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Sie können Ihre betagten Eltern nicht in Ihrem Haus oder in der eigenen Wohnung beherbergen? Es gibt einige Möglichkeiten, um Mutter oder Vater im Alter gut unterzubringen! Wenn weder ein Seniorenheim noch ein Pflegeheim infrage kommen, weil die Rentner geistig und körperlich noch fit sind, jedoch nicht alleine in der Wohnung leben möchten, könnte das „betreute Wohnen“ die beste Alternative sein.

Was kostet die Unterbringungen für Senioren im betreuten Wohnen? Welche Kriterien sollten bei der Wahl der Einrichtung für betreutes Wohnen bedacht werden? Fragen über Fragen, auf die wir Ihnen hier gerne Antworten geben möchten.

Übersicht:

  • Kaum Zeit für Senioren in Pflegeheimen und Altenheimen
  • Personalnotstand in der Seniorenbetreuung und Altenpflege
  • Betreutes Wohnen als besser Alternative?
  • Vorteile des betreuten Wohnens
  • Betreutes Wohnen – Angebote einholen und Kosten vergleichen
  • Betreutes Wohnen Checkliste
  • Was kostet betreutes Wohnen?
  • Betreutes Wohnen Kosten
  • Wer übernimmt die Kosten für betreutes Wohnen?

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Kaum Zeit für Senioren in Pflegeheimen und Altenheimen

In der Altenpflege (Seniorenpflege) herrschen Zeitpläne, die menschenunwürdig sind. Sowohl für die Pfleger als auch für deren „Schützlinge“. Das Pflegepersonal möchte gerne mehr tun. Jedoch sind den Pflegekräften „die Hände gebunden“.

Viele Pflegekräfte würden gerne mehr Zeit mit ihren Schützlingen verbringen, ein offenes Ohr für sie haben und ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Aber es gibt einen Zeitplan, den sie einzuhalten haben. Sie müssen tun, was im „Dienstplan“ steht.

Jede Minute zählt. Aber nicht, weil es um Menschenleben geht, sondern um den Verlust des eigenen Arbeitsplatzes. Es gilt, sich an die vorgegebenen Regeln und strickt einzuhaltende Zeitpläne zu halten.

Für ausgedehnte Gespräche nach den Routinetätigkeiten, die innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens ausgeführt werden müssen, bleibt kaum noch Zeit.

Personalnotstand in der Seniorenbetreuung und Altenpflege

Massenabfertigung nach Zeitplan ist sowohl in vielen deutschen Seniorenheimen und Pflegeheimen als auch bei einigen privaten Pflegediensten an der Tagesordnung. Dafür kann das Personal in der Regel sehr wenig. Es wird für die entsprechende Arbeit bezahlt.

Obgleich im Bereich der Seniorenbetreuung und Altenpflege akuter Personalmangel herrscht, so sind die Arbeitnehmer/innen froh, ihren Job zu haben. Selbst dann, wenn sie nicht gebührend dafür entlohnt werden.

Obwohl laut Heimgesetz in Deutschland eine 24-stündige Pflege und Betreuung vorgeschrieben ist, so sieht es in der Realität vielerorts anders aus.

Dabei bedürfen gerade ältere Menschen und kranke Senioren, die nicht mehr in den eigenen vier Wänden wohnen können, etwas mehr Aufmerksamkeit, Liebe, Fürsprache und Fürsorge.

Betreutes Wohnen als besser Alternative?

Als bessere Alternative wird das „betreute Wohnen“ bezeichnet. Erfahren Sie nachfolgend alles, was Sie wissen müssen, wenn Sie nach einem geeigneten Heimplatz im Alter suchen und das „betreute Wohnen“ für sich selbst oder Ihre Angehörigen in Erwägung ziehen.

Sie sollten diesbezüglich wissen, dass es nur dann sinnvoll ist, sich für das betreute Wohnen zu entscheiden, wenn Sie bzw. die alten Eltern geistig rege und körperlich nicht zu stark gehandicapt sind.

Betreutes Wohnen kommt nur infrage, wenn Sie bzw. Ihre Angehörigen in der Lage sind:

  • eigene Entscheidungen zu treffen
  • eigenständig zu handeln
  • sich weitgehend selbst versorgen können

Vorteile des betreuten Wohnens

Betreutes Wohnen erfreut sich zunehmend größerer Beliebtheit bei Senioren oder Kindern, die ihre alten Eltern gut untergebracht wissen wollen. Eine gewisse Skepsis bei dieser Art Heimunterbringung ist anfangs immer vorhanden.

Die Vorteile des betreuten Wohnens liegen jedoch klar auf der Hand, weshalb es sich lohnt, darüber nachzudenken. Im Alter kann es viele Gründe für die Entscheidung geben, aus der eigenen Wohnung auszuziehen. Körperlich und geistig fitte Senioren möchten jedoch ihre Eigenständigkeit nicht aufgeben und fühlen sich zudem zu jung, um in einem herkömmlichen Seniorenheim unterzukommen.

Betreutes Wohnen bietet den Vorteil, dass die alten Damen und Herren nicht in ihren Entscheidungen eingeschränkt werden. Sie können ihren Alltag frei gestalten, sind nicht an feste „Essenszeiten“ gebunden und haben bei Bedarf oder im Notfall immer (rund um die Uhr) einen Ansprechpartner.

In den Einrichtungen für betreutes Wohnen werden den alten Herrschaften behagliche Wohnungen zur Verfügung gestellt, in denen sie schalten und walten können, wie sie möchten. Die Seniorenwohnungen im betreuten Wohnen sind in der Regel barrierefrei und können so eingerichtet werden, wie die älteren Damen und Herren es sich wünschen.

Betreutes Wohnen bietet folgende Vorteile:

  • sich wie zu Hause wohl und geborgen zu fühlen
  • ein unabhängiges und selbstbestimmtes Leben führen zu können
  • soziale Kontakte zu knüpfen und mit den „Nachbarn“ gesellige Stunden zu verbringen
  • jederzeit schnelle Hilfe zu erhalten
  • bei Tag und Nacht kompetente Ansprechpartner zu haben
  • im Alter nicht einsam zu sein
  • u.a.

Betreutes Wohnen – Angebote einholen und Kosten vergleichen

Wohnen in Geborgenheit hat seinen Preis. Immerhin müssen beim betreuten Wohnen nicht nur Kosten für Miete, Strom, Kabelfernsehen und dergleichen einkalkuliert werden.

Es kommen noch weitere monatliche Ausgaben auf Senioren zu, die ihren Lebensabend im betreuten Wohnen verbringen möchten.

Schauen Sie sich mehrere Heime für Senioren an, die betreutes Wohnen anbieten. Holen Sie sich so viele Angebote wie möglich ein und vergleichen Sie die Kosten.

Eine Checkliste kann diesbezüglich sehr hilfreich sein. Beraten Sie sich mit Ihren Angehörigen und treffen Sie niemals voreilige Entscheidungen.

Betreutes Wohnen Checkliste

Eine Checkliste ist immer hilfreich, wenn Sie auf der Suche nach dem geeigneten Platz im betreuten Wohnen sind. Betreutes Wohnen bedeutet zudem Wohnen mit Service.

Dafür zahlen Sie jeden Monat Geld. Damit alles stimmig ist und Ihren Vorstellungen entspricht, sollten Sie die Immobilie, die Ausstattung des Gebäudes als auch die unmittelbare Umgebung und das weitere Umfeld genau unter die Lupe nehmen.

Erarbeiten Sie eine persönliche Checkliste, die Sie zu jeder Objektbesichtigung mitnehmen. Oder drucken Sie sich eine Checkliste für betreutes Wohnen aus, die Sie im Internet kostenlos finden können.

Vermerken Sie für sich die wichtigsten Punkte, auf die Sie insbesondere das Augenmerk richten wollen. Welche Kriterien ausschlaggebend sind, müssen Sie selbst entscheiden.

Gedankenstütze für die Checkliste betreutes Wohnen:

  • Größe, Lage und Ambiente der betreuten Wohnanlage
  • Ausstattung der Appartements bzw. Wohnungen im Objekt
  • Serviceleistungen (kostenfrei oder kostenpflichtig)
  • Angebote für die Freizeitgestaltung (Kurse, Aktivitäten, Wellness-Angebote usw.)
  • Park bzw. Außenanlage als auch die Umgebung des betreuten Wohnens
  • u.a.

Sofern Sie Haustiere halten und die kleinen Lieblinge mitnehmen möchten, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass beim betreuten Wohnen die Haustierhaltung erlaubt wird.

Schauen Sie sich insbesondere die Appartements / Wohnräume genau an. Hauptsächlich ist auf Barrierefreiheit zu achten, und darauf, dass es einen 24-Stunden-Hausnotruf gibt.

Weitere Aspekte für die Checkliste können sein:

  • Gibt es eine Rezeption im Eingangsbereich des Gebäudes, die rund um die Uhr besetzt ist?
  • Gibt es genügend Gemeinschaftsräume bzw. Aufenthaltsräume, Hobbyräume oder Clubräume?
  • u.a.

Ihnen sollte bewusst sein, dass viele Punkte maßgeblich für die Berechnung der Kosten des betreuten Wohnens sind. Das Preis-Leistungs-Verhältnis muss stimmig sein!

Was kostet betreutes Wohnen?

Die Kosten für betreutes Wohnen sind unterschiedlich hoch. Es kommt sowohl darauf an, in welchem Bundesland sich die Objekte befinden, in denen Senioren betreut wohnen können.

Der Zustand des Wohnobjektes als auch die Ausstattung des Gebäudes sind maßgeblich für die Höhe der monatlichen Kosten. Ob die betreutes Wohnen Kosten sehr preisintensiv oder preiswert sind, ist zudem von weiteren Aspekten abhängig.

Betreutes Wohnen Kosten:

  • Mietwohnung oder Eigentumswohnung im betreuten Wohnen
  • Größe der Miet- oder Eigentumswohnung
  • Ausstattung des Appartements (Einbauküche, Balkon oder Terrasse)
  • Lage der Immobilie für betreutes Wohnen
  • Serviceleistungen
  • Zusätzliche monatliche Leistungen / Angebote
  • u.a.

Wer übernimmt die Kosten für betreutes Wohnen?

Wenn Sie sich für betreutes Wohnen entscheiden, müssen Sie wissen, dass Sie die Kosten dafür selbst aufzubringen haben. Beim betreuten Wohnen handelt es sich um eine besondere Art der Heimunterbringung, die nicht im Heimgesetz geregelt ist.

Senioren, die sich für betreutes Wohnen in einer Anlage entscheiden (eine Wohnung mieten oder kaufen) weil sie in verschiedenen Bereichen Unterstützung benötigen, müssen die Kosten dafür aus eigener Tasche zahlen.

Es gibt jedoch auch „Sonderfälle“. Dann zum Beispiel, wenn die Rente nicht ausreicht, um das Appartement im betreuten Wohnen zu bezahlen, können Senioren beim Sozialamt die sogenannte „Grundsicherung im Alter“ beantragen. Eine weitere Möglichkeit in dem Fall wäre auch, Wohngeld zu beantragen.

Hinweis:

Sind zahlungskräftige Angehörige (deren Einkommen über 100.000 Euro jährlich beträgt) vorhanden, müssen jene (lt. Gesetz) finanzielle Unterstützung leisten und sich somit an den Kosten für betreutes Wohnen beteiligen.

Bildquelle: © Gina Sanders – Fotolia.com

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