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Gesundheitliche Einschränkung, krankheitsbedingter Ausfall oder beruflich starke Auslastung: Es gibt unterschiedlichste Gründe, warum Menschen auf die Unterstützung einer Haushaltshilfe angewiesen sind oder ihre Dienste gerne in Anspruch nehmen, um selber im Alltag etwas entlastet zu werden. Wenn Sie anderen Menschen genau diese Hilfe zukommen lassen wollen, dann finden Sie in diesem Artikel alle wichtigen Informationen zur Tätigkeit der Haushaltshilfe und wie man den richtigen Weg in den Beruf findet.

Übersicht:

  • Tätigkeiten einer Haushaltshilfe
  • Anforderungen an die Person
  • Ausbildung & Lehrgänge
  • Beschäftigungsmöglichkeiten
  • Anmeldung als Haushaltshilfe
  • Verdienstmöglichkeiten

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Haushaltshilfe anmelden

Haushaltshilfe anmelden

Was macht eine Haushaltshilfe?

Haushaltshilfen – auch gerne als „Perlen“ bezeichnet – unterstützen, ganz allgemein formuliert, bedürftigen Menschen bei der Bewältigung des Alltags. Dabei kann es sich um den pflegebedürftigen Mann handeln, der aktuell – oder auf Dauer – nicht alleine einkaufen und kochen kann.

Das können aber auch die berufstätigen Eltern von drei Kindern sein, die neben dem Job und Nachwuchs nicht mehr zum Putzen kommen. Der Aufgabenbereich einer Haushaltshilfe ist nicht zwingend eng gesteckt, für gewöhnlich unterstützen sie aber beim Putzen im Haushalt, beim Wäschewaschen, Einkaufen und Kochen sowie bei der Gartenarbeit – häufig kleinere Aufgaben wie Blumen gießen oder Rasen mähen.

Weitere Tätigkeiten

Je nach Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Haushaltshilfe, in erster Linie bei privaten Verträgen, kann auch das Abholen der Kinder aus dem Kindergarten sowie die Betreuung des Nachwuchses Teil der Aufgaben sein. Weiterhin begleiten einige Haushaltshilfen bei Spaziergängen, Arztbesuchen oder Behördengängen.

Anforderungen an eine Haushaltshilfe

Die Anforderungen an eine Haushaltshilfe können sehr unterschiedlich sein. Nur als Beispiel: Haushaltshilfe A begleitet eine Person auf dem Weg zum Einkaufen, damit sie nicht stürzt und jemand die Lebensmittel trägt.

Haushaltshilfe B begleitet nicht nur zum Supermarkt, sondern berät auch bezüglich des Einkaufs aus ernährungswissenschaftlicher Sicht. Derlei Anforderungen werden nicht grundsätzlich an alle Haushaltshilfen gestellt, sondern variieren im Einzelfall.

Grundsätzlich sollte sich eine Haushaltshilfe mit ihren Tätigkeiten auskennen. Da viele Haushaltshilfen vor allem bei der Hausreinigung behilflich sind, sollten sie sich daher mit den richtigen Reinigungsmitteln auskennen, auch Wäsche ordnungsgemäß waschen können sowie die Bügelwäsche nicht anbrennen lassen.

Persönliche Eigenschaften

Zu den Anforderungen an eine Haushaltshilfe gehören auch folgende Eigenschaften: Pünktlichkeit, Vertrauenswürdigkeit, Gründlichkeit und Zuverlässigkeit ebenso wie Ausdauer, Selbstständigkeit und Sorgfalt.

Da eine Haushaltshilfe unter Umständen auch sehr eng mit ihren Arbeitgebern zusammenarbeitet, sind auch Freundlichkeit und Kontaktfähigkeit von Vorteil. Gleichzeitig sollte man sich aber auch nicht in den Vordergrund drängen.

Wichtig: Eine Haushaltshilfe arbeitet in der Regel auf Stundenbasis, vorteilhaft ist es daher möglichst lange zu arbeiten. Allerdings kommt es bei vielen Arbeitgebern nicht gut an, wenn man langsam arbeitet.

Es gilt daher effizient zu sein, ohne dass die Gründlichkeit darunter leidet. Ein gesundes Mittelmaß muss gefunden werden.

Wie wird man Haushaltshilfe?

Für die Arbeit als Haushaltshilfe wird keine berufliche Ausbildung vorausgesetzt, wenngleich oftmals eine Ausbildung als HauswirtschafterIn mitgebracht wird. In der Regel wird lediglich vorausgesetzt, dass man Erfahrungen in der häuslichen Reinigung hat. Dies gilt auch für die meisten Vermittler von Haushaltshilfen.

Ausbildung als HauswirtschafterIn

Die berufliche Ausbildung in den Bereichen Hauswirtschaft und Landwirtschaft ist offiziell anerkannt und dauert im Normalfall drei Jahre.

Je nach Ausbilder gibt es die Möglichkeit verschiedene Bereiche in der Ausbildung zu vertiefen: hauswirtschaftliche Betreuung und Versorgung von Personen in Privathaushalten und Einrichtungen oder die Versorgung und Betreuung in landwirtschaftlichen / hauswirtschaftlichen Betrieben.

Die Berufsausbildung wird mit rund 640 Euro bis 940 Euro (1. bis 3. Lehrjahr) vergütet.

Spezielle Lehrgänge

Es gibt auch spezielle Lehrgänge an Fachhochschulen, die zur Haushaltshilfe ausbilden. Hierbei werden meist spezielle Kenntnisse in den Bereichen Ernährung, Mobilität im Alter, Erkrankungen und psychische Gesundheit vermittelt.

Die Kosten für einen solchen Lehrgang sind bei rund 150 Euro relativ gering. Die Investition lohnt sich, zumal man als Haushaltshilfe anschließend spezielle Unterstützung bieten kann.

Beschäftigungsmöglichkeiten für Haushaltshilfen

Zu den häufigsten Arten von Beschäftigungen zählt sicherlich die Unterstützung von Privatpersonen, also als Haushaltshilfe in Privathaushalten. Hier gibt es die Möglichkeit als Minijobber auf 450-Euro-Basis zu arbeiten, zum Beispiel als Nebenberuf, oder sich selbstständig zu machen, wenn der Verdienst über 450 Euro liegt und man für mehrere Privatpersonen Hilfe anbietet.

Alternativ kann man in Reinigungsfirmen angestellt werden, die dann die Personen zu den Auftraggebern schicken. Ebenfalls weit verbreitet ist die Vermittlung durch einen Anbieter, der je nach Seriosität auch die Sozialversicherungspflicht gewährleistet.

Auch Betriebe und Unternehmen suchen nach Haushaltshilfen, wobei sich wahrscheinlich in den meisten Fällen um eine Putzstelle handelt.

Anmeldung als Haushaltshilfe

Nach Schätzungen der Minijob-Zentrale der Deutschen Rentenversicherung arbeiten mehr als 90 % der Haushaltshilfen in Deutschland schwarz, also ohne Steuern und Sozialversicherungen zu zahlen.

Viele Menschen glauben, sie würden sich damit einen Gefallen tun, denn immerhin hat man dann keine Abgaben zu leisten. Doch das ist ein Trugschluss, denn man verzichtet gleichzeitig auch Rentenversicherungsansprüche und eine Unfallversicherung.

Darüber hinaus – und das ist sicherlich einer der wichtigsten Gründe, warum man sich als Haushaltshilfe anmelden soll – handelt es sich dabei um Schwarzarbeit, was kein Kavaliersdelikt, sondern eine Ordnungswidrigkeit ist, die mit bis zu 5.000 Euro Bußgeld belegt wird.

Sofern man einen 450-Euro-Job übernehmen möchte, was problemlos neben dem Hauptberuf möglich ist, muss man sich vor Beschäftigungsbeginn bei der Minijob-Zentrale anmelden.

Diese Anmeldung wird von Arbeitgeber und Haushaltshilfe ausgefüllt und unterzeichnet. Der Arbeitgeber leistet dann einen geringen Beitrag zur Rentenversicherung, monatlich lediglich 14,44 % vom Arbeitslohn. Das macht bei 120 Euro im Monat gerade einmal rund 18 Euro aus.

Übrigens: Die Ausgaben für eine Haushaltshilfe kann der Auftraggeber von der Steuer absetzen, bis zu 510 Euro, maximal 20 % der Ausgaben. Unter Umständen kann die Beschäftigung einer angemeldeten Haushaltshilfe nach allen steuerlichen Abzügen sogar günstiger sein als eine illegale.

Merke: Die Ausgaben für eine schwarz beschäftigte Haushaltshilfe kann man nicht absetzen.

Verdienstmöglichkeiten für Haushaltshilfen

Grundsätzlich sei gesagt: Jede Haushaltshilfe, die in einem privaten Haushalt tätig ist, hat Anspruch auf Mindestlohn, so wie es das Gesetz seit 2015 vorsieht. Das bedeutet 8,50 Euro sind die Untergrenze des Stundenlohns.

In der Praxis zahlen aber viele private Arbeitgeber mehr – meist zwischen 10 und 15 Euro. Bei einigen wirtschaftlichen Betrieben kann der Stundenlohn sogar bei 16 Euro liegen.

Wie viel eine Haushaltshilfe im Monat verdient, hängt natürlich von der Stundenzahl ab. Wer sich lediglich einen Zuverdienst als Minijobber sucht, erhält monatlich nur 450 Euro extra.

Arbeitet man aber Vollzeit als Haushaltshilfe für mehrere Auftraggeber liegt der Verdienst deutlich höher. Bei einem Stundenlohn von 15 Euro läge der Monatsverdienst zwischen 2.300 und 2.500 Euro brutto.

Zum Vergleich: Mit diesem Monatsgehalt verdient man etwa so viel wie ein Physiotherapeut, ein Altenpfleger, ein Straßenbauer oder Busfahrer. Auch Lastwagenfahrer, Reisebürokaufleute und Dachdecker erhalten ein ähnlich hohes Gehalt.

Das zeigt:

Ein Job als Haushaltshilfe ist nicht wie vielfach immer angenommen wird eine schlecht bezahlte Tätigkeit. Ganz im Gegenteil: Setzt man die Investition (zeitlich und finanziell) der Ausbildung zum Verdienst ins Verhältnis, ist der Job als Haushaltshilfe schnell zu erlernen und eine gute Verdienstmöglichkeit.

Bildquelle: © BillionPhotos.com – Fotolia.com

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