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Einen gezielten Vermögensaufbau für spätere Jahre und Jahrzehnte zu betreiben, liegt im Interesse fast aller Bundesbürger. Wie lukrativ wirklich einzelne Sparangebote von Banken oder Versicherungen sind, lässt sich über einen Sparrechner konkret ermitteln, wobei Ihnen die folgenden Informationen beim Einsatz dieses rechnerischen Hilfsmittels und Besonderheiten rund um die Berechnung weiterhelfen möchten.

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ÜBERSICHT

ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZUM SPARRECHNER

  • – Warum überhaupt einen Sparrechner einsetzen?
  • – Welche Funktionen erfüllt der Sparrechner?
  • – Für welche Sparprodukte eine Berechnung möglich wird

EINFLIESSENDE FAKTOREN BEI EINEM SPARRECHNER

  • – Startkapital und monatliche Rate
  • – Zinssatz und Dynamik
  • – Zinsperiode und Zinseszins
  • – Anspardauer

ABSCHLIESSENDE ÜBERLEGUNGEN

  • – Probleme bei fondsgebundenen Produkten
  • – Berücksichtigung steigender Lebenshaltungskosten
  • – Steuerliche Behandlung

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Sparrechner


Allgemeine Informationen zum Sparrechner

– Warum überhaupt einen Sparrechner einsetzen?

Mit einem Sparrechner können Privatpersonen oder Unternehmen ermitteln, mit welchen Endkapital sie bei diversen Sparprodukten mit einer festen oder dynamischen Verzinsung rechnen dürfen. Zum einen lohnt sich dieser Einsatz, um überhaupt einen Überblick über das Sparziel zu erreichen und zu erfahren, welche Rendite bei einer Bank oder Versicherung zu erwarten ist.

Zum anderen lässt sich mit dem Sparrechner ein Vergleich unterschiedlicher Sparangebote bewerkstelligen, die aufgrund von unterschiedlichen Zinssätzen, -perioden und anderen Faktoren nur schwierig einander gegenübergestellt werden können.

– Welche Funktionen erfüllt der Sparrechner?

Ein Sparrechner ist in der Lage, alle grundlegenden Informationen eines Sparprodukten zu erfassen und hieraus die Verzinsung als Rendite und das zu erwartende Endkapital herzuleiten. Aus mathematischer Sicht sind die Berechnungen hierfür einfach, gerade bei einer langen Anlagedauer und vielfachen Verzinsungen jedoch kompliziert von Laien durchzuführen.

Wie aussagekräftig die Berechnung ist, hängt vorrangig von präzisen Eingaben des Nutzers ab und sollte deshalb stets als grobe Orientierungshilfe bei der Auswahl von Sparprodukten verstanden werden.

– Für welche Sparprodukte eine Berechnung möglich wird

Grundsätzlich lässt sich ein Sparrechner bei allen Finanz- und Versicherungsprodukten einsetzen, die dem Vertragsnehmer einen festen Zinssatz über die gesamte Vertragslaufzeit hinweg garantieren.

Aus dem abgeschlossenen Sparvertrag bzw. dem Finanzierungsvorschlag sollte der Sparende alle wesentlichen Informationen wie Spardauer, Zinssätze, Dynamiken und mehr entnehmen können, die vom Sparrechner als Eingaben vorausgesetzt werden. Fehlen ein oder mehrere Angaben dieser Art, z. B. aufgrund einer ausbleibenden Garantieverzinsung bei Fondsprodukten, ist der Sparrechner nicht anzuwenden.

Einfließende Faktoren bei einem Sparrechner

– Startkapital und monatliche Rate

Die meisten Sparprodukten von Banken und Versicherungen setzen eine monatliche Dotierung voraus, die als feste Rate in Euro an das Unternehmen zu überweisen sind. Für den Einsatz des Sparrechners wird vorausgesetzt, dass diese Rate ohne Probleme über die gesamte Vertragslaufzeit hinweg dotiert werden kann.

Bei manchen Sparprodukten wird das Anlegen eines Startkapitals möglich, das ab dem ersten Jahr für eine höhere Verzinsung sorgt. Auf Einmaldotierungen während der Vertragslaufzeit können Sparrechner nicht eingehen, zumal die wenigsten Sparer wissen dürften, wann sie im späteren Leben über einen höheren Geldbetrag zur Einzahlung verfügen werden.

– Zinssatz und Dynamik

Der Zinssatz zählt zu den wichtigsten Kenngrößen eines Sparprodukts, wobei für die Verzinsung des Anlagekapitals mit dem effektiven Jahreszins kalkuliert werden muss. Je nach Finanzunternehmen werden in den präsentierten Zinssatz auch Verwaltungskosten und andere Gebühren eingerechnet, die nicht der direkten Verzinsung des Kapitals zugutekommen.

Alleine das Rechnen mit dem effektiven Jahreszins hilft bei einer präzisen Kalkulation. Je nach Sparprodukt kann außerdem eine Dynamik vorgesehen sein, d. h. im Laufe der Jahre findet eine Steigerung des Zinsbetrags nach einem zuvor festgelegten Schema statt.

– Zinsperiode und Zinseszins

Auch wenn der Zinssatz bei Sparprodukten üblicherweise als Jahreszins angegeben wird, kann die Zinsperiode über ein kürzeres Intervall gerechnet werden. Beispielsweise sind bei Sparprodukten mit einer generell kürzeren Laufzeit Verzinsungen im monatlichen oder vierteljährlichen Abstand üblich und sollten im Sparrechner eingestellt werden, da sonst inkorrekte Ergebnisse entstehen.

Bei fast allen Sparprodukten üblich und dennoch bei den Einstellungen des Sparrechners zu überprüfen ist der Umstand, ob die Zinseszins-Rechnung angerechnet wird und in den Vorjahren erzielte Rendite erneut zur Verzinsung herangezogen werden.

– Anspardauer

Abschließend ist für eine präzise Berechnung des Endkapitals unverzichtbar, die vertraglich festgehaltene Laufzeit in Monate oder Jahren einzustellen. Alleine durch diese Angabe wird festgelegt, wie häufig eine Verzinsung stattfindet und wie häufig der Sparende einen Anlagebetrag in das Sparprodukt investiert. Wird der Sparvertrag mitten im Jahr abschlossen, sollte auf die korrekte Anzahl an Sparmonaten im ersten Jahr sowie ihr Einfluss auf die erstmalige Verzinsung richtig eingestellt werden.

Abschließende Überlegungen

– Probleme bei fondsgebundenen Produkten

Neben Produkten mit einem festen Garantiezins haben sich hierzulande über die Jahre viele fondsgebundene Sparanlagen etabliert. Für diese ist der Einsatz eines Sparrechners nicht möglich, da die jährlichen Renditen nicht im Vorfeld abgeschätzt werden können und sich alleine an der wirtschaftlichen Entwicklung der am Fonds beteiligten Unternehmen orientieren.

Aus diesem Grund lässt sich mit dem Sparrechner auch nicht herausfinden, ob in der individuellen Situation eher eine konservative Geldanlage mit Festzins oder die riskantere Variante über ein Fondsprodukt lohnt.

– Berücksichtigung steigender Lebenshaltungskosten

Für die meisten Nutzer hilft ein Sparrechner dabei, den Endbetrag einer Geldanlage abzuschätzen und mit diesem spätere Investitionen oder die ruhigere Gestaltung des Lebensabends vorzunehmen. Hierbei wird übersehen, dass die Lebenshaltungskosten mit jedem Jahr aus inflationären Gründen steigen und der Sparbetrag unabhängig von der gewährten Verzinsung schleichend an Wert verliert.

Nur wenn der zugesicherte Zinssatz eines Sparproduktes über der jährlichen Inflationsrate liegt, kann von einer echten Rendite gesprochen werden. Der Effekt wirkt sich umso stärker aus, je länger die Geldanlage geplant ist, bei einem kürzeren Anlagezeitraum von nur ein oder zwei Jahren kann der Einflussfaktor nahezu vernachlässigt werden.

– Steuerliche Behandlung

Ähnlich wie die steigenden Lebenshaltungskosten zu einer effektiven Absenkung des Sparkapitals beitragen, gilt dies auch für die notwendige Versteuerung. Eine pauschale Angabe des steuerlichen Abschlags ist nicht möglich und hängt von der jeweiligen Gestaltung des Sparproduktes ab.

Im Regelfall ist alleine die Rendite des Sparprodukts zu versteuern, wodurch der effektiv angerechnete Zinsanteil geringer als angegeben ausfällt. Bis zu einer Obergrenze für sämtliche Sparprodukte eines Sparenden lässt sich dies durch den Freistellungsauftrag bei der Bank vermeiden, so dass Steuernachteile nicht ab dem ersten Euro eintreten.

Bildquelle: © Zerbor – Fotolia.com

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