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Aus Angst vor Terroranschlägen wurden an etlichen Flughafen die gerne als „Nacktscanner“ bezeichneten Sicherheitsvorkehrungen installiert, durch die die Passagiere gehen müssen, um zu ihrem Terminal zu gelangen. Dies soll die Sicherheit an Flughäfen erhöhen. Doch sicher scheint bis jetzt nur eines. Sie sind enorm gesundheitsschädlich und können sogar Krebs verursachen…

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Piloten und Ärzte warnen vor Nacktscannern

Der Typ von Nacktscannern, die in vielen Flughäfen der Welt bereits eingesetzt werden, um die Passagiere, die zu den Terminals wollen, nach möglichen Gefahren abzusuchen, soll laut einigen Ärzten und Piloten enorm schädlich für die Gesundheit sein.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Passagier durch die in den Geräten verwendeten Röntgenstrahlen Hautkrebs bekommt, steigt mit jedem Mal, die man durch ein solches Gerät zur Sicherheitsdurchleuchtung geht.

„Statistisch gesehen wird irgendjemand wegen der verwendeten Röntgenstrahlen Hautkrebs bekommen“, sagt Michael Love von der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore gegenüber der Nachrichtenagentur „AFP“.

Doch nicht nur Ärzte warnen – auch die Allied Pilots Association, welche die Cockpit-Besatzungen der American Airlines vertritt, hat massive Bedenken an den Geräten geäußert und warnt mittlerweile ihre Mitglieder wegen möglicher Gesundheitsgefahren vor dem Körperscan.

In Hamburg läuft derzeit ein Testversuch

Die Scanner, die den menschlichen Körper nach gefährlichen Stoffen oder Gegenständen absuchen sollen, werden derzeit auch in Hamburg getestet. Es könnte also sehr bald sein, dass auch weitere Flughäfen dieser Methode der Sicherheitsvorkehrung folgen.

Amsterdam gehörte unter anderem zu den frühen Anwendern dieses Verfahrens. Nach Auskunft der amerikanischen Luftsicherheitsbehörde TSA gibt es dort auf 65 Airports 317 entsprechende Geräte. Weitere 450 sollen zurzeit mit Mitteln des Konjunkturpakets angeschafft werden.

Darum so gefährlich

Nacktscanner arbeiten mit zwei verschiedenen Durchleuchtungs-Techniken. Einige Geräte, die wie kleine Zellen aus Metall und Glas aussehen, arbeiten mit sogenannten Terahertz- oder Millimeterwellen.

Von Physikern werden diese als „sehr hochfrequente Mikrowellen oder sehr sanfte Wärmestrahlung“ beschrieben. Das liegt daran, dass die verwendete Frequenz der Wellen im Spektrum der elektromagnetischen Strahlung zwischen diesen beiden Bereichen liegt.

Von der wasserhaltigen Haut werden die Strahlen wieder reflektiert. Darum sehen Fremdkörper dann aus wie Schatten. Auch in Hamburg wird diese Technik verwendet. Gegen diese Technik gebe es angeblich noch keine ernsthaften Sicherheitsbedenken.

Achtung: Als wesentlich gefährlicher wird eine Technik eingestuft, die mit Röntgenstrahlen arbeitet. Die hier verwendeten Röntgenstrahlen sind zwar weniger energiereich als in medizinischen Geräten, können allerdings ebenfalls starke Schäden am menschlichen Körper verursachen.

Angeblich soll die Menge der Röntgenstrahlung, die man während des Scan-Vorgangs abbekommt, in etwa der Menge entsprechen, die auf den menschlichen Körper innerhalb weniger Minuten wirken.

Allerdings halten eine Menge Wissenschaftler diese Aussage für irreführend. „Der Großteil der Energie der Strahlen wird von der Haut und dem unmittelbar darunter liegenden Gewebe aufgenommen“, warnten in diesem April vier Experten für Krebs und Röntgenstrahlung der University on California in San Francisco.

„Die Dosis wäre sicher, würde sie im gesamten Körper absorbiert, aber in der Haut ist sie gefährlich hoch.“ Die Bedenken wurden auch an das Weiße haus geschrieben.

Besonders gefährdete Gruppen

Die Wissenschaftler benennen als potenzielle Risikogruppen alte Menschen, Kinder, Schwangere, Frauen mit einer genetisch bedingten Disposition zu Brustkrebs sowie alle Männer, weil deren Geschlechtsorgane sehr dicht unter der Haut liegen.

Bildquelle: © Ingo Bartussek – Fotolia.com

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