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Kinder werden deutlich öfter von einer Erkältung heimgesucht, als Erwachsene. Das liegt hauptsächlich daran, dass das Immunsystem des Kindes erst noch die vielen verschiedenen Krankheitserreger kennenlernen muss, um sich gegen diese langfristig erfolgreich zu wappnen. Wir zeigen Ihnen in diesem Artikel, mit welchen Mitteln Sie die Erkältung Ihres Kindes bestmöglich bekämpfen können! Das Redaktionsteam von Heimarbeit.de wünscht Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Das alles finden Sie in diesem Artikel:

  • Was genau ist eigentlich eine Erkältung?
  • Warum sind Kinder öfter erkältet als Erwachsene?
  • Was passiert bei einer Erkältung?
  • Die besten Mittel bei einer Erkältung

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Was genau ist eigentlich eine Erkältung?

Als Eltern werden Sie mit Ihren Kindern immer wieder durch schwere Zeiten gehen: Im Durchschnitt erkälten sich Kleinkinder etwa sechs- bis zehnmal pro Jahr! Im Erwachsenenalter kommt es schon deutlich seltener zu einer Erkältung. Erwachsene trifft es nur noch rund zwei- bis dreimal pro Jahr.

Wodurch werden Erkältungen hervorgerufen?

Erkältungen werden durch Viren ausgelöst. Der Körper reagiert auf diese dann mit den typischen Krankheitszeichen:

  • Schnupfen
  • Husten
  • Halsschmerzen
  • Gliederschmerzen

Eine Erkältung oder ein grippaler Infekt kann schon ziemlich unangenehm sein. Meistens sind die Infekte aber glücklicherweise sehr harmlos.

Mögliche Ursachen

Erkältungskrankheiten treten insbesondere in den nasskalten Jahreszeiten auf. Das bedeutet vor allem im Frühling, im Herbst und im Winter.

Allerdings ist noch nicht ganz geklärt, warum das so ist. Frieren allein scheint aus wissenschaftlicher Sicht zumindest kein Grund für eine Erkältung zu sein. Dennoch weiß man, dass in einem unterkühlten Körper die Schleimheute weniger gut durchblutet und somit auch leichter angreifbarer für Krankheitserreger sind. Die Schleimheute, die wie ein äußerer Abwehrwall für unseren Körper funktionieren, sind damit leichter durchlässig und können Krankheitserreger nicht mehr so gut aufhalten, wie in einem gut durchbluteten Zustand.

Stress: Insbesondere können Erkältungen durch eine unvorbereitete Abkühlung sowie durch immunschwächende Stresssituationen begünstigt werden. Das trifft vor allem Menschen, die häufig Müde oder sogar regelmäßig unglücklich sind. Hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich um Erwachsene oder um Kinder handelt. Es trifft jedes Alter gleichermaßen. Gestresste oder unglückliche Menschen sind infektionsanfälliger, weil ihr Immunsystem geschwächt ist.

Warum sind Kinder öfter erkältet als Erwachsene?

Natürlich gibt es einen Grund dafür, dass Kinder deutlich öfter als Erwachsene von einer Erkältung heimgesucht werden. Der wichtigste Grund ist, dass es insgesamt rund 200 verschiedene Viren gibt, die eine Erkältung verursachen können.

Immer dann, wenn unser Körper in Kontakt mit einem neuen, für uns unbekannten Virus kommt, ist das Immunsystem zunächst wehrlos. Das Kind wird dadurch krank. Im Laufe der Erkrankung passiert allerdings etwas sehr interessantes:

Gegen den zunächst unbekannten Erreger, der in den Körper eingedrungen ist, werden vom Immunsystem mit der Zeit Abwehrstoffe gebildet. Es lernt also automatisch, sich gegen neue Eindringlinge zu wehren. Diese Abwehrstoffe schützen den Körper dann gezielt für den Rest des Lebens vor diesem Eindringling.

Interessant: Da Kinder erst mit den verschiedenen Erregern in Kontakt kommen müssen, um ihr Immunsystem mit der Zeit aufzubauen, werden sie in den ersten Jahren auch deutlich öfter krank, als Erwachsene.

Ansteckung

Außerdem erfolgt eine Ansteckung oft über Tröpfchen, die durch Husten in die Luft gepustet werden oder aber über den direkten Kontakt mit verschiednen Oberflächen. Kein Wunder also, dass Kinder somit einem deutlich höheren Kontaktrisiko ausgesetzt sind, als Erwachsene.

Was passiert bei einer Erkältung?

Natürlich ist es gerade für Eltern wichtig, die typischen Symptome einer Erkältung gut zu kennen. Wenn man das Krankheitsbild kennt, kann man sich bestens auf mögliche Probleme einstellen und auf diese schnell reagieren: Zum Beispiel, indem man bestimmte Mittel schon Zuhause hat, um dem Kind bei einer möglichst guten Genesung zu helfen.

Typische Symptome und Krankheitsbild

Normalerweise kündigt sich eine Erklärung mit einem Jucken, Brennen oder Kribbeln der Nase an. Schon kurze Zeit darauf macht sich auch schon ein wässriger Schnupfen bemerkbar, der in Verbindung noch stärkeren Niesreiz auftritt.

Nun treten ziemlich schnell auch weitere Symptome auf. Der Hals beginnt leicht zu kratzen. Es folgen leichte Schluckbeschwerden und eventuell sogar Husten. Unter Umständen machen sich Gliederschmerzen, Fieber sowie allgemeine Beschwerden bemerkbar: Darunter Abgeschlagenheit, Unwohlsein oder Frösteln.

Schnupfen

Ein Schnupfen tritt etwa in 80 Prozent der Erkrankungen auf und ist damit das mit Abstand häufigste Krankheitszeichen eines grippalen Infekts. Der Auslöser dieses Krankheitszeichens sind die Schnupfenviren (auch Rhine-Viren genannt), die die Nasenschleimhaut besiedeln.

Diese entzündet sich, schwillt an und produziert nun außerdem vermehrt den Schleim, der etwas wässrig scheint. Im späteren Verlauf der Krankheit wird der Schleim deutlich zähflüssiger, was einem das Gefühl einer verstopften Nase vermittelt.

Erkältungsviren sind aber auch an der Schädigung der Schleimhaut der Atemwege beteiligt. Auf der Schleimhaut befinden sich feine sogenannte Flimmerhärchen. Diese Härchen transportieren den gebildeten Schleim zurück nach oben.

Dies ist ein interessanter, selbstreinigender Effekt der Schleimhaut der Atemwege. Bei einer Erkältung wird im übrigen auch gerade deswegen ein Schleim gebildet, der allgemein etwas zähflüssiger ist, als der normale Schleim. Deshalb wird er dann auch wesentlich schlechter abtransportiert. Der zähe Schleim sorgt für Reizungen, die dann ein Husten verursachen.

Heftigere Auswirkungen

Sollten sich die Viren noch weiter ausbreiten oder sogar verschiedene Bakterien die vorgeschädigten Schleimhäute infizieren, machen sich auch weitere Krankheitserscheinungen bemerkbar. In diesem Fall kann zum Beispiel hohes Fieber dazu kommen.

Kleinkinder leiden aufgrund des starken Schnupfens zudem häufig an Ohrenschmerzen, teilweise sogar auch an einer Mittelohrentzündung. Hier ist die Ursache, dass Krankheitserreger infolge des Schnupfens bis in die Ohrtrompeten wandern. Durch die Infektion schwellen auch hier die Schleimhäute an, was zu Schmerzen führt. Diese Krankheitserscheinung nimmt mit zunehmendem Alter allerdings wieder deutlich ab.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Erkältungen sind völlig normal und gehören zur Entwicklung des Immunsystems dazu. Es sei denn, sie treten extrem häufig auf oder sind sehr heftig. Zum Kinder- oder Jugendarzt sollte man mit dem Kind spätestens dann gehen, wenn die Erkrankung schon länger als zwei Wochen andauert oder weiterhin Husten- oder Atembeschwerden bestehen. Auch bei Schmerzen ist es sinnvoll, einen Arzt aufzusuchen.

Einen ärztlichen Rat sollte man sich aber auch unbedingt dann einholen, wen sich der Schleim gelblich färbt oder sogar rötlich wird.

Bronchitis

Wenn sich eine Erkrankung auf die Schleimhäute der tiefer liegenden Atemwege ausweitet, kann es hier zu einer Entzündung kommen, die allgemein als Bronchitis bekannt ist. Hier tritt insbesondere starker und schmerzhafter Husten auf mit einem weißem bis gelblichen Schleim.

Oftmals sind aber auch Atembeschwerden oder Fieber Anzeichen für diese Art der Erkrankung. Kinder sind dann nur sehr wenig bis kaum belastbar und haben ein deutlich erhöhtes Schlafbedürfnis.

Hält hier eine Entzündung länger als drei Tage an, sollte ebenfalls ein Arzt aufgesucht werden. Eventuell kann es erforderlich werden, Antibiotika einzunehmen.

Die besten Mittel bei einer Erkältung

Leider gibt es kein Medikament, dass gegen die eigentlichen Auslöser der Erkältung (also die Viren) kämpft. Eine Erkrankung dauert deswegen in der Regel in Summe um die 7 bis 10 Tage an. In dieser Zeit kann es zu vielen unangenehmen Reaktionen des Körpers kommen – von Schnupfen über Husten bis hin zu starkem Fieber. Allerdings sind auch dies Symptome, die lediglich darauf hindeuten, dass sich das Immunsystem des Körpers gerade in einem Kampf gegen ein ihm noch ungenannten Virus befindet. Es wäre also falsch, ein Fieber mit Medikamenten zu unterdrücken.

Allerdings gibt es ein paar Möglichkeiten, mit denen Sie dem Körper helfen können, die Erkältung deutlich besser durchzustehen…

Das hilft bei verschleimten Atemwegen

Bei verschleimten Atemwegen hilft insbesondere eines: viel Wasser trinken. Dadurch kann der Schleim flüssiger werden und deutlich besser abfließen. Zusätzlich kann man die Schleimhäute des Patienten schonen, indem man feuchte Tücher der die Heizung legt. Feuchtere Luft ist deutlich angenehmer für gereizte Schleimhäute, als trockene Luft.

Bei Müdigkeit und Zerschlagenheit

Auch Ruhe und Schlaf führen bei Erkältungskrankheiten besonders schnell zu einer Erholung. Müdigkeit oder Zerschlagenheit sind ein deutliches Zeichens des Körpers, dass er nun etwas mehr Erholung braucht. Diese sollte man ihm auch unbedingt geben. Im Übrigen kann aber auch das genaue Gegenteil eintreten, nämlich dass ein Kind aktiv ist. In diesem Fall können Eltern ruhig darauf vertrauen, dass sich das Kind seinen Schlaf holt, wenn es ihn braucht. Wenn das Kind lieber spielen möchte, dann sorgt in der Regel auch schon ein ruhiger Tagesablauf für die notwendige Genesung.

Bei Fieber

Wie schon erwähnt ist das Fieber ein wichtiger Abwehrmechanismus der Körpers und sollte deswegen auf keinen Fall mit Absicht unterdrückt werden. Lediglich dann, wenn das Fieber extrem hoch ist, können Medikamente angebracht sein. Dies ist allerdings nur in Ausnahmefällen sinnvoll.

Was aber bei Fieber gegen die Beschwerden hilft, sind zum Beispiel Wadenwickel. Dabei werden beide Waden mit einem feuchten Handtuch etwas kühler als Körpertemperatur umwickelt. Die Prozedur wird anschließend mehrere Male wiederholt. Allerdings dürfen Wadenwickel auch nur dann verwendet werden, wenn die Beine und Füße warm sind. Sind sie hingegen kalt, können Wadenwickel sogar schädlich sein.

Achtung bei Medikamenten

Medikamente werden zwar immer gerne verordnet, sind aber mit äußerster Vorsicht zu genießen. Vergessen Sie nicht, dass die Medizinbrache eine milliardenschwere Branche ist. Ärzte haben Verträge mit Medikamentenherstellern. Sie erhalten also Geld dafür, dass sie die Medikamente bestimmter Hersteller häufiger empfehlen. Manchmal leider auch dann, wenn dies vielleicht gar nicht angebracht wäre.

Überlegen Sie, was passieren würde, wenn die Leute von heute auf morgen weniger bis gar keine Medikamente mehr kaufen würden – eine ganze Branche würde zugrunde gehen.

Verlassen Sie sich also nicht immer auf die Heilungsversprechungen von Medikamenten. Häufig hängt ein ganzer Rattenschwanz mit hinten dran. Teils sind es heftige Nebenwirkungen oder schädliche Auswirkungen auf die Organe Ihres Kindes. Selbst besonders bekannte Medikament wie Paracetamol oder Aspirin stehen derzeit heftig in Kritik.

Achtung bei ätherischen Ölen

Häufig werden auch ätherische Öle als Hausmittel gegen Erkältungen eingesetzt. Hier sollte man aufpassen, da derartige Öle für Kinder sogar lebensgefährlich sein können. Werden die Öle beispielsweise auf die Schleimhäute aufgetragen oder geschluckt, kann dies heftige Vergiftungserscheinungen nach sich ziehen.

Ausgewogen und gesund ernähren

Das Wichtigste überhaupt wird leider von vielen Eltern noch immer weit unterschätzt. Eine richtige Ernährung stärkt das Immunsystem. Nicht nur während der Krankheit sollte man seinen Körper mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen, sondern auch schon vorher. Eine ausgeglichene Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse ist somit das A und O!

Viel Bewegung

Leider wird auch die Bewegung von vielen unterschätzt. Tatsächlich scheint es sogar, dass eine ausgeprägte Muskulatur das Immunsystem unterstützen kann. Natürlich hat Bewegung noch viele weitere Vorteile. Es gibt also gleich mehrere gute Gründe dafür, dass Ihr Kind öfter mal an die frische Luft gehen sollte, um sich so richtig auszutoben.

Bildquelle: © Elena Stepanova – Fotolia.com

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