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Leider werden ein den südöstlichen Kulturen auch heute noch viele Frauen nicht gerade respektvoll behandelt: In der Provinz Tachar wurde im vergangenen Jahr beispielsweise eine 21-jährige schwangere Frau fast zu Tode geprügelt und verstümmelt – die Täter waren ihr eigener Ehemann sowie dessen Mutter und Schwester…

Tachar: In Tachar, einer Provinz im Norden Afghanistans, wurde eine junge Schwangere im vergangenen Juli zum Opfer einer schrecklichen Gewalttat. Sie wurde von ihrem eigenen Ehemann angegriffen – und das ohne einen ersichtlichen Grund.

Gefesselt und misshandelt

Der Mann schlug auf die junge Frau mit einem großen Stock ein. Anschließend nahm er eine Schere, um ihr die Haare abzuschneiden. Der Kopf der jungen Frau wurde zu einem Großteil kahl geschoren. Dies berichtete das Opfer später gegenüber dem britischen Sender BBC in einem Interview. Doch die qualvolle Tortur hatte für die 21-Jährige gerade erst begonnen…

Gemeinsam mit seiner Mutter und seiner Schwester fesselte der Ehemann die Frau. Danach schlugen die Peiniger zu dritt auf die Schwangere ein. Schließlich führten sie an ihr auf brutalste Weise eine sogenannte „Beschneidung“ durch – hierbei handelt es sich um eine schmerzvolle und nicht ungefährliche Vorgehensweise, bei der die äußeren weiblichen Geschlechtsorgane vollständig entfernt oder verstümmelt werden.


Der Vorfall konnte später von der Frauenabteilung der Landesregierung von Tachar gegenüber dem afghanischen Nachrichtensender Tolo News bestätigt werden. Es wurden Bilder vom Opfer veröffentlicht, die die schweren Verletzungen des Opfers dokumentieren.

Baby der Schwangeren infolge der Misshandlung gestorben

„Die medizinischen Untersuchungen haben gezeigt, dass das Baby infolge der Misshandlungen gestorben ist“, erklärte einer der behandelnden Ärzte gegenüber Tolo News. Der Ehemann der jungen Frau war nach dem Vorfall geflohen – seine Mutter und Schwester konnten nicht festgenommen werden und befinden sich derzeit in Kabul.

Leider sind Gewalttaten an Frauen keine Seltenheit in Afghanistan. So wurde am selben Tag unter anderem eine 20 Jahre alte Frau erschossen, weil man ihr eine Affäre vorwarf. Auch sie soll zum Zeitpunkt der Tat schwanger gewesen sein.

Ein weiterer Fall im vergangenen Jahr sorgte ebenfalls für weltweite Schlagzeilen: Eine 14-Jährige wurde zuerst gefoltert und dann bei lebendigem Leibe verbrannt, und zwar als Rache für eine Tat ihres Vaters. Dieser soll nämlich zwei Jahre zuvor eine Cousine des späteren Ehemanns des Mädchens geheiratet haben, ohne die Erlaubnis der Familie. Seine eigene Tochter lieferte er danach als eine Art Tauschware im Gegenzug an die Familie seiner Braut aus.

Beitragsbildquelle: © Wellnhofer Designs – Fotolia.com

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