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Eine Studie besagt, dass pro Jahr 2,6 Millionen Kinder und Jugendliche von einer psychischen Erkrankung betroffen sind. Wenn auch nicht alle Fälle einer intensiven Behandlung bedürfen, so ist ein Bedarf an diagnostischer Abklärung. Hier sind die Kinderpsychologen gefragt. Was Sie über den Beruf als Kinderpsychologe alles wissen sollten, erfahren Sie in diesem Artikel.

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Übersicht:

  • Die Geschichte der Psychologie
  • Der Unterschied zwischen Psychologen und Psychologischen Beratern
  • Die Arbeit als Psychologe für Kinder und Jugendliche
  • Wenn Sie als Psychologischer Psychotherapeut für Kinder und Jugendliche arbeiten wollen
  • Was Sie faszinieren sollte
  • Die formellen Voraussetzungen
  • Wissenswertes über die Ausbildung
  • Welche Studienmöglichkeiten es gibt
  • Aufstiegschancen und Perspektiven
  • Die Verdienstmöglichkeiten

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Die Geschichte der Psychologie

Die Psychologie gilt als eine relativ junge Wissenschaft, die auf eine bewegte Geschichte blickt. Die Psychologie hat sich aus der Philosophie entwickelt, wo sich sowohl Philosophen und Theologen mit dem Erleben und Verhalten von Menschen beschäftigten. Erst im 19. Jahrhundert ist die Psychologie als eigenständiges wissenschaftliches Forschungsgebiet entstanden.

Da unterschied man anfangs noch zwischen der geisteswissenschaftlichen Psychologie und der naturwissenschaftlichen Psychologie. Die Psychologie unterlag bis heute verschiedenen Entwicklungen. Jetzt gilt sie als äußerst komplex, so dass verschiedene Ansätze gleichberechtigt nebeneinander existieren und beweglich auf eine Fragestellung genutzt werden können.

Der Unterschied zwischen Psychologie und psychologischer Berater

Psychologe darf sich nur derjenige nennen, der ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Psychologie im Hauptfach absolviert hat. Das ist die akademische Qualifikation, die berechtigt, sich Psychologe nennen zu dürfen.

Es reicht nicht aus, Psychologie im Nebenfach belegt zu haben. Ein Psychologischer Berater muss diese akademische Qualifikation nicht haben, ist aber auch nur berechtigt, zu beraten. Das hat mit Beruf als Psychologe rein gar nichts zu tun und führt durch die Begrifflichkeit den Verbraucher schnell in die Irre.

Auch Absolventen, die sich hier für die Ausbildung als Kinderpsychologen interessieren, laufen oft Gefahr, die Angebote der Fernschulen oder Akademien mit dem Tätigkeitsfeld des vollwertigen Berufes als Psychologen gleichzustellen. Ein fataler Irrtum.

Die Arbeit als Psychologe für Kinder und Jugendliche

Definieren Sie Ihr Berufsziel klar und deutlich. Wenn Sie als Kinderpsychologe arbeiten wollen und das Studium absolviert haben, dürfen Sie psychische Störungen diagnostizieren. Sie können Ihre berufliche Orientierung dann mit dem Fokus auf Erziehung und Bildung planen.

Hier unterstützen Sie Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrer in Kindergärten, Schulen oder Bildungseinrichtungen. Ein alternatives Tätigkeitsfeld ist die akademische Laufbahn. Hier können sie als Lehrkraft oder wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig werden.

Wenn Sie als Psychologischer Psychotherapeut für Kinder und Jugendliche arbeiten wollen

Wenn Ihr Berufsziel auch therapeutische Maßnahmen einschließen soll, müssen Sie nach Ihrem Studium noch drei bis fünf Jahre eine Zusatzausbildung absolvieren, um therapieren zu dürfen. Erst dann wird Ihr Beruf zu einem Heilberuf. Ein langer Weg über den Sie sich im Klaren sein sollten. Machen Sie sich also bewusst, was der Beruf „Kinderpsychologe“ für Sie wirklich bedeutet, um dann auch Ihr Ziel vor Augen verfolgen zu können.

Was Sie faszinieren sollte

Die Grundlage, die Sie im Interessengebiet als Kinderpsychologe haben sollten, ist die Vorliebe mit Kindern arbeiten zu wollen. Die Psychologie und vornehmlich in der Fachrichtung Kinder- und Jugendpsychologie setzt meistens eine Neigung und eine Leidenschaft für dieses Gebiet voraus. Sie müssen das nötige Einfühlungsvermögen gepaart mit einer professionellen Distanz aufbringen können.

Für die akademische Laufbahn müssen Ihre Neigungen in der Forschung liegen und Sie ein Talent für Organisation und Planung haben.

Die formellen Voraussetzungen

Wenn Sie sich für den Beruf des Kinderpsychologen interessieren, benötigen Sie ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Psychologie. Die formale Voraussetzung, um studieren zu können, ist die Hochschulreife. In dem Fach Psychologie wird meistens der numerus clausus angesetzt.

Wissenswertes über die Ausbildung

Es gibt keine staatliche Ausbildung, die Sie berechtigt als Psychologe für Kinder tätig zu werden. Sie können aber mit dem Master in Psychologie Fachrichtung Kinder- und Jugendpsychologie die Weiterbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten anstreben.

Diese Ausbildung dauert in Vollzeit drei Jahre und in Teilzeit fünf Jahre. Eine Qualifikation, die Sie berechtigt, Kinder psychologisch zu therapieren. Die Weiterbildung können Sie an Hochschulen oder an staatlich anerkannten Ausbildungsstätten, wie Instituten und Akademien absolvieren.

Welche Studienmöglichkeiten es gibt

Wenn Sie sich für Kinderpsychologie interessieren, müssen Sie ein Studiengang in Psychologie mit dem Schwerpunkt für Kinder- und Jugendpsychologie absolvieren, um in diesem Beruf arbeiten zu können.

Dieser Studiengang dauert grundständig drei Jahre und setzt die Hochschulreife voraus. Sie erhalten bei erfolgreichem Abschluss den Bachelor und müssen dann weiterführend den Studiengang für den Master belegen. Dieser dauert dann noch mal zwei Jahre. Passende Hochschulen finden Sie beispielsweise im Internet in dem Portal psychologie-studieren.de

Aufstiegschancen und Perspektiven

Mit einer akademischen Ausbildung als Psychologe für Kinder und Jugendliche können Sie den Berufseinstieg als Spieltherapeut in einer Psychologischen Psychotherapiepraxis starten oder beispielsweise als Schulpsychologe Ihr Wissen in die Praxis umsetzen. Sie können Ihre berufliche Perspektive auch als akademische Laufbahn ausbauen und wissenschaftlicher Mitarbeiter, Doktorand oder Lehrkraft an der Hochschule werden.

Mit einer Zusatzausbildung steht Ihnen der Weg in die Selbstständigkeit mit einer eigenen Praxis offen. Dann müssen Sie Psychologischer Psychotherapeut sein. Mit dieser Weiterbildung können Sie den Heilberuf auch in einem Krankenhaus oder einer psychotherapeutische Praxis oder Klinik ausüben.

Die Verdienstmöglichkeiten

Wenn Sie mit dem Interessenfeld der Kinderpsychologie Ihr Studium erfolgreich beendet haben, können Sie im Bereich der Psychologie 3000 bis 7000 Euro brutto monatlich verdienen. Je nachdem, ob Sie als Schulpsychologe tätig sind oder die akademische Laufbahn einschlagen.

Als Psychologischer Psychotherapeut für Kinder und Jugendliche können Sie im öffentlichen Dienst durchschnittlich monatlich 4.078 bis 5.368 Euro monatlich verdienen. Als Selbstständiger lässt sich der Verdienstgrenze ohne weiters noch oben verschieben.

Bildquelle: © WavebreakMediaMicro – Fotolia.com

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