Tödliches Sexspiel Frau bekommt zwölf Jahre für Tötung mit Kreissäge
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Ein bizarres Sexspiel mit einer Kreissäge endet für einen Mann aus München mit dem Tod. Seine Freundin wurde nun zu zwölf Jahren Haft verurteilt.

Horrorszenario wie aus dem Film

Nach Ansicht der Richter vom Landgericht München I handelte es sich bei dem bizarren Sexspiel mit Todesfolge nicht um einen Mord, sondern um Totschlag. Die 32-jährige Täterin und Freundin des Toten wurde nun zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt.

„Die Tötung ist skurril und bizarr und erfüllt die Voraussetzungen eines Horrorszenarios“, so der Vorsitzende Richter Michael Höhne.

Täterin handelte mit „absolutem Vernichtungswillen“?

Ende 2008 strafen sich der Student und seine damalige Freundin. Er ließ sich fesseln, vermutlich in Erwartung der üblichen Sexspiele, die das Paar praktizierte.

Mit der Handkreissäge, die neben dem Bett lag, hatte die Täterin zweimal an den Hals des Opfers gedrückt und ihn so umgebracht. „Wer einem anderen eine laufende Handkreissäge zweimal gegen den Hals drückt, handelt mit absolutem Vernichtungswillen“, so Höhe weiter.

Allerdings konnte man keine Beweise für ein Mordmotiv im Laufe der Ermittlungen finden. Daher ging das Landgericht davon aus, dass die Täterin erst nach dem Fesseln des Opfers auf die Idee kam, diesen zu töten.

Damit könne man weder Heimtücke noch niedere Beweggründe feststellen – beides wichtige Aspekte für eine Verurteilung wegen Mordes.

Neuer Freund hilft, Leiche zu beseitigen

Nach der Tat hatte die ehemalige Pädagogikstudentin ihren toten Freund im Bett liegen lassen und das Dachgeschoss, Ort des Geschehens, hinter sich abgeschlossen.

Die Mitbewohner der Täterin ahnten nichts, zumal es in dem heruntergekommenen Haus ohnehin nach Kleintieren und Dreck roch. Sie soll immer wieder versucht haben, die Leiche mit der Kreissäge zu verstückeln. Ohne Erfolg.

Einige Monate nach der Tat fand der neue Freund der Täterin die Leiche, nachdem die Katze immer wieder an der Tür zum Dachgeschoss kratzte.

Gemeinsam mit einem weiteren Helfer vergruben sie den Toten, dessen Überreste in 2016 nach einem Hinweis an die Polizei gefunden wurden. Der neue Freund der Täterin hatte sich im angetrunkenen Zustand einer Bekannten anvertraut.

Tat bleibt ein Rätsel

Die Täterin gab ein Geständnis ab, schwieg aber zum „Warum“. Damit bleibt das Motiv für die Tat bis heute ungeklärt. In ihrer letzten Stellungnahme erklärte die Angeklagte, sie könne sich nicht vorstellen, warum ihr Freund umgebracht worden sei. Sie erinnere sich nicht an Details, obwohl sie die Täterin war.

Sie tötete ihren Freund nicht nur, die versuchte die Tat auch mehrmals zu vertuschen und log die Familie des Opfers an, nachdem diese sich über sein Verschwinden wunderte. Die 32-Jährige erklärte, der Freund sei ins Ausland gegangen.

Berichten zufolge soll das Paar, das seit 2001 zusammen war, im Laufe der Beziehung immer mehr Alkohol und Drogen konsumiert haben. Das Haus, in dem sie in einem Vorort von München wohnte, verwahrloste.

Ein mögliches Mordmotiv wäre die Unzufriedenheit der Täterin über die Beziehung. Das konnte aber nicht nachgewiesen werden. Die beiden Helfer wurden im September 2016 wegen Strafvereitelung verurteilt. Beide legten Berufung ein.

Bildquelle: © Ralf85 – Fotolia.com

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