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Speditionen als auch Kurierzentralen suchen stets nach bundesweit tätigen Fahrern, die Waren bzw. Güter von einem Ort zum anderen transportieren. Kurierfahrer können sowohl in Festanstellung als auch auf selbstständiger Basis tätig werden. Wobei fest angestellte Kuriere es wesentlich einfacher haben, da sie sich nicht um Aufträge kümmern müssen.

Spielen Sie mit dem Gedanken, als Kurierfahrer Geld zu verdienen? In diesem Artikel erklären wir Ihnen, welche Voraussetzungen für den Kurierjob notwendig sind und was Sie diesbezüglich wissen sollten!

Fahrer für Kurierdienste

Wer als Fahrer für ein Unternehmen, gleich welcher Art, tätig werden möchte, muss natürlich im Besitz eines gültigen Führerscheins sein. Er sollte nach Möglichkeit keine Punkte in Flensburg haben und auf eine längere, unfallfreie Zeit als Fahrzeugführer zurück blicken können. Rasende Rennfahrer, die sich überdies nicht an Verkehrsregeln halten, haben keine Chancen, einen Job als Kurierfahrer zu erhalten.

Des Weiteren müssen angehende Fahrer für Kurierdienste einen hervorragenden Orientierungssinn besitzen. Dieser ist selbst im Zeitalter der modernen Technik und trotz „Navi“ (Navigationsgerät) unabdingbar. Ferner sind Pünktlichkeit, selbstständiges Arbeiten als auch eine optimale Routenplanung enorm wichtig. Jedenfalls für Kurierfahrer, die eigenständig die Touren planen müssen, weil sie nicht speziell vom jeweiligen Unternehmen vorgeschrieben werden.

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Ein „normaler“ Führerschein reicht selten aus, um als Botenfahrer tätig zu werden. Deswegen ist es dienlich, wenn die angehenden Auslieferungsfahrer mindestens die Führerscheinklasse B besitzen und eventuell sogar einen Gabelstapler bedienen können. Viele Firmen verlangen von ihren Fahrern ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis. Dies ist notwendig, weil Botenfahrer und Kuriere zum Teil sehr sensible, wichtige Daten bzw. Dokumente transportieren, als auch diverse Wertsachen und Wertgegenstände.#

Weiterbildungsmaßnahme für Kurier- und Botenfahrer/innen

Sofern Sie nicht im Besitz der Führerscheinklasse B sind, jedoch als Kurier- oder Botenfahrer/in arbeiten bzw. als Kundendienstfahrer/in (Paketzusteller/in) tätig werden möchten, ist eine Weiterbildung unumgänglich. Voraussetzungen dafür sind, dass Sie das 18. Lebensjahr vollendet haben und keine Eintragungen im Verkehrszentralregister besitzen.

Während einer Weiterbildung zum Kurier- / Botenfahrer, die bis zu 3 Monate dauern kann (je nachdem, wie viele Fahrstunden benötigt werden), ist es nicht nur möglich, die Fahrerlaubnisklasse B (entspricht der früheren Klasse 3) zu erwerben. Zum Ausbildungsinhalt zählt auch ein Erste-Hilfe-Kurs. Außerdem wird der Umgang mit Navigationsgeräten und Routenplanern trainiert. Weitere Schwerpunkte sind u.a. die Disposition und Routenplanung, Ladensicherung, kundenorientiertes Verhalten.

Die Weiterbildungsmaßnahme für angehende Kurierfahrer/innen beinhaltet sowohl Theorie als auch Praxis für die Klasse B. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Lehrgangsteilnehmer/innen ein Zertifikat Ladungssicherung, den Kartenführerschein der Klasse B und den Gabelstapler-Führerschein. Bei einigen Fahrschulen, die eine Weiterbildung für Personen anbieten, die den Wunsch haben, Berufskraftfahrer, Kurierfahrer oder Kundendienstfahrer zu werden, ist nach vorheriger Absprache ein individueller Einstieg möglich. 

Welche Voraussetzungen sind für den Kurierfahrer-Job notwendig?

Eine explizite Ausbildung für den Kurierfahrer-Job ist nicht notwendig. Allerdings sollten die Voraussetzungen, wie der Besitz der Führerscheinklasse B und eine längere, möglichst unfallfreie, Fahrpraxis gegeben sein. Zudem wird von Kurier- und Botenfahrern erwartet, dass Sie verlässlich, pünktlich, stressresistent sind, kundenorientiert arbeiten können und selbst nach längeren Touren noch freundlich und korrekt auftreten. Wünschenswert sind ein gepflegtes Erscheinungsbild und gute Umgangsformen.

Wenngleich auch heute den Fahrern moderne Routenplaner und Navigationsgeräte in den Fahrzeugen zur Verfügung stehen, so sind ausreichende Ortskenntnisse – bei Touren im eigenen Stadtgebiet und im Umkreis – sehr wichtig. Da Briefe, Pakete und bedeutende Dokumente stets pünktlich beim Empfänger ankommen müssen, sollten Paket- und Botenfahrer in der Lage sein, binnen kürzester Zeit den Zielpunkt zu erreichen. Selbst dann, wenn Staus drohen oder wegen Straßensperrungen nach Unfällen bzw. Straßenbauarbeiten die eigentliche Route nicht passierbar ist.

Arbeitszeiten und Verdienstmöglichkeiten für abhängig beschäftigte Fahrer

Der Verdienst eines Kurierfahrers ist von vielen Aspekten abhängig. Handelt es sich um einen geringfügig bezahlten Job als Zustellfahrer, so werden entweder die übernommenen Touren vergütet oder aber, es wird vorher ein Stundenbasislohn ausgehandelt. Kurierdienstfahrer im Nebenjob, deren Arbeitseinsatz auf Stundenbasis vergütet wird, können zwischen 6,00 bis 10,00 Euro pro Stunde verdienen.

Je nach Auftraggeber und Einsatzbereich variieren ebenfalls die Arbeitszeiten der abhängig beschäftigten Fahrer. In den meisten Fällen bekommen sie feste Touren zugeteilt, die sie täglich bzw. regelmäßig abfahren müssen. Mitunter sind überdies Nachtfahrten oder Fahrten an Sonn- und Feiertagen erforderlich. Diesbezüglich werden zusätzlich zum Stundenlohn Schicht- und Feiertagszuschläge gezahlt oder ein entsprechender Bonus. Manche Arbeitgeber erwarten von den im Nebenjob beschäftigten Kurierfahrern hauptsächlich die Abrufbereitschaft. Hier wird dann am Monatsende der vereinbarte Stundenbasislohn ausgezahlt oder aber die übernommen Touren dementsprechend vergütet.

Fahrer auf Minijobbasis, die quasi in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis stehen, bekommen die Transportfahrzeuge von der Firma gestellt. Sie müssen demzufolge, wie eigentlich jeder andere Berufskraftfahrer auch, ein Fahrtenbuch führen. Die Einträge sollten stets korrekt und lückenlos sein. Die Tankfüllung für das Dienstfahrzeug braucht der geringfügig beschäftigte Speditionsfahrer nicht aus eigener Tasche bezahlen. Etwas anders sieht das alles bei den auf selbstständiger Basis arbeitenden Kurierfahrern aus. 

Was selbstständige Kurierfahrer wissen sollten

Es kann so einfach sein, sofern ein Führerschein der Klasse B vorhanden ist und ein eigener Pkw, sich als Kurierfahrer selbstständig zu machen. Immerhin ist für diese Tätigkeit keine spezielle Ausbildung notwendig und Auftraggeber lassen sich heutzutage ganz rasch online finden. Was sich verlockend anhört, hat auch seine Schattenseiten, die angehende Selbstständige oftmals nicht ins Kalkül ziehen.

Es ist durchaus so, dass selbstständige Boten- und Kurierfahrer mitunter mehr verdienen als ihre Kollegen, die in einer Art Angestelltenverhältnis tätig sind. Aber dafür müssen sie eine ganze Menge mehr tun. Dazu gehört, dass sie zunächst einmal Akquise betreiben und im Anschluss daran die „Spreu vom Weizen“ trennen müssen. Zudem müssen die Fahrer ihre Routen eigenständig und effizient planen als auch noch selbst für Werbung sorgen.

Alles kein Problem, denken viele Kraftfahrer, die sich hervorragend in ihrer Stadt auskennen und sich ebenfalls nicht davor scheuen, Kurierfahrten außerhalb des vertrauten Gebietes durchzuführen. Die sogar bereit sind, deutschlandweit oder europaweit tätig zu werden. Der mögliche Verdienst, so verlockend er auch sein mag, ist jedoch nicht das entscheidende Kriterium. Selbstständige Kurierfahrer vergessen oft die Ausgaben ins Auge zu fassen, die mitunter wesentlich höher sein können als der monatliche Verdienst. 

Relevante Ausgaben im Vorfeld erfassen und richtig kalkulieren!

Kurierfahrer, die auf selbstständiger Basis arbeiten, sollten unbedingt mögliche Verdienstausfallzeiten mit ins Kalkül ziehen. Sei es, weil das Fahrzeug gewartet werden muss, oder wenn der Wagen nach einem Autounfall (der nicht einmal selbst verschuldet sein muss) in die Werkstadt muss. Die Auftraggeber verlassen sich auf die pünktliche und korrekte Auslieferung der Waren. Schnelles Agieren ist in Notfällen gefragt.

Daraus resultieren jedoch neue Kosten. Einerseits für die Reparatur des eigenen Fahrzeugs als auch für Nutzung des Leihwagens, der in solchen Fällen dringend erforderlich ist. Die Unterhaltskosten des Autos an sich, wie u.a. Kfz-Versicherung, Haftpflichtversicherung, Kraftfahrzeugsteuer und Spritpreise, dürfen bei der Kalkulation nicht außer Acht gelassen werden, schlagen sie doch heftig zu Buche, je nach Fahrzeugmodell und Pkw-Größe.

Weitere Kosten entstehen selbstständigen Kurierboten bei der Steuervoranmeldung. Da Selbstständige ebenso eine korrekte Buchhaltung machen müssen, werden eventuell weitere Kosten fällig, die der selbstständige Fahrer aus eigener Tasche zahlen muss, falls er sich nicht persönlich um die Buchhaltung kümmert. Gleichwohl wird Geld für einen Steuerberater fällig, der die jährlichen Steuererklärungen übernimmt, welche das Finanzamt fordert.

Was Kraftfahrer, die als Kurierfahrer selbstständig arbeiten möchten, ebenso in Betracht ziehen müssen, sind die monatlichen Beiträge, die für Krankenversicherung und Rentenversicherung gezahlt werden müssen. Gleichfalls sollte an eine spätere Absicherung gedacht werden, in Form einer privaten Altersvorsorge und möglichst an eine Berufsunfähigkeitsversicherung. 

Wo gibt es Aufträge für Kurierfahrer/innen und Jobs für Botenfahrer/innen?

Eine gute Alternative, um an lukrative Kurier-Aufträge zu kommen, sind Kurierzentralen. Zwar müssen selbstständige Kurierfahrer eine Vermittlungsgebühr entrichten, dafür übernehmen die Kurierzentralen in der Regel alle wichtigen Dinge. Angefangen von der Auftragsvergabe bis hin zur Rechnungslegung. Speditionen sind eine gute Anlaufstelle für alle, die Botenfahrer werden möchten. Ebenso wie Stadtkuriere. Aufträge und Jobangebote sind gleichfalls online zu finden. Auf einigen Portalen können sich Spediteure und Kurierfahrer anmelden, ganz bequem Aufträge ausschreiben bzw. sich auf die ausgeschriebenen Stellen bewerben.

Fazit:

Der Möglichkeiten, um an gut bezahlte Kurierfahrerjobs zu kommen, gibt es viele. Jeder sollte für sich entscheiden, ob er auf selbstständiger Basis Kurierfahrer werden möchte oder als Botenfahrer für eine Spedition bzw. eine Firma in Anstellung tätig werden will.

Bildquelle: © JENS – Fotolia.com

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