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Bevor die Energiewende alle Kraftwerke irgendwann zum Schließen gebracht haben wird, haben Kraftwerker nach wie vor eine solide Arbeitsstelle. Doch wie ergattert man einen Job als Kraftwerker? Wie verläuft die Ausbildung zum Kraftwerker und was kann man beim Arbeiten im Atomkraftwerk verdienen? Wir durchleuchten den interessanten Beruf des Kraftwerkers und beantworten die wichtigsten Fragen dazu.

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Übersicht:

  • Definition Kraftwerker
  • Wo arbeitet der Kraftwerker?
  • Ausbildung zum Kraftwerker
  • Kraftwerker-Ausbildung schulischer Teil
  • Kraftwerker-Ausbildung praktischer Teil
  • Kosten für die Kraftwerker-Ausbildung
  • Weitere Voraussetzungen
  • Voraussetzung Prüfungsteil Kraftwerksbetrieb
  • Was beinhaltet die Weiterbildung?
  • Was kann ein ausgebildeter Kraftwerker?
  • Wie hoch kann das Gehalt eines Kraftwerkers sein?
  • Als Kraftwerker mehr verdienen
  • Weiterbildung und Studium
  • Vom Kraftwerker zur Führungskraft

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Definition Kraftwerker

Den Kraftwerker gibt es natürlich erst, seitdem es Kraftwerke gibt. Die Berufsbezeichnung hat nichts damit zu tun, dass der Kraftwerker viel körperliche Kraft benötigt, um seine Arbeit zu tun. Gleichwohl ist diese nicht unbedingt abträglich, denn das Tagwerk des Kraftwerkers dreht sich um Arbeit an Maschinen. Gleichzeitig muss ein Kraftwerker aber „Köpfchen“ haben, denn er kümmert sich um technische Belange, führt Prüfungen durch, behebt Störungen und kennt sich mit Schaltplänen aus.

Wo arbeitet der Kraftwerker?

Der Arbeitsort geht im Prinzip schon aus der Berufsbezeichnung hervor: Der Kraftwerker ist in Kraftwerken tätig, wo er sich mit den oben genannten Anlagen und Aufgaben beschäftigt. Die Werkshallen, in denen, bzw. die Leitstände auf denen der Kraftwerker seinen Arbeitsalltag verbringt, gehören meistens Energieversorgern. Hier führt der Kraftwerker als (Mit-)Verantwortlicher für den reibungslosen Betrieb seine Arbeiten an allen ihn betreffenden Fronten durch.

Ausbildung zum Kraftwerker

Doch wie wird man so ein Allround-Talent im Kraftwerk? Die Ausbildung zum Kraftwerker ist genau genommen eine Weiterbildung. Sie findet in einer Art dualem System statt, ist jedoch nicht mit dem einer normalen staatlichen Ausbildung zu vergleichen. Nach einem ersten schulischen Teil in Vollzeit erfolgt ein praktischer Teil. Insgesamt fallen dabei relativ hohe Ausbildungskosten an.

Kraftwerker-Ausbildung schulischer Teil

Zunächst einmal findet eine 16 – 17-wöchige schulische Ausbildung statt, in der vorrangig Inhalte wie Naturwissenschaften, Verfahrenstechnik oder Umweltschutz vermittelt werden. Die Haupttätigkeiten in dieser Phase der Kraftwerker-Ausbildung umfassen Übungen und Simulationen, sowie das Erlernen des Umgangs mit Kraftwerk-typischen Anlagen. Der schulische Teil der Ausbildung endet mit einer Abschlussprüfung.

Kraftwerker-Ausbildung praktischer Teil

Nachdem diese erste Hürde ins Kraftwerk genommen ist, nimmt die Ausbildung nun praktische Züge an. Über insgesamt mehr als zwei Jahre werden die gewonnenen theoretischen Kenntnisse innerhalb einer langen Praktikums vertieft. Während dieser praktischen Phase wird gezielt der Umgang mit betrieblichen Problemen, wie zum Beispiel Störfällen geprobt.

Kosten für die Kraftwerker-Ausbildung

Die Ausbildung zum Kraftwerker kostet nicht nur viel Zeit, sondern auch viel Geld. In der Regel sind mehr als 10.000€ notwendig, um alle Kurse und Prüfungen finanziell abzudecken. Ebenfalls Regel ist aber, dass Arbeitnehmer die Ausbildungskosten übernehmen, um damit die weitergebildeten Mitarbeiter letztendlich zu einem für das Unternehmen noch wertvolleren Mitarbeiter zu machen.

Weitere Voraussetzungen

Doch nicht jeder kann sich ohne Weiteres zur Weiterbildung zum Kraftwerker anmelden. Die Weiterbildung ist bundesweit geregelt und erfordert als solche, dass Sie einige Zulassungsvoraussetzungen erfüllen. Um die schriftliche Prüfung in der Kraftwerkstechnologie ablegen zu können, sind nötig:

Abgeschlossene Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf aus den Bereichen Elektro- oder Metallberufe, Chemie oder Produktion.

Voraussetzung Prüfungsteil Kraftwerksbetrieb

Im Anschluss daran erfolgt der Prüfungsteil Kraftwerksbetrieb in Form eines situationsbezogenen Fachgesprächs, für den 1 Jahr Berufserfahrung notwendig ist. Hier muss auch der Nachweis über eine wenigsten 12 Monate andauernde praktische Weiterbildung in dokumentarischer Form erbracht werden.

Was beinhaltet die Weiterbildung?

Wer einen der in der Branche durchaus begehrten Weiterbildungsplätze ergattert hat, hat die Chance, sich tiefgehendes Wissen auf Gebieten wie Umweltschutztechnik, Turbinen, Kraftwerkshilfsanlagen, Armaturen, Dampferzeugung, Rohrleitung, Kraftwerkstechnik, naturwissenschaftliche Grundlagen.

Was kann ein ausgebildeter Kraftwerker?

Nach der Weiterbildung können Sie Ihrem Arbeitgeber in folgenden wichtigen Berufsfeldern weiterhelfen:

  • Wartung und Reparaturen am und im Kraftwerk
  • Unfälle und Störfälle vermeiden, bzw. beheben
  • Messungen durchführen, interpretieren und Protokolle erstellen
  • Arbeitsschutzmaßnahmen & Unfallverhütung

Wie hoch kann das Gehalt eines Kraftwerkers sein?

Die Ausbildungskosten auf dem Weg zum Kraftwerker sind durchaus als hoch zu bezeichnen. Viele Kraftwerker bezeichnen die Investition aber als lohnenswert. Sie müssen es ja wissen, schließlich liegen sie statistisch gesehen bei Brutto-Gehältern von bis zu 3.800€.

Hierbei handelt es sich um die obere Gehaltsgrenze für frisch gebackene Kraftwerker. Die Gehaltserwartungen müssen Sie je nach Bundesland und Größe des Unternehmens, sowie Ihres eigenen Erfahrungsschatzes anpassen.

Als Kraftwerker mehr verdienen

Doch diese Parameter müssen grundsätzlich bei allen Gehältern angewendet werden. In jedem Bundesland gibt es andere Gehaltsgefüge, große Unternehmen können mehr zahlen als kleine. Generell gültig ist jedoch, dass Sie als Arbeitnehmer mit mehr Erfahrung auch mehr wert sein können. So können erfahrene Kraftwerker durchaus auch bis zu 4.300€ brutto verdienen.

Weiterbildung und Studium

Noch eine sprosse höher könnten Sie als Kraftwerker auf der Gehaltsleiter klettern, wenn Sie auch in der Bildung noch etwas „nachschieben“. So können Sie zum Beispiel durch ein Studium der Verfahrenstechnik in entsprechend hohe Gehaltssphären vorstoßen.

Um solch einen Abschluss zum Ingenieur zu erhalten, ist möglicherweise als Zugangsvoraussetzung neben der Hochschulzugangsberechtigung auch eine langjährige Berufserfahrung ausreichend.

Vom Kraftwerker zur Führungskraft

Und die Aussichten für ambitionierte Kraftwerker sind auch in den folgenden Berufsjahren gut: Gehen Sie mit voller Kraft in Ihren Job als Kraftwerker und lassen Sie keine gute Weiterbildung aus.

Es gibt immer Innovationen in der Energieversorgung und Anpassungsweiterbildungen in den technischen Bereichen stehen auch immer wieder aufs Neue an. Sind Sie fleißig, immer auf dem neuesten Stand der Technik und mit voller Freude Kraftwerker, steht Ihnen vielleicht auch die Chef-Etage offen und damit mehr Kompetenzen, Verantwortung und natürlich auch Gehalt.

Bildquelle: © eyetronic – Fotolia.com

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