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Fischwirt: ein Job für Wasserratten? Vielleicht nicht, denn der Fischwirt beschäftigt sich insbesondere mit der Aufzug von Fischen – nicht also mit dem ständigen Befahren der See. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, welche Aufgaben Sie als Fischwirt erwartet, wie die typische Karrierelaufbahn des Fischwirts aussieht und was man als Fischwirt verdienen kann. heimarbeit.de wünscht Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Übersicht:

  • Interessantes zum Beruf
  • Ausbildung zum Fischwirt
  • Studium zum Fischwirt
  • Gehalt als Fischwirt
  • Zukunftsperspektiven für den Fischwirt
  • Interessantes zum Beruf

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Der Fischwirt ist ein Beruf, bei dem man Fische, Krebstiere und Muscheln fängt und sie schließlich züchtet. Interessant ist, dass es sich beim Fischwirt eher um einen Nischenberuf handelt, also um einen Beruf, der weitestgehend unbekannt und unterbreitet ist. Allerdings gehört er genau so wie zum Beispiel der Automobilkaufmann oder die Bürokauffrau zu den anerkannten Ausbildungsberufen nach dem Berufsbildungsgesetz.

Die Ausbildung zum Fischwirt dauert in Summe etwa drei Jahre. Dabei wird nicht nur im Ausbildungsbetrieb gelehrt, sondern auch parallel in einer Berufsschule.

Übrigens: Seit dem Jahr 1972 vereint der Fischwirt die ehemaligen Berufe des Fischers und des Fischzüchters.

Schwerpunkte im Berufsleben des Fischwirtes

Nun ist das Berufsleben eines Fischwirts in drei wesentliche Bereiche aufgeteilt. Als Fischwirt muss man sich überlegen, welchen Schwerpunkt man ansteuern möchte.

Die möglichen Schwerpunkte möchten wir Ihnen in diesem Abschnitt etwas näher bringen:

  • 1. Fischhaltung und Fischaufzucht: Im ersten Bereich widmen sich die Fischwirte der Aufzucht von Fischen und anderen Meerestieren in künstlich angelegten Teichen und ähnlichem.
  • 2. Kleine Hochsee- und Küstenfischerei: Dieser Bereich befasst sich vor allem mit dem Fangen von Fischen und Schalentieren wie Muscheln.
  • 3. Seen- und Flussfischerei: Ein weiterer möglicher Bereich des Fischerberufslebens ist die Fluss- und Seenfischerei, bei der man sich vor allem um den Fang von Fischen in Flüssen und Seen kümmert. Auch der Verkauf der Gefangenen Tiere steht auf dem Plan.

Wichtig: Wenn der Tierbestand zu sinken droht, setzen sie auch Fische aus, um die Populationen zu schützen.

Weiterbildung als Fischwirt

Wer schon mindestens zwei Jahre im Berufsbild tätig ist, kann sich zum Fischwirtmeister weiter qualifizieren. Im Jahr 2009 qualifizierten sich beispielsweise insgesamt 24 Bewerber zum Fischwirtmeister – und das im Verhältnis zu etwa 119 bestandenen Ausbildungen zum Fischwirt im selben Jahr.

Dann gibt es aber auch noch einige Spezialisierungen im Bereich der Fischereibiologie und der Aquakultur. Eine solche Weiterbildung ist in mehreren deutschen Universitäten möglich. So bietet beispielsweise die Humboldt-Universität Berlin einen „Masterstudiengang Fishery Science and Aquaculture“ an.

Ausbildung zum Fischwirt

Wie bereits erwähnt handelt es sich beim Fischwirt um einen Ausbildungsberuf nach dem sogenannten Dualen System. Das bedeutet, dass der Fischwirt-Azubi einen festen Ausbildungsbetrieb hat, in dem er alle wichtigen praktischen Elemente seines späteren Berufs lernt, und parallel auch die Berufsschule besucht.

Hier werden ihm alle theoretischen Kenntnisse des Berufs nahegebracht. Auf diese Weise hat man als Azubi ein sehr gutes Gleichgewicht aus Theorie und Praxis, was gerade jungen Menschen das Lernen um ein Vielfaches angenehmer macht. Insgesamt dauert die Ausbildung 3 Jahre.

Unterteilung der Ausbildung

Die Ausbildung ist unterteilt in drei wichtige Bereiche – je nach dem kann man sich auf einen der Bereiche spezialisieren.

Wie schon erwähnt gibt es hierfür:

  • 1. Fischhaltung und Fischzucht
  • 4. Seen- und Flussfischerei
  • 5. Kleine Hochsee- und Fischzucht

Wenn man sich überlegt, welchen der Bereiche man gerne ansteuern möchte, sollte man auch bedenken, dass nicht jeder Bereich in allen Regionen Deutschlands angeboten werden kann. Hochsee- und Küstenfischerei kann natürlich nur dort gelehrt werden, wo ein entsprechendes Unternehmen ansässig ist – in diesem Beispielsall also an den Küstengebieten Deutschlands. Gegebenenfalls muss ein kompletter Umzug in Kauf genommen werden.

Wer sich für den Bereich „Fischhaltung und Fischzucht“ entscheidet, wird seinen Arbeitsbereich sehr wahrscheinlich auf einer Fischfarm wiederfinden oder auf einem Fischgut. Allerdings kommt es auch vor, dass andere Betriebe der Land- und Forstwirtschaft Ausbildungsplätze für angehende Fischwirte anbieten, wenn diese auch Fischwirtschaft betreiben. Hauptsächlich wird man dann an künstlich angelegten Teichen arbeiten.

Die Aufgaben während der Ausbildung

In der Ausbildung lernt man dann, wie man sich richtig um die Fische kümmert, und was getan werden muss, damit sich diese richtig vermehren und gesund aufwachsen. Außerdem pflegt man den Teich, in dem die Fische leben. Wenn die Fangzeit kommt, geht es dann darum, die ausgewachsenen Fische aus dem Teich zu holen und diese sogar zu verarbeiten. Man bereitet sie für den Verkauf vor und lernt sogar, wie man den Verkauf richtig angeht.

Achtung bei Seekrankheit: Wer den Spezialisierungsbereich „Kleine Hochsee- und Küstenfischerei“ gewählt hat, sollte aufpassen, dass er nicht anfällig für Schwindelanfälle und Übelkeit auf hoher See ist. Denn in diesem Bereich muss man tatsächlich auch mal auf hohe See ausfahren, um den Fang in den Hafen zu holen.

Studium zum Fischwirt

Ein richtiges Studium, das den Abschluss „Fischwirt“ vorsieht, gibt es natürlich nicht. Immerhin handelt es sich beim Fischwirt um einen Ausbildungsberuf nach dem Dualen System. Man darf sich also Fischwirt nennen, wenn man die entsprechende Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat.

Allerdings gibt es Studiengänge, die für den Fischwirt als eine Weiterbildung sehr interessant sein dürften. So gibt es beispielsweise an der Humboldt-Universität Berlin einen „Masterstudiengang Fishery Science and Aquaculture“.

Gehalt als Fischwirt

In diesem Abschnitt soll es um ein weiteres wichtiges Thema gehen – das Gehalt und den Verdienst eines Fischwirts. Dabei möchten wir schon in der ersten Phase der Berufslaufbahn des Fischwirts beginnen, nämlich in der Ausbildung.

Gehalt während der Ausbildung

Das erste Gehalt in der Berufslaufbahn bezieht man schon während der Ausbildung. Denn so, wie bei eigentlich allen anderen Dualen Ausbildungen auch, bekommt man als Azubi schon ab dem ersten Monat ein Ausbildungsgehalt. Dieses steigert sich dann mit jedem Ausbildungsjahr.

Im ersten Ausbildungsjahr verdient man als angehender Fischwirt 450 bis 630 Euro monatlich. Im zweiten Lehrjahr steigt das Gehalt auf etwa 480 bis 680 Euro monatlich. Im dritten und letzten Lehrjahr gibt es dann eine weitere Gehaltserhöhung. Hier verdient man dann schon zwischen 530 und 730 Euro pro Monat.

Einstiegsgehalt

Nun ist natürlich besonders interessant zu wissen, wie viel Gehalt man verdient, wenn man als fertig ausgelernter Fischwirt in den Beruf einsteigt. Immerhin hat man hier drei Jahre hingearbeitet.

Wirklich hoch ist das Gehalt für den Fischwirt anfangs leider nicht. Es beläuft sich auf etwa 1.500 bis 1.600 Euro monatlich, und das brutto. Da das etwas wenig ist, steht einem mindestens auch der neu beschlossene gesetzliche Mindestlohn zu.

Mehr Lohn mit Spezialisierung und Weiterbildung

Wer mehr verdienen möchte, der sollte in jedem Fall eine Weiterbildung anstreben. Denn je weiter man sich als Fischwirt spezialisiert, desto mehr kann man auch verdienen. Als Fischwirt selbst kann man mit ein paar Gehaltssteigerungen wahrscheinlich nur auf etwa 2.000 Euro monatlich kommen.

Mit einer Spezialisierung und Weiterbildung zum Lebensmitteltechniker sind hingegen schon 3.000 Euro und mehr möglich. Auch als Tierpfleger kann man schon etwas mehr Geld verdienen, als ein Fischwirt. Hier sind bis zu 2.800 Euro monatlich drin.

Zukunftsperspektiven für den Fischwirt

Da die Fischbestände in den Meeren und Flüssen derzeit rapide zurückgehen, werden die Menschen in den nächsten Jahren vermehrt auf künstliche Becken und Aufzuchtgebiete von Fischen angewiesen sein. Hier kann man als spezialisierter Fischwirt natürlich gut punkten. Das Problem ist allerdings, dass der Lohn nicht wirklich gut ist.

Wer einen Job als Fischwirt anstrebt, sollte sich gleich darauf einstellen, dass er einen weiten Weiterbildungsweg vor sich hat, um wirklich gut verdienen zu können.

Bildquelle: © Alexander Raths – Fotolia.com

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