer zugeteilt und sie bleibt ihm bis zum Tod erhalten, unveränderlich. Sie enthält alle wichtigen Daten einer Person.

Dazu gehören:

  • der Tag und der Ort der Geburt
  • das Geschlecht
  • der Familienname, der Vorname und auch frühere Namen
  • die letzte und die gegenwärtige Anschrift
  • die zuständige Finanzbehörde
  • der Sterbetag

Doch warum sollen Sie jetzt diese Nummer Ihrer Bank mitteilen, um nicht drauf zu zahlen und was hat es mit dieser Nummer genau auf sich? Lesen Sie die nächsten Kapitel und informieren Sie sich genau über die Hintergründe der Steuer-ID.

Wer gibt diese Nummer raus?

Die Steuer-ID wird seit 2008 vom Bundeszentralamt für Steuern herausgegeben. Jede in Deutschland gemeldete Person erhält von dieser Behörde die elfstellige Identifikationsnummer. Sie ist der Code für die persönlichen Daten, die für die Finanzbehörden im Datenaustausch wichtig ist. Auch für Ausländer gilt dieses Verfahren. Sie erhalten automatisch die Steuer-ID, wenn Sie hier gemeldet sind.

Menschen, die nicht hier gemeldet sind, aber hier Ihre Einkünfte erzielen, sollten Ihre Steuer-ID auch der Bank melden, um nicht drauf zu zahlen. Sie kommen an die Nummer, wenn Sie beim zuständigen Finanzamt nachfragen. Das Finanzamt leitet diese Anfrage an die Bundeszentrale für Steuern weiter, da Sie selbst dort keine Auskünfte erhalten.

Wie sieht es mit dem Datenschutz aus?

Wenn Sie Ihre Steuer-ID der Bank melden, damit Sie nicht drauf zahlen, geht es hier nur um die Übermittlung der elfstelligen Zahlenfolge. Die Daten, die mit der Steuer-ID verbunden sind, dürfen aus datenschutzrechtlichen Gründen nur von Finanzamt verwendet werden.

Genauso verhält es sich übrigens bei der Krankenkasse, der Rentenversicherung oder auch der Kindergeldkasse beispielsweise. Diese Stellen erhalten alle die Nummer ohne irgendwelche Datenverknüpfungen.

Die Übermittlung der Nummer ist für das Finanzamt und die damit verbundenen Daten wichtig. Dem Datenschutz ist Rechnung getragen, indem die Daten nur beim Finanzamt hinterlegt und gepflegt werden.

Wie beantrage ich die Steuer-ID für ein Baby?

Babys haben sicherlich keinen Nachteil, wenn Sie die Steuer-ID nicht der Bank melden. Doch wie erhalten Sie die Steuer-ID für den neuen Erdenbürger? Keine Sorge, der geht Ihnen automatisch von der Bundeszentralamt für Steuern. Heben Sie die Nummer gut auf, damit Sie später nicht die erneute Beantragung in die Wege leiten müssen, wenn Sie die Steuer-ID nicht mehr finden.

Was mache ich, wenn ich die Nummer verloren habe?

Wenn Sie nicht wissen, wo und wie Sie Ihrer Steuer-ID haben und erhalten, damit Sie diese der Bank melden können, um eben nicht drauf zu zahlen, gibt es verschiedene Optionen.

Sie können beispielsweise Ihre Steuer-ID auf Ihrer jährlichen Lohnsteuerbescheinigung einsehen oder auch dem Steuerbescheid entnehmen. Sie können aber auch alternativ bei der Meldebehörde Ihre Steuer-ID anfordern, wenn Sie, aus welchen Gründen auch immer, Sie sonst nicht mehr finden. Die Zahlenfolge muss schriftlich angefordert werden und geht Ihnen auf dem Postweg dann zu.

Wer benötigt die Nummer alles?

Die Bank, der Sie die Steuer-ID melden, damit Sie nicht drauf zahlen, ist nicht die einzige Stelle, die diese Nummer benötigt. Die Steueridentifikationsnummer ist in verschiedenen Bereichen wichtig.

Sie wird bei allen Anträgen und Erklärungen benötigt, die als Mitteilungen an die Finanzämter gehen. Nutzen Sie die Angabe auch im Schriftverkehr, wenn Sie an das Finanzamt gehen. Die ID in der Betreffzeile erleichtern Ihnen, mit Ihrem Anliegen gezielter an dem passenden Bearbeitungsplatz zu landen.

Ansonsten benötigen Arbeitgeber oder auch Sozialleistungsträger, wie zum Beispiel, die Krankenkassen, die Rentenversicherungen oder die Arbeitsämter Ihre Steuer-ID. Mit dieser Nummer können Sie dem Finanzamt wichtige und relevante Daten übermitteln.

Warum sollte ich die Nummer der Bank melden?

Jetzt kommen wir zum Kern der Aussage, warum Sie die Steuer-ID der Bank melden, damit Sie nicht drauf zahlen. Seit 2011 benötigen Sie beispielsweise für einen Freistellungsauftrag die Steueridentifikationsnummer, damit die Kapitalerträge einzelnen Personen zugeordnet werden können. Somit lassen sich die Überschreitungen der Freibeträge von 801 Euro zuordnen.

Ab 2016 müssen die Kreditinstitute jetzt bei der fehlenden Steuer-ID bei Zinszahlungen oder auch Kapitalausschüttungen automatisch eine Abgeltungssteuer einbehalten. Hierbei handelt es sich um einen Betrag von 25%, gerechnet vom Kapitalertrag.

Hinzu kommen eventuell noch Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer. Damit Sie nicht eventuell diesem Pauschalbetrag unterliegen, müssen Sie Ihre Steuer-ID der Bank melden. Das gilt für alle Bank- und Versicherungskunden, die nicht mehr zahlen wollen, als Sie wirklich müssen.

Die Steuer-ID und die Familienkasse

Nicht nur der Bank sollten Sie Ihre Steuer-ID melden, auch die Familienkasse benötigt ab Januar 2016 diese Nummer. Die Steuer-ID muss dann von Bezieher von Kindergeld und deren Kinder vorliegen.

Allerdings sind nicht Sie hier finanziell betroffen, wenn Sie die Nummer nicht selbst übermitteln. Die Kindergeldkasse hat durch einen automatischen Meldeabgleich die Daten meistens schon vorliegen und für den Fall, dass diese Daten fehlen, erhalten Sie eine Nachricht von der Bundesagentur für Arbeit. Die Auszahlung ohne Steuer-ID ist jedenfalls nicht gefährdet.

Bildquelle: © Marco2811 – Fotolia.com

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