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Der Tierpfleger ist ein Traumberuf vieler Kinder. In diesem Artikel möchten wir Ihnen zeigen, wie die Berufstätigkeit eines Tierpflegers aussehen kann. Dabei gehen wir nicht nur auf den Ausbildungswerdegang ein, sondern auch auf das Gehalt und viele weitere interessante Dinge. heimarbeit.de wünscht Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Übersicht:

  • Allgemeines zum Beruf
  • Ausbildung zum Tierpfleger
  • Studium zum Tierpfleger
  • Gehalt des Tierpflegers
  • Zukunftsperspektiven für den Tierpfleger
  • Allgemeines zum Beruf

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Als Tierpfleger bezeichnet man in Deutschland, Österreich und in der Schweiz einen Ausbildungsberuf. Das Aufgabengebiet des Tierpflegers umfasst dabei die fach- und artgerechte Zucht, Pflege und Betreuung von Tieren. Institutionen und Einrichtungen, die dem Tierpfleger als Arbeitsstelle dienen, sind zum Beispiel Tierheime, Zoos, Zuchtbetriebe oder auch Forschungseinrichtungen.

Das Berufsbild des Tierpflegers

Als Tierpfleger hat man später einmal unterschiedliche Möglichkeiten, beruflich tätig zu werden. Die Möglichkeiten möchten wir im Nachfolgenden etwas genauer vorstellen:

1. Forschung und Klinik

In diesem Gebiet gibt es insbesondere die Tätigkeitsschwerpunkte von Zucht und Haltung von Versuchstieren. Für einen Tierliebhaber ist das sicher nicht der schönste Tätigkeitsbereich. Man kümmert sich zum Beispiel um die Zucht und Haltung von genveränderten Mäusen.

Zudem unterstützt man die Wissenschaftler bei ihren Experimenten und Dokumentationsarbeiten sowie bei kleineren Operationen. Hier finden Tierpfleger vor allem in den Forschungslaboren von Universitätskliniken oder bei Pharmakonzernen eine Anstellung. Die Tätigkeit erstreckt sich dabei von der einfachen Tierpflege bis hin zu hochkomplexen Arbeiten.

Zu den komplexen Arbeiten des Tierpflegers zählt zum Beispiel die Generierung von genetisch veränderten Tieren sowie die Arbeit im klassischen Labor. Hier hat der Tierpfleger vor allem die Aufgabe, den Versuchstieren das Leben so angenehm wie möglich zu machen.

2. Tierpflege im Zoo

Daneben gibt es noch die wohl bekannteste aller beruflichen Möglichkeiten für den Tierpfleger – die Zootierpflege. Hier wird der Tierpfleger zum Beispiel in zoologischen Gärten und ähnlichen Einrichtungen beschäftigt. Zu den wohl wichtigsten Aufgabengebieten zählen die Errichtung und die Wartung sowie die Reinigung der Gehege, in denen die Tiere leben. Daneben sind auch die Fütterung sowie die Pflege der Tiere selbst ein Tagesprogramm des Tierpflegers.

Hier wird es vor allem dann interessant, wenn es sich um exotische Tiere handelt, die eine ganz besondere Pflege benötigen. Denn dann ist eine Aneignung verschiedener besonderer Kenntnisse gefragt. Gerade wenn es um bedrohte Tierarten geht, ist eine ganz besondere Sorgfalt bei der Pflege durch den Tierpfleger gefragt. Im Übrigen sind auch tierärztliche Maßnahmen ein wichtiger Teil des Arbeitsfeldes.

3. Tierheim- und Pensionspflege

Dieser Bereich umfasst die Pflege und die Betreuung von Haustieren – zum Beispiel in Einrichtungen wie Tierheimen, Tierpensionen oder ähnlichen Einrichtungen.

Ausbildung zum Tierpfleger

In Deutschland und in Österreich ist die Ausbildung zum Tierpfleger immer an einen Ausbildungsvertrag in einem Ausbildungsbetrieb geknüpft. Für diese Fachrichtung bieten zum Beispiel alle größeren Zoos oder Tiergärten jede Menge Ausbildungsplätze an.

Auch Tierheime und Pensionen für Tieren stehen manchmal auf der Liste für Ausbildungsplätze zum Tierpfleger. Viele Tierheime und Tierpensionen für Katzen und Hunde, für Pferde und andere Heim- sowie Kleintiere bieten ebenfalls Ausbildungsplätze an, auf die man sich bewerben kann.

Im Allgemeinen umfasst die Ausbildung zum Tierpfleger dabei insbesondere die folgenden Themen:

Grundkenntnisse von Anatomie der Tiere sowie der Erwerb von Kenntnissen über Haltung, Ernährung, Pflege und Transport der Tiere sind besonders entscheidend für den Berufsweg des Tierpflegers. Dies ist ein wichtiger Grund dafür, weshalb hier in der Ausbildung auch starke Schwerpunkte gesetzt werden.

Daneben werden dem Auszubildenden aber auch entsprechende Rechtsvorschriften vermittelt und Grundlagen des Arbeitsschutzes nahegebracht. Auch Kenntnisse über das spätere Arbeitsleben – insbesondere der Arbeitsstruktur – sind wichtig.

Der Tierpfleger als Ausbildungsberuf in Deutschland

Der Tierpfleger ist ein in Deutschland geregelter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz. Insgesamt dauert die Ausbildung zum Tierpfleger drei Jahre. Sie wechselt sich dabei ab zwischen den praktischen Lehninhalten im Betrieb und den theoretischen Lerninhalten in der Berufsschule.

In den beiden ersten Lehrjahren sind die Inhalte noch relativ gleich – auch wenn es später einmal verschiedene Fachschwerpunkte gibt. Spezifisch wird es dann erst im dritten Lehrjahr. Hier erfolgt eine Spezialisierung in eine der insgesamt drei möglichen Fachrichtungen.

Nach ungefähr der Hälfte der Ausbildung gibt es für den Azubi eine Zwischenprüfung, die von der zuständigen IHK ausgeführt wird. Am Ende der Ausbildung muss man noch einmal sein Gelerntes unter Beweis stellen, indem man die schriftliche Abschlussprüfung meistert und seine praktischen Fertigkeiten in einer praktischen Prüfung abschließt.

Studium zum Tierpfleger

Ein richtiges Studium zum Tierpfleger gibt es natürlich nicht – dafür gibt es aber einige verwandte Studiengänge, die ebenfalls eine spätere Zusammenarbeit mit der Tierwelt ermöglichen. So gibt es beispielsweise das Studium der Tiermedizin oder das Biologiestudium.

Mögliche Fort- und Weiterbildungen

Neben dem Studium gibt es allerdings noch zahlreiche andere Möglichkeiten, seinen Bildungsstand etwas aufzubessern. Mit einer Spezialisierung kann man sich auf bestimmte Tier- und Haltungsarbeiten fokussieren.

Die Weiterbildung zum Tierpflegemeister ermöglicht es beispielsweise einen Betrieb zu eröffnen oder Führungspositionen zu besetzen. Mögliche Einsatzorte sind hier wieder der Zoo oder Tierheime. Durch die wichtige Stellung wird man mit Aufgaben wie Personal-, Betriebs- und Arbeitsorganisation vertraut gemacht.

Wer möchte kann sich dann irgendwann sogar selbstständig machen und ein eigenes Unternehmen führen. Auch hier gibt es viele interessante Möglichkeiten: Zoologische Fachhandel, Tierparks, Forschungsabteilungen und vieles mehr.

Gehalts des Tierpflegers

Nun kommen wir zu einem ganz besonders interessanten Abschnitt: Hier möchten wir Ihnen zeigen, wie es gehaltstechnisch beim Tierpfleger aussieht. Dazu möchten wir auch durch alle Etappen im Berufsleben des Tierpflegers gehen. So können Sie sich einen groben Überblick darüber verschaffen, welche Gehaltsaussichten den Tierpfleger erwarten.

Ausbildungsgehalt

Das erste Gehalt in der Karriere zum Tierpfleger erhält man schon in der Ausbildung. Denn wie in so vielen anderen Ausbildungsberufen auch, bezieht man ein monatliches Ausbildungsgehalt. Dieses steigert sich von Jahr zu Jahr. Im ersten Ausbildungsjahr verdient man 730 bis 850 Euro pro Monat. Im zweiten Ausbildungsjahr verdient man 780 bis 900 Euro monatlich. Die letzte Steigerung verdient man dann noch einmal etwas mehr. Hier sind es schon 820 bis 950 Euro im Monat.

Einstiegsgehalt

Wenn man mit der Ausbildung fertig ist, steigt man in einem Unternehmen als Angestellter Tierpfleger ein. Hier kommt es immer ein bisschen darauf an, wo man angestellt ist und welchen Tätigkeitsschwerpunkt man hat. Auch der Ort und die Arbeitserfahrung spielen beim Thema Gehalt eine wichtige Rolle.

Generell ist für den Tierpfleger ein Einstiegsgehalt von etwa 1.700 bis 2.000 Euro brutto monatlich üblich. Besonders hoch sind die Einstiegsgehälter meist im Bereich der Forschung.

Durchschnittsgehalt

Wenn man im öffentlichen Dienst tätig wird, wird das Gehalt vom Staat vorgegeben. Hier richtet sich das Gehalt nach der Berufserfahrung und der Zeit, die man schon arbeitstätig ist. Je länger man arbeitet, desto mehr verdient man also auch. Das Gehalt nach der Entgeltgruppe 5 liegt üblicherweise zwischen 2.250 und 2.490 Euro monatlich.

Tierpfleger in der chemischen Industrie haben übrigens ein höheres Gehalt. Sie verdienen zwischen 2.600 und 3.100 Euro brutto pro Monat. Auch als Tierpfleger im Zoo verdient man nicht schlecht. Der durchschnittliche Verdienst beträgt hier 1.700 bis 2.400 Euro im Monat. Und auch hier gelten Verträge des öffentlichen Dienstes, bei denen man zwischen 2.270 und 2.510 Euro pro Monat verdienen kann.

Wichtig: Am niedrigsten Fallen die Löhne in der Tierpensionspflege aus. Die Pfleger erhalten hier im Durchschnitt einen Monatslohn von rund 1.500 Euro brutto.

Zukunftsperspektiven für den Tierpfleger

Die Zukunft für den Tierpfleger sieht weiterhin erstaunlich gut aus. Auch wenn man denTierpfleger nicht gerade als einen weit verbreiteten Beruf ansieht, kann man davon ausgehen, dass der Tierpfleger auch in Zukunft noch eine wichtige Rolle spielen wird.

Zoos, Tierpensionen oder andere Einrichtungen, die mit Tieren arbeiten, wird es mit Sicherheit auch in Zukunft noch geben. Das einzige, was man bemängeln könnte, wäre ein spärliches Gehalt – zumindest in einigen Tierpflegerberufen.

Bildquelle: © famveldman – Fotolia.com

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