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Als Metallblasinstrumentenmacher bauen Sie Posaunen, Trompeten und verschiedene andere Instrumente. Wir verraten Ihnen, was Sie mitbringen müssen, um sich für eine Ausbildung als Metallblasinstrumentenmacher zu bewerben und wie es danach mit Ihrer Karriere weitergeht.

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Überblick

  • Ursprünge der Metallblasinstrumentenmacher
  • Entwicklung des modernen Metallblasinstrumentenmachers
  • Ausbildung zum Metallblasinstrumentenmacher
  • Voraussetzungen zur Ausbildung als Metallblasinstrumentenmacher
  • Ausbildungsinhalte für Metallblasinstrumentenmacher
  • Ausbildungsaufbau für Metallblasinstrumentenmacher
  • Zusatzqualifikationen für Metallblasinstrumentenmacher
  • Weiterbildungen für Metallblasinstrumentenmacher
  • Zukunftsaussichten für Metallblasinstrumentenmacher
  • Gehalt als Metallblasinstrumentenmacher

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Ursprünge der Metallblasinstrumentenmacher

Bis heute kümmern sich Metallblasinstrumentenmacher auch um die Herstellung und die Reparatur von Horninstrumenten. Heute handelt es sich dabei um Metallblasinstrumente, die einen sehr komplizierten Aufbau haben können, aber ursprünglich waren es tatsächlich Tierhörner. Sie wurden aufgesägt oder aufgebohrt, so dass ein Klangkörper entstand.

Sobald Metall zur Verfügung stand, wurde es auch zur Herstellung von Musikinstrumenten verwendet. Bei den Kelten gab es zum Beispiel aufwändig gestaltete Carnyxes, mit denen Gegner eingeschüchtert werden sollten. Heute steht aber meist der Klang mehr im Vordergrund als die Lautstärke und das Aussehen. Die Metallblasinstrumente werden auch nicht mehr von einfachen Schmieden hergestellt, sondern von Spezialisten.

Entwicklung des modernen Metallblasinstrumentenmachers

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts war die technische Entwicklung so weit fortgeschritten, dass man feine Metallröhren herstellen konnte, die dazu geeignet waren, sie zu längeren und verschlungenen Gebilden zusammenzufügen. Damit konnten Musiker mehr als nur ein oder zwei Naturtöne spielen. Die Metallblasinstrumente erlangten damit eine Bedeutung, die über die reine Signalwirkung hinausging.

Seither wurden die Instrumente immer weiter Verfeinert. Im 18. Jahrhundert wurden auswechselbare Zusatzbögen entwickelt, im 19. dann die Ventile, durch die die Zusatzbögen nicht mehr ausgewechselt werden mussten.

Ausbildung zum Metallblasinstrumentenmacher

Die Ausbildung zum Metallblasinstrumentenmacher ist bundesweit einheitlich geregelt. Sie unterliegt den Bestimmungen des Berufsbildungsgesetzes und der Handwerksordnung. In der Regel müssen Sie drei Jahre lang in einem Betrieb und in der Berufsschule lernen, um die Abschlussprüfung antreten zu können. Die Ausbildung findet also nach dem dualen System statt.

Voraussetzungen zur Ausbildung als Metallblasinstrumentenmacher

Rein rechtlich gibt es keine schulischen Voraussetzungen, die Sie erfüllen müssen, um sich für eine Ausbildung als Metallblasinstrumentenmacher bewerben zu können. Sie sollten aber ein paar Eigenschaften haben, ohne die es in diesem Beruf nicht geht. Da Sie später Musikinstrumente herstellen und reparieren werden, brauchen Sie ein gutes Gehör. Für die Herstellung der Rohre und mechanischen Teile ist außerdem Körperkraft und Fingerfertigkeit gefragt. Und schließlich brauchen Sie einen Sinn für Ästhetik, damit das Endergebnis einen guten Eindruck macht.

Bisher hatte die Hälfte der neuen Auszubildenden in diesem Beruf die Hochschulreife.

Ausbildungsinhalte für Metallblasinstrumentenmacher

Die Ausbildung umfasst eine Vielzahl von theoretischen und praktischen Themen. Sie müssen sich mit Musiktheorie ebenso auskennen wie mit der Herstellung von Legierungen. Je nachdem, ob Sie Ihre Ausbildung bei einem Instrumentenbauer oder einem Restaurator beginnen, liegt der Schwerpunkt auf der Historie der Instrumente oder den modernen Absatzmöglichkeiten.

Sie haben auch die Möglichkeit Ihre Ausbildung rein schulisch zu absolvieren und die durch Praktika Erfahrungen zu holen.

Ausbildungsaufbau für Metallblasinstrumentenmacher

In den ersten beiden Jahren der Berufsausbildung lernen Sie die Grundlagen Ihrer späteren Tätigkeit. Das beginnt dabei, dass Sie berechnen müssen, wie viel Material Sie für ein bestimmtes Instrument brauchen. Daraus und aus dem Aufwand für Ihre Arbeitszeit berechnet sich der Preis für das fertige Instrument.

Da Sie es mit potentiell gefährlichen Techniken zu tun haben, ist die Unfallprävention sehr wichtig. Sie lernen während Ihrer Ausbildung, wie Sie korrekt mit verschiedenen Werkzeugen wie Lötkolben und Maschinen umgehen.

Im dritten Ausbildungsjahr können Sie Instrumente schon selbst zusammensetzen und dürfen sich jetzt auch an die Restauration von Metallblasinstrumenten heranwagen, die einen hohen historischen Wert haben.

Zusatzqualifikationen für Metallblasinstrumentenmacher

Neben dem „Europaassistenten im Handwerk“, bei dem Sie für einige Wochen im Ausland arbeiten und so Ihre Sprachkenntnisse verbessern, werden für Metallblasinstrumentenmacher folgende beiden Zusatzqualifikationen angeboten:

CNC-Fachkraft: Dabei lernen Sie mit CNC-Maschinen umzugehen und sie zu programmieren.

Betriebsassistent im Handwerk: Für diese Zusatzqualifikation brauchen Sie die Fachoberschul- oder Hochschulreife. Wenn Sie die vorweisen können, erwerben Sie kaufmännische Kenntnisse, die Sie für Ihre Karriere im Betrieb oder für eine Existenzgründung nutzen können.

Weiterbildungen für Metallblasinstrumentenmacher

Sie können Sich nach Abschluss der Ausbildung zum Metallblasinstrumentenmachermeister weiterbilden. Für die Vorbereitungskurse sollten Sie etwa 1,5 bis 2 Jahre einplanen. Es werden Kurse in Voll- und in Teilzeit angeboten.

Sie können auch ohne Vorbereitungskurs zur Meisterprüfung antreten. Dafür sollten Sie aber genau wissen, was auf Sie zukommt und sich intensiv im Selbststudium darauf vorbereiten.

Wenn Sie Ihren fachlichen Horizont erweitern wollen, können Sie sich auch für ein Studium entscheiden. Im Fach Musikinstrumentenbau bekommen Sie mehr Wissen über die theoretischen Grundlagen, die dafür verantwortlich sind, wie Instrumente klingen.

Darüber hinaus gibt es verschiedene Weiterbildungen wie den technischen Fachwirt oder den staatlich geprüften Gestalter.

Zukunftsaussichten für Metallblasinstrumentenmacher

Gute Metallblasinstrumente können mehrere Tausend Euro kosten. Dafür müssen Sie als Metallblasinstrumentenmacher aber auch lange arbeiten. Sie müssen sich bewusst sein, dass Sie Ihre Instrumente nicht für einen Massenmarkt herstellen und häufig auf individuelle Wünsche von Kunden eingehen müssen. Alles in allem bekommen Sie damit einen Nischenberuf, bei dem Sie wahrscheinlich nicht reich werden, aber Ihr Auskommen haben.

Ein paar wenige Metallblasinstrumentenmacher werden fest bei Museen und anderen Institutionen angestellt, die sich um historische Instrumente kümmern. Andere kommen bei einem Musikinstrumentenhersteller unter.

Gehalt als Metallblasinstrumentenmacher

Während der Ausbildung liegt Ihr Gehalt bei 400 bis 550 Euro brutto im Monat. Auch danach können Sie kein besonders hohes Einkommen erwarten. Metallblasinstrumentenmacher verdienen als Berufseinsteiger im Durchschnitt 1.700 bis 2.200 Euro im Monat. Sie können natürlich auch weit mehr verdienen, wenn Sie sich einen guten Namen unter Musikern gemacht haben und Ihre Instrumente in Orchestern auf der ganzen Welt zum Einsatz kommen.

Bildquelle: © Zerophoto – Fotolia.com

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