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Ob Apfel, Orange oder Traube, ob pur oder als Schorle: Säfte stehen ganz hoch im Kurs, wenn es um Erfrischungsgetränke geht. Hergestellt werden sie von Fachkräften für Fruchtsafttechnik.

Fachkraft für Fruchtsafttechnik ist ein anerkannter Ausbildungsberuf. Wie die Ausbildung im Einzelnen aussieht, welches Gehalt und welche Perspektiven einen als Fachkraft für Fruchtsafttechnik erwarten – all das erfahren Sie in diesem Artikel.

Übersicht:

  • Berufsbild und Aufgaben Fachkraft für Fruchtsafttechnik
  • Ausbildung zur Fachkraft für Fruchtsafttechnik
  • Form und Dauer
  • Inhalte
  • Zugangsvoraussetzungen
  • Gehalt
  • Während der Ausbildung
  • Nach der Ausbildung
  • Berufliche Perspektiven

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Berufsbild und Aufgaben Fachkraft für Fruchtsafttechnik

Fachkräfte für Fruchtsafttechnik stellen aus Früchten oder Gemüse Säfte und Nektare, Erfrischungsgetränke oder auch Wein her. Dazu bereiten sie Rohware für die Produktion vor, verarbeiten Rohstoffe und mischen die erforderlichen Zutaten zu trinkfertigen Produkten. Die Einhaltung von hygienischen Vorschriften spielt dabei eine besondere Rolle.

Fachkräfte für Fruchtsafttechnik finden Beschäftigung in erster Linie in Betrieben der Fruchtsaftindustrie, in der Erfrischungsgetränkeindustrie und in Betrieben der Obstweinherstellung. Die Arbeitsumgebungen sind häufig Produktionshallen mit großen Metalltanks zur Weiterbearbeitung der Früchte sowie Laborräume mit computerunterstützten Mess- und Prüfgeräten. Bei Rohstoffannahmen sind Fachkräfte für Fruchtsaftindustrie auch im Freien tätig und bewegen sich zwischen Lager- und Kühlräumen.

Ausbildung zur Fachkraft für Fruchtsafttechnik

Wer den Beruf der Fachkraft für Fruchtsafttechnik ausüben möchte, muss eine entsprechende Ausbildung absolvieren. Wie diese aussieht, erfahren Sie im Folgenden.

Form und Dauer

Fachkraft für Fruchtsafttechnik ist ein 3-jähriger anerkannter Ausbildungsberuf in der Industrie. Die duale Ausbildung findet im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt.

Inhalte

Zu den Ausbildungsinhalten gehören:

  • Prüfung von Rohware (Obst und Gemüse) auf Qualität, Gewicht und Verwendbarkeit
  • Lagerung und Annahme der einzelnen Rohwaren
  • Bedienung und Wartung von Geräten und Anlagen
  • Gewinnung von Frucht- und Gemüsemark
  • Herstellung von Fertigwaren durch Mischen, Fermentieren, Schönen und Filtrieren

In der Berufsschule erwirbt man weitere Kenntnisse in berufsspezifischen Gebieten (z.B. Inhaltsstoffe von Obst und Gemüse, Technologie der Saftherstellung) sowie in allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde.

Zugangsvoraussetzungen

Rein rechtlich gesehen ist keine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung erforderlich. Die meisten Betriebe stellen jedoch Bewerber ein, die über einen mittleren Bildungsabschluss verfügen.

Zudem wird Interesse an chemischen und biologischen Vorgängen, an Ernährungs- und Gesundheitsfragen vorausgesetzt.

Gehalt

Finanzielle Aspekte spielen bei der Berufswahl meist eine wichtige Rolle. Deswegen wollen wir hier erste Orientierungshilfen geben, was man als Fachkraft für Fruchtsafttechnik während und nach der Ausbildung verdienen kann.

Während der Ausbildung

Laut dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Tarifauswertung – Tarifvertragliche Ausbildungsvergütungen beträgt eine beispielhafte monatliche Ausbildungsvergütung (brutto, Stand Oktober 2015):

  • 1. Ausbildungsjahr: € 514 bis € 722
  • 2. Ausbildungsjahr: € 592 bis € 824
  • 3. Ausbildungsjahr: € 658 bis € 966

Diese Angaben dienen nur der Orientierung und können abweichen.

Nach der Ausbildung

Wer seine Ausbildung zur Fachkraft für Fruchtsafttechnik erfolgreich abgeschlossen hat, kann mit einem durchschnittlichen Bruttogehalt zwischen 2.500 Euro und 2.700 Euro monatlich bei einer Vollzeitbeschäftigung rechnen. Mit steigender Berufserfahrung und Betriebszugehörigkeit kann das Gehalt entsprechend ansteigen.

Wer sich weiterbildet, der kann ein noch höheres Gehalt erzielen. Als Getränkebetriebsmeister zum Beispiel sind zwischen 3.200 und 3.600 Euro drin. Industriemeister können sogar bis zu 4.500 Euro brutto verdienen.

Berufliche Perspektiven

Um den Anforderungen des Arbeitsalltags nach der Ausbildung gerecht zu werden, müssen Fachkräfte für Fruchtsafttechnik ihr Fachwissen stets aktuell halten und ihre Fachkenntnisse erweitern. Das kann man zum Beispiel mit Anpassungsweiterbildungen, deren Themenspektrum dabei von Getränkeherstellung bis hin zu Lebensmittelrecht reicht.

Wer beruflich vorankommen will und eine leitende Position anstrebt, kann eine Aufstiegsweiterbildung ins Auge fassen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Getränkebetriebsmeister abzulegen.

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Brauerei-, Getränketechnologie erwerben.

Bildquelle: © whitestorm – Fotolia.com

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