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Die Aromatherapie ist eine der zahlreichen alternativen Behandlungsformen, die in begrenztem Rahmen eingesetzt werden können, um das Wohlbefinden zu steigern oder sogar Leiden zu lindern. Hier erfahren Sie, worauf es dabei ankommt und wie Sie mehr darüber lernen können.

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Überblick:

  • Definition
  • Wirkungsweise
  • Wirkung über den Geruchssinn
  • Positive Wechselwirkung
  • Direkte Wirkung
  • Natürliche und künstliche Öle
  • Ausbildung
  • Aromatherapeut
  • Aromamassage
  • Verdienst

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Definition

Gerüche wirken. So viel kann man zweifelsfrei sagen. Wir fühlen uns vom Duft von leckerem Essen oder Blumen angezogen, werden von Brandgeruch aufgeschreckt und meiden Orte, an denen es stinkt. Aber kann man mit Gerüchen noch mehr bewirken?

Die Aromatherapie geht davon aus. Genau genommen handelt es sich dabei um den Einsatz von ätherischen Ölen und anderen Geruchsstoffen zur Linderung von Krankheiten oder zur Steigerung des Wohlbefindens. Damit ist die Aromatherapie eine alternative Heilmethode, die nur von Ärzten oder Heilpraktikern durchgeführt werden darf.

Wirkungsweise

Grundsätzlich gibt es drei Arten, wie Aromastoffe – hier besonders Öle – eine Wirkung erzeugen können:

  • über den Geruchssinn
  • über direkten Kontakt
  • über Wechselwirkungen mit anderen Stoffen

Dabei sind die meisten Öle und Essenzen, die frei verkäuflich sind, nicht als Arzneimittel gedacht. Sie enthalten nur minimale Gefahrenhinweise und sollten deshalb nur unter Aufsicht zu einem anderen Zweck verwendet werden als zu dem Zweck, einen guten Geruch zu verbreiten.

Wirkung über den Geruchssinn

Der Geruchssinn des Menschen ist eng mit dem Gehirnareal verknüpft, das unsere Erinnerungen regelt. Deshalb kommt es häufig vor, dass ein bestimmter Geruch ganze Welten in unserem Kopf entstehen lässt. Das kann man sich in der Geriatrie und zum allgemeinen Gedächtnistraining zu Nutze machen.

Da diese Gerüche sehr individuell sind, kann man sie meist nicht einfach so in der Apotheke kaufen, sondern sollte zum Beispiel mit den betroffenen Menschen an die Orte zurückkehren, an denen es diesen Geruch gibt.

Eine weitere bekannte Wirkung von Gerüchen ist die Steigerung des Wohlbefindens. Auch hier kommt es auf die individuellen Vorlieben an, welche Gerüche anregen und welche eine beruhigende Wirkung haben. Zitrusnoten und Minze gelten als frisch, Moschus, Rose und der Geruch nach Moos gelten als dämpfend. Experimentieren Sie ein wenig mit Gerüchen, um es herauszufinden!

Positive Wechselwirkung

Ohne Wasser kein Leben. Das gilt auch für Bakterien und Kleinstlebewesen, die teilweise in einer ölreichen Umgebung nicht überleben können. Bei bestimmten Infektionen kann es deshalb helfen ihnen mit einem ätherischen Öl den Zugang zu Wasser und Sauerstoff zu nehmen. Diese biologische Antibiose kann zum Beispiel bei Erkältungen eingesetzt werden, indem man die Raumluft mit Kräuteressenzen aus Zitronenmelisse oder Salbei anreichert.

Direkte Wirkung

Der Mensch nimmt einige Stoffe direkt durch die Haut auf. Das gilt auch für bestimmte Inhaltsstoffe in ätherischen Ölen, die nach kurzer Zeit im Körper nachgewiesen werden können.

Bei Warzen ist die Anwendung von Ölen seit langem Gang und Gäbe, aber generell sollte man vorsichtig sein, wenn ätherische Öle in hoher Konzentration auf den Körper aufgetragen oder sogar eingenommen werden sollen. Falsch angewendet kann es zu Vergiftungen oder allergischen Reaktionen kommen. Außerdem können Verätzungen auf Haut und Schleimhäuten auftreten.

Natürliche und künstliche Öle

Natürliche Aromaöle werden von vielen besonders geschätzt, bergen aber mehr Gefahren in sich als synthetisch hergestelltes Öl. Das liegt daran, dass sich ihre Reinheit viel schlechter kontrollieren lässt, als die von Laborprodukten. Verunreinigungen zum Beispiel im Teebaumöl sind keine Seltenheit. Wenn Sie sich nicht absolut sicher sind, dass das jeweilige Öl aus kontrolliertem Anbau stammt, sollten Sie besser die Finger davon lassen.

Ausbildung

Wenn Sie sich privat oder beruflich für Aromatherapie interessieren, dann haben Sie auf unterschiedlichster Ebene Gelegenheit sich in diesem Bereich weiterzubilden. Zunächst einmal sollen Sie sich aber darüber klar werden, was Sie damit erreichen wollen.

Kommt es Ihnen auf die konkrete Wirkung bestimmter Essenzen an oder wollen Sie einen Überblick über die Möglichkeiten? Manche Seminare bieten Ihnen auch die Möglichkeit zu lernen, wie Sie selbst Auszüge aus bestimmten Pflanzen herstellen können.

In der Aromatherapie gibt es viele Meinungen, die teilweise nicht durch wissenschaftliche Untersuchungen gedeckt sind. Sie sollten also mit einem kritischen Blick an die Informationen herantreten, die Sie angeboten bekommen.

Aromatherapeut

Eine allgemein verbindliche Ausbildung in Aromatherapie gibt es nicht. Der große Umfang an Inhalten lässt sich nur mit einer entsprechend langen Ausbildung bewältigen. Sie sollten also mit einigen Monaten bis zu einigen Jahren rechnen, um alle Aspekte der Aromatherapie kennen zu lernen. Vor allem wenn Sie die angebotenen Kurse berufsbegleitend belegen.

Die Kosten hängen dabei vom jeweiligen Anbieter ab. Manche integrieren in ihr Programm Reisen zu Aromastoff-Produzenten oder stellen kostspielige Öle zur Verfügung. Schauen Sie sich also genau an, was Sie für Ihr Geld geboten bekommen! Die Gebühren beginnen bei etwa 1.500 Euro und sind nach oben offen.

Aromamassage

Ein beliebter Spezialbereich der Aromatherapie ist die Aromamassage. Die Kombination von ätherischen Essenzen, die die Durchblutung fördern und der Massage hilft dabei Verspannungen zu lösen, einen Muskelkater schneller los zu werden und bei vielen anderen kleineren Problemen. Aromaöle werden in der Regel kombiniert mit anderen Ölen oder Salben verwendet, die gut für die Haut sind. Das können Sie auch für rein kosmetische Zwecke nutzen.

Verdienst

Die meisten Aromatherapeuten verdienen Ihr Geld hauptsächlich als Heilpraktiker oder in einer anderen Funktion. Allein von der Aromatherapie kann man nur in Ausnahmefällen leben. Deshalb sollten Sie zunächst einmal für eine solide Ausbildung sorgen, wenn Sie den Wunsch haben, in dieser Branche zu arbeiten.

Eine begrenzte Anzahl von Stellen steht Ihnen darüber hinaus bei den Herstellern von Ölen oder als Autor von Ratgebern zur Verfügung.

Bildquelle: © lily – Fotolia.com

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