Vattenfall AB gilt als einer der größten europäischen Stromerzeuger und Wärmeproduzenten und gehört dem schwedischen Staat.
Demzufolge ist auch die deutsche Vattenfall GmbH (früher Vattenfall Europe) eine Tochtergesellschaft in schwedischer Hand.

2015 arbeiteten in der deutschen Tochtergesellschaft rund 15.000 Personen, in ganz Europa waren es auf Skandinavien, Deutschland, die Niederlande und Großbritannien verteilt, sogar 30.000.

Neben dem Energiehandel kümmert sich Vattenfall vor allem um die Strom- und Wärmegewinnung aus Wind-, Kohle- und Wasserkraft sowie die aus Biomasse, Kernenergie und Erdgas.
Die Strom- und Wärmekette werden von Erzeugung über die Distribution und den Vertrieb komplett von Vattenfall betreut; Gas wird lediglich vertrieben.

Darüber hinaus setzt sich Vattenfall aber auch für die Erforschung und Entwicklung neuer Technologien ein, um in der Wind- und Wasserkraft, der Biomasse und Elektromobilität zukunfts- und konkurrenzfähig zu bleiben – ist als Arbeitgeber im technischen Bereich also durchaus einen genaueren Blick mit der Lupe wert.

Übersicht:

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Nebenjob

Ein Nebenjob bei Vattenfall lohnt sich auf alle Fälle – aber besonders dann, wenn man als Werkstudent arbeiten möchte.
Denn dadurch hat man die Möglichkeit, seine eigenen theoretischen Kenntnisse direkt in einem praktischen Projekt anzuwenden und somit zusätzliche Arbeitserfahrungen zu sammeln. Und gut zwölf Euro brutto pro Stunde sind ebenfalls nicht verkehrt, oder…?

Vorteilhaft dabei: Man kann sich sowohl auf ausgeschriebene Stellen als auch initiativ bewerben und nach Rücksprache mit der eigenen Universität nach einem Okay von Vattenfall jederzeit einsteigen.

Die Arbeitszeiten belaufen sich auf maximal 20 Wochenstunden in der Vorlesungszeit; während der Semesterferien sind sogar bis zu 37 Stunden pro Woche denkbar.

Wie lange man genau bei Vattenfall arbeiten und ob man dort auch seine Bachelor- oder Masterarbeit schreiben möchte, lässt sich individuell verabreden. In den meisten Fällen ist eine Anstellungsdauer von drei bis sechs Monaten die gängigste Variante.

Karriere

Eine Karriere bei Vattenfall mit einem Fass ohne Boden gleichzusetzen, klingt im ersten Moment deutlich negativer als sie tatsächlich ist.
Überhaupt bietet sich der Vergleich nur aufgrund einer Tatsache an – die Auswahlmöglichkeiten sind enorm!

Woran das liegt? Vattenfall bietet nicht nur Schülern und Studenten die Aussicht auf ein berufliches Zuhause, sondern ist auch bei Trainees und bereits berufserfahrenen Bewerbern sehr gefragt.

Im Bereich Studium und Ausbildung (genauere Angaben in der dazu gehörenden Rubrik) hat man die Wahl zwischen 13 Berufsabschlüssen im technischen und kaufmännischen Bereich sowie zwischen acht verschiedenen Studienabschlüssen, die jeweils mit einer Ausbildung verbunden werden.

Zusätzlich finden seit 2004 jedes Jahr internationale Trainee-Programme in Schweden, Dänemark, Finnland, Großbritannien, den Niederlanden, Deutschland und Polen statt.

Innerhalb dieses Programms lernen die Trainees unter anderem die Bereiche Sales, Finances, Nuclear, Wind, Renewables und IT kennen und besuchen innerhalb eines Jahres vier internationale Seminare, in denen es vor allem um Selbst-, Menschen- und Unternehmensführung geht.

Um Trainee bei Vattenfall zu werden, sollte man einen technischen oder wirtschaftlichen Studienabschluss in der Tasche haben, sehr gute Englischkenntnisse besitzen, eine hohe Reisebereitschaft an den Tag legen und sich für andere Sprachen als Deutsch und Englisch begeistern können.

Darüber hinaus ist Vattenfall aber auch immer auf der Suche nach berufserfahrenen Mitarbeiter für die verschiedensten Positionen; besonders gute Karten bei Bewerbungen haben Absolventen in den Bereichen:

  • Elektrotechnik, Energietechnik, Maschinenbau,
  • Umwelttechnik, Umweltingenieurwesen oder Verfahrenstechnik,
  • Bergbau, Hydrologie, Geologie,Geotechnik / Wirtschaftsingenieurwesen,
  • Bauingenieurwesen,
  • Informatik, Informations- oder Nachrichtentechnik,
  • Physik, Chemie(-ingenieurswesen) oder (Wirtschafts-)Mathematik und
  • Betriebs- oder Volkswirtschaftlich.

Ausbildung

Wer bei Vattenfall in Deutschland eine Ausbildung anfangen will, dem stehen verschiedene Standorte (unter anderem in Berlin, Hamburg und in der Lausitz) sowie 13 verschiedene Ausbildungsberufe und acht duale Studiengänge zur Verfügung.

Im technischen Bereich bedeutet das vor allem Ausbildungen zum:

In kaufmännischer Hinsicht zählen dazu die Ausbildungen für:

  • Kaufleute für Büromanagement und
  • Industrielaufleute und

darüber hinaus kann man sich auch zum:

ausbilden lassen.

Alle Ausbildungen nehmen drei bis dreieinhalb Jahre Zeit in Anspruch und setzen einen guten Hauptschulabschluss, besser aber noch die Mittlere Reife, ein ausgeprägtes technisches oder kaufmännisches Verständnis und Interesse und selbstständiges Mitdenken und -arbeiten voraus.

Alternativ kann man ein duales Studium in den Bereichen:

  • Bachelor of Science Business Administration (sechs Semester)
  • Bachelor of Arts Betriebswirtschaftslehre / Industrie (sechs Semester)
  • Bachelor of Engineering industrielle Elektrotechnik (sechs Semester)
  • Diplom-Ingenieur Elektrotechnik (sechs Semester)
  • Kooperative Ingenieurausbildung (5 Jahre – Studium an der FH inklusive Berufsausbildung)
  • Bachelor of Engineering, Studiengang Bauwesen (sechs Semester)

absolvieren.

Bedingungen, um dazu zugelassen zu werden, sind ein (Fach-) Abitur mit einem Notendurchschnitt von 2,0 oder besser inklusive mindestens 10 Punkten in Mathematik und Deutsch im Bewerbungszeugnis, eine gute Allgemeinbildung, Flexibilität, Offenheit, Teamgeist und ein ausgeprägtes Selbstmanagement.

Gehalt

Die Gehälter bei Vattenfall hängen weitgehend davon ab, in welcher Position man sich befindet, wie selbstständig man arbeitet und wie viel Verantwortung man trägt.

Somit ergibt sich für:

  • ausführende Angestellte ein Monatsbruttolohn von etwa 4.300 €,
  • qualifizierte / gehobene Angestellte ein Monatsbruttolohn von circa 5.050 € und
  • leitende Angestellte ein Monatsbruttolohn von 5.400 €.

Bei Werkstudenten hängt das Gehalt von der individuell verabredeten Arbeitszeit ab: Bei einer 20-Stundenwoche und 12 € pro Stunde käme man also auf bis zu 960 € im Monatsbrutto; bei 37 Stunden à 12 € wären es bereits 1.776 €.

Auszubildende und duale Studenten „teilen“ sich eine Gehaltsgruppe, die tariflich geregelt ist und erhalten daher immer Gehälter, die den aktuellen Tarifhöhen entsprechen. Für 2016 macht das im:

  • ersten Ausbildungsjahr 843,83€,
  • zweiten Ausbildungsjahr 908,74€.
  • dritten Ausbildungsjahr 973,65€ und
  • vierten Ausbildungsjahr 1.038,56€.

Bildquelle: © vege – Fotolia.com

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