Um was geht es bei einem Studium des Wirtschaftsingenieurwesens? Für welche Personengruppe ist dieser Studiengang geeignet? Wie kann ein Wirtschaftsstudium ablaufen? In welchen Berufen finden Absolventen Arbeit? Welche Karriere- und Verdienstmöglichkeiten haben Wirtschaftswissenschaftler? Diese und mehr Fragen beantwortet der folgende Beitrag.

Übersicht:

  • Wirtschaftsstudium – Zugangsvoraussetzungen
  • Vorkenntnisse und Interessensgebiete
  • Inhalte eines Wirtschaftsstudiums
  • Direktstudium
  • Duales Studium
  • Fernstudium
  • Berufseinstieg
  • Gehalt
  • Perspektiven
  • Existenzgründung

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Wirtschaftsstudium – Zugangsvoraussetzungen

Um an einer Fachhochschule, Hochschule oder Universität das Fach Wirtschaftswissenschaften studieren zu können, ist je nach Ausbildungsstätte und angestrebtem Abschluss (Bachelor oder Master) die Fachhochschulreife oder das bestandene Abitur erforderlich.

Zusätzlich erleichtern folgende Eigenschaften und Kenntnisse den Einstieg in ein Wirtschaftsstudium beträchtlich:

  • Affinität zu Mengen, Größenordnungen und Zahlen
  • Spaß an analytischem Denken
  • Kommunikationsfreude
  • Organisationstalent
  • Flexibilität bezüglich unterschiedlicher Arbeitsaufgaben
  • Wunsch nach beruflicher Sicherheit, verbunden mit exzellenten Karrieremöglichkeiten

Vorkenntnisse und Interessensgebiete

Ein Wirtschaftstudium baut gerade während der ersten Semester auf soliden mathematischen Kenntnissen auf, weil sich daraus komplexe Finanzkalkulationen und Optimierungsaufgaben herleiten lassen.

Obwohl ein BWL-Studium natürlich nicht nur ausschließlich von Abiturienten, die einen Mathematik Leistungskurs absolviert haben, zu schaffen ist, wird von den Dozenten eine gewisse Aufgeschlossenheit gegenüber Mathematik, allem voran Statistik sowie Informatik vorausgesetzt.

Sofern der Studienanfänger dann noch wirtschaftliches Interesse mitbringt und ein bis zwei Fremdsprachen sicher beherrscht, sind weitere wertvolle Voraussetzungen für ein erfolgreiches Wirtschaftsstudium erfüllt.

Inhalte eines Wirtschaftsstudiums

Betriebsweitschaftlehre ist die Schnittstelle zwischen Sozialwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften. Sie geht davon aus, dass alle wirtschaftlichen Prozesse und Strukturen einen ökonomischen Aspekt haben.

So müssen beispielsweise die Kosten für Arbeitskräfte und anfallende Betriebskosten mit dem Ertrag einer Dienstleistung oder Ware in vernünftigem Verhältnis stehen.

Zur Ermittlung des optimalen Einsatzes aller Ressourcen bedient sich die Betriebswirtschaft der drei Hauptelemente Planung, Analyse und Management. Darüber hinaus vermittelt ein Wirtschaftsstudium umfangreiche Kenntnisse der Rechts- und Politikwissenschaften, der Arbeitspsychologie und Soziologie.

Den Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen können Interessierte als Direktstudium, als duales Studium oder als Fernstudium absolvieren.

Direktstudium

Das Direktstudium, oft auch Vollzeitstudium genannt, ist im Grunde die gängigste Studienform. Einem Direktstudium der Wirtschaftswissenschaften gehen in Deutschland mehrere tausend Menschen nach. Sie besuchen unter der Woche an einer Fachhochschule oder Uni 35 bis 40 Vorlesungen und Seminare, was in etwa der Stundenzahl eines Vollzeitjobs entspricht.

Obwohl es sich immer um ein Wirtschaftsstudium handelt, kann der Stundenplan von Bildungseinrichtung zu Bildungseinrichtung recht unterschiedlich sein. Darüber hinaus kann der Student bis zu einem gewissen Grad selbst entscheiden, welche Vorlesungen (=Module) er während des Semesters belegen möchte.

Duales Studium

Diese Art Wirtschaftsstudium verbindet das das Aneignen von theoretischem Wissen mit einer Berufsausbildung oder mit ausgedehnten Praxisphasen in einem Unternehmen. So kann das Studienfach Wirtschaftsingenieurwesen beispielsweise mit einer kaufmännischen Ausbildung oder mit einer Ausbildung als Industriemechaniker gekoppelt sein.

Die Lehrveranstaltungen finden während des Semesters an den Hochschulen statt, während im Unternehmen Praktika absolviert und Studienprojekte abgearbeitet werden.

Fernstudium

Für bereits berufstätige und familiär gebundene Studienanwärter ist möglicherweise ein Fernstudium die richtige Wahl. Hierbei wechseln sich Zeiten des Selbststudiums mit vergleichsweise kurzen Präsenzphasen an der Hochschule oder Uni ab, sodass keine Umzug oder Jobwechsel erforderlich ist.

Der Student erhält nach der Einschreibung alle relevanten Studienmaterialien zugeschickt. Zusätzlich bieten die meisten Bildungseinrichtungen sogenannte virtuelle Lernumgebungen im Internet an. Hier kann mit Unterstützung von Videos oder realen Ansprechpartnern gelernt werden.

An einigen Fern-Unis gibt es auch Studienzentren, an denen sich Studenten zum gemeinsamen Vertiefen des erlernten Stoffes treffen können.

Berufseinstieg

Im Vergleich zu vielen anderen Studienrichtungen werden die Anstrengungen eines Wirtschaftsstudiums mit sehr guten Aussichten auf einen Arbeitsplatz belohnt.

Das liegt vor allem daran, dass die Geschäftsführung eines jeden Unternehmens kaufmännisch versierte Mitarbeiter benötigt. Ob es sich dabei um ein Versicherungsunternehmen, einen Industriebetrieb, ein mittelständiges Handwerksunternehmen, ein Krankenhaus oder um einen Supermarkt handelt, spielt keine Rolle. In allen Betrieben gibt es Arbeitsplätze für angehende Wirtschaftswissenschaftler und Betriebswirte.

Während des Studiums absolvierte Berufspraktika stellen eine wesentliche Grundlage für den erfolgreichen Eintritt in die Berufswelt dar. Absolventen, die bereits während ihres Studiums Erfahrungen in der Praxis sammeln konnten, sind anderen Berufsanfängern einige Schritte voraus.

Auch erfolgreich bewältigte Auslandssemester und wirtschaftsbezogene Praktika im Ausland steigern den Wert des Absolventen auf dem Arbeitsmarkt enorm.

Achtung! Eine attraktive Option zum beruflichen Einstieg in die freie Wirtschaft stellt die rein wissenschaftliche Berufslaufbahn an einem Lehrstuhl der Fachhochschule oder Universität nach Abschluss des Wirtschaftsstudiums dar.

Gehalt

Absolventen eines Wirtschaftstudiums starten in Deutschland mit durchschnittlich 43.000 Euro p. a. ins Berufsleben. Allerdings können die jeweiligen Gehälter in Abhängigkeit von der Tarifbindung, der Größe des Unternehmens, der Branche und der Funktion stark voneinander abweichen. Außerdem spielt der Abschluss (Bachelor, Master, Doktortitel) bei der Gehaltseinstufung eine wichtige Rolle.

Größere Firmen zahlen in aller Regel besser als kleinere. Dazu kommen gerade in Unternehmen mit Tarifbindung weitere Arbeitgeberleistungen, wie Jobtickets, Betriebsrenten, kostenfreie Kinderbetreuung, günstiges Kantinenessen oder Zuschüsse zu Versicherungen hinzu.

Zudem bestehen in großen Unternehmen und Konzernen für Wirtschaftswissenschaftler erheblich bessere Aufstiegschanchen. Führungserfahrung und längere Auslandseinsätze wirken sich auf die Höhe des Gehaltes ebenfalls sehr positiv aus.

Perspektiven

Der Berufseinstieg ist für Menschen, die ein Wirtschaftsstudium erfolgreich absolviert haben, häufig der Beginn einer erfolgreichen Karriere. Wer fachlich auf dem Laufenden bleibt, sich Entwicklungen anzupassen vermag und das eigene Wissen permanent ergänzt, ist auf dem Arbeitsmarkt eine gefragte Person mit besten Aufstiegschancen.

Wer die Möglichkeit hat, internationale Erfahrungen zu sammeln, sollte das unbedingt tun. Nicht nur die besseren Fremdsprachenkenntnisse, sondern auch das Wissen um internationale wirtschaftliche Zusammenhänge eröffnen interessante Perspektiven.

Die rasante Entwicklung innovativer Branchen, wie Elektrotechnik, Automobilbau, Informatik und Bauwesen stellt Wirtschaftsingenieure permanent vor neue Herausforderungen. Weil sie fachübergreifend arbeiten, müssen sie sich ständig neu in die Fachgebiete einarbeiten und ihr Wissen erweitern. Dabei ist das Themenspektrum breit gefächert. Es reicht von der Unternehmensplanung, über die Mitarbeiterführung bis hin zum Controlling.

Existenzgründung

Eine Alternative zum Angestelltenverhältnis stellt der Schritt in die Selbstständigkeit dar. So haben Absolventen eines Wirtschaftsstudiums die Möglichkeit, sich mit einem Ingenieurbüro für Projektmanagement oder mit einem Beratungsbüro eine solide, eigene Existenz aufzubauen.

Bildquelle: © andreas130 – Fotolia.com

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