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Mit dem Wegfall der Wehrpflicht kam 2011 auch das „Aus“ für den Zivildienst. Dafür wurde der Bundesfreiwilligendienst eingeführt. Der BFD ergänzt zudem das FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) und das FÖJ (Freiwilliges Ökologisches Jahr). Das Gute ist, dass der Freiwilligendienst keineswegs nur für Jugendliche und junge Menschen gedacht ist, die ihre Vollzeitschulpflicht erfüllt haben und sich für eine freie Stelle bewerben wollen, weil sie weder einen Ausbildungsplatz noch Arbeit gefunden haben, oder weil sie sich beruflich orientieren wollen.

Der BFD ist gleichwohl für Erwachsene gedacht, die älter als 30 sind oder gar der Generation 50 Plus angehören. Gemeinnützige Arbeit zu leisten ist vielen Menschen, die aufgrund ihres Alters (oder aus anderen Gründen) auf dem Arbeitsmarkt nur schwer vermittelbar sind, ein großes Bedürfnis. Somit haben sie die Möglichkeit, überhaupt wieder etwas zu tun und fühlen sich nicht nutzlos.

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Wie lange kann der Bundesfreiwilligendienst von Erwachsenen ausgeübt werden und wo kann man sich bewerben? Hier gibt es Antworten auf diese und andere Frage rund um den BFD für Erwachsene!

Gibt es für den Erwachsenen-Freiwilligendienst eine Altersgrenze?

Wer bereits über 27 Jahre alt ist, kann sich um eine freie Stelle für das jeweilige BFD-Jahr bewerben. Eine Altersgrenze nach oben gibt es nicht. Selbst rüstige Senioren haben die Möglichkeit, den Bundesfreiwilligendienst zu absolvieren.

Am BFD können ebenfalls Frauen und Männer teilnehmen, die sich beruflich neu orientieren wollen, auch weibliche und männliche Vorruheständler und Rentner. Erwachsene, die keiner geregelten Arbeit mehr nachgehen und nur schwer ein Jobangebot finden, sind als freiwillige Helfer gerne gesehen und haben alle Chancen, sich um eine freie BFD-Stelle zu bewerben.

Welche Einsatzbereiche gibt es und in welcher Form können Erwachsene den Bundesfreiwilligendienst leisten?

Ältere Absolventen des Bundesfreiwilligendienstes können in allen Bereichen eingesetzt werden, in denen gemeinnützige Arbeit geleistet werden soll. Dies können Kindertagesstätten, Schulen, Schulhorte, Altenheime, Pflegeheime und Krankenhäuser sein. Als Einsatzstellen kommen überdies alle anderen Institutionen infrage, in denen für die Pflege oder Betreuung von jungen und alten Menschen jede helfende Hand benötigt wird.

Genauere Informationen zu den Einsatzstellen gibt es bei den freien Trägern. Erwachsene, die Interesse am Bundesfreiwilligendienst haben und sich gerne bewerben möchten, finden im Internet die ersten Informationen. Auf den entsprechenden Seiten können überdies die freien Einsatzstellen für das jeweils beginnende BFD-Jahr eingesehen werden. In vielen Fällen ist es möglich, Bewerbungsbögen online auszufüllen und die Bewerbungen per E-Mail zu versenden.

Die wichtigsten Dokumente sind:

  • Lebenslauf (in tabellarischer Form) mit Passbild
  • Bewerbungsanschreiben
  • Bewerbungsbogen (sofern erforderlich)
  • Zeugniskopien und / oder Arbeitgeber-Beurteilungen in Kopie

Der Bundesfreiwilligendienst für Erwachsene beginnt zwischen Juli und Oktober, je nach Träger / Einsatzbereich, und dauert in der Regel zwölf Monate. Bewerbungen für einen freien BFD-Platz können bereits ein halbes Jahr zuvor (noch früher ist immer besser) abgeschickt werden. Oft bietet die Einsatzstelle lange vor Beginn des offiziellen Starts einen „Schnuppertag“ an, an dem die Interessierten einige Stunden zur Probe arbeiten können. Wer ALG II bezieht, sollte dem Jobcenter unbedingt schriftlich mitteilen, wann und wo die Probearbeitsstunden stattfinden.

Ältere Personen, die den Bundesfreiwilligendienst leisten möchten, haben die Möglichkeit, dies für ein Jahr in Vollzeit oder in Teilzeit (mehr als 20 Stunden pro Woche) zu tun. Die Dauer (in der Regel ein Jahr) kann zeitlich auf ein halbes Jahr begrenzt oder um 6 Monate erweitert werden. Neben der gemeinnützigen Arbeit in den Einsatzstellen finden stets Gruppentreffen mit anderen Freiwilligen statt. Die sogenannten Bildungstage (im Schnitt pro Monat ein Tag) sind fester Bestandteil des Freiwilligendienstes.

Fazit:

Erwachsenen, die sich beruflich neu orientieren möchten, bieten sich im BFD viele Möglichkeiten dafür. Für ältere Erwerbslose ist der Bundesfreiwilligendienst eine gute Alternative, um wenigstens für eine gewisse Zeit der Arbeitslosigkeit zu entfliehen, und neue soziale Kontakte zu knüpfen. Überdies gibt es monatlich eine Art Aufwandsentschädigung.

Bildquelle: © Coloures-Pic – Fotolia.com

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