Heimarbeit am

Wer nebenbei Geld verdienen möchte, der kann das auch in der äußerst beliebten Form der Heimarbeit tun. Gemütlich Geld verdienen von zuhause aus: Doch ganz so einfach ist das alles längst nicht. Schließlich gibt es nicht nur einige rechtliche Dinge, die man beachten muss – auf dem Weg zu einem guten Nebenjob in Heimarbeit gibt es auch jede Menge Tücken und unseriöse Anbieter. In diesem Artikel erfahren Sie alles, was Sie unbedingt zum Thema „Nebenverdienst in Heimarbeit“ wissen sollten.

Nebenverdienst in Deutschland

Nebenjobs sind ein äußerst begehrtes Gut in Deutschland. Obwohl viele bereits einem lukrativen Job nachgehen, möchte sie ihr Einkommen noch ein wenig aufbessern. Und bei dem breiten Spektrum an Nebenjobmöglichkeiten ist das auch kein wirkliches Problem. Natürlich wollen auch Studenten, Schüler, Arbeitslose und Geringverdiener aus der Nebenverdienstmöglichkeit profitieren. Denn: Die Grundregelung in Deutschland besagt, dass grundsätzlich jeder das Recht hat, einer nebenberuflichen Tätigkeit nachzugehen.

Doch ganz so einfach ist das meist nicht. Denn mit dem Verdienst stellen sich einem auch zugleich mehrere Fragen:

  • Muss ich meine Tätigkeit anmelden?
  • Muss ich von meinem Nebenverdienst Steuern zahlen?

Bei einem Nebenverdienst aus Heimarbeit erweitert sich der Fragenkatalog schnell:

  • Bin ich angestellt, selbstständig oder freiberuflich?
  • Muss ich meine Tätigkeit bei den Ämtern melden? Und wenn ja, bei welchen?

Spezialform Heimarbeit: Nebenverdienst von Zuhause aus

Heimarbeit ist eine besondere Form der Arbeit. Sie bezeichnet die Berufstätigkeit von Zuhause aus. Dabei gibt es zwei Formen der Heimarbeit. Zum einen die selbstständige und zum anderen die unselbstständige. 

Eine unselbstständige Heimarbeit ist eine Form der Lohnarbeit und liegt dann vor, wenn der Arbeitsplatz entweder in einer eigenen Wohnung oder aber in einer selbst gewählten Stätte liegt. Der Arbeitgeber stellt einem die eventuellen Produktions- oder Arbeitsmittel zur Verfügung. Die Bezahlung erfolgt in der Regel pro Stunde oder pro Stück.

Selbstständige Heimarbeit hingegen grenzt sich dahingehend ab, dass sie unabhängig von einem Arbeitgeber funktioniert. Ein Kunde kann die Arbeit jedoch in Auftrag geben. Bei selbstständigen Heimarbeitern spricht man häufig auch von „Hausgewerbetreibenden“.

Möchten Sie von Zuhause aus Geld verdienen?

Welche Varianten gibt es bei Nebenverdiensten in Heimarbeit?

Zunächst einmal muss man wissen, ob man der Nebentätigkeit angestellt nachgeht oder ob man freiberuflich beziehungsweise sogar selbstständig ist. Je nach Nebenjob und Nebenverdienst kann man in einem völlig anderen Konstrukt landen, was wiederum bedeutet, dass man auch anderen gesetzlichen Regelungen unterliegt.

Nebenverdienst in Heimarbeit für Angestellte

Diese Variante ist äußerst einfach. Denn wer angestellt ist und einfach von zuhause aus arbeitet, der erhält seinen Lohn normalerweise wie gewohnt monatlich vom Arbeitgeber. Dieser führt für gewöhnlich auch bereits die Sozialversicherungs- sowie Steuerbeträge ab.

Als Angestellter kommt es im Nebenjob vor allem darauf an, in welchem Umfang man arbeitet, beziehungsweise, wie viel man denn überhaupt verdient. Es gibt nämlich: 

Minijobs (geringfügige Beschäftigungen)

Beim Minijob darf man bis zu einer monatlichen Verdienstgrenze von 450 Euro verdienen. Wer einen Nebenverdienst zu dieser Grenze erzielt, der muss keine Steuern zahlen. Lediglich der Arbeitgeber gibt einen Pauschalbetrag an den Staat ab. Man selbst jedoch kann sein volles Brutto behalten, sofern man die Einzahlung in die gesetzliche Rentenversicherung ablehnt. Ob man dabei in Heimarbeit oder ganz normal in einer Firma arbeitet ist nicht entscheidend. Für beide Varianten gilt das gleiche. Mehr erfahren 

Midijobs (die sogenannte Gleitzone zur normalen Vollzeitbeschäftigung)

Bei Midijobs werden Sozialversicherungsabgaben fällig. Je nach dem, wie viel man verdient, staffelt sich der Sozialversicherungsbeitrag. Bei einem Verdienst von 850 Euro im Monat (was auch die Verdienstgrenze des Midijobs ist) zahlt man schließlich den gewöhnlichen Sozialversicherungssatz. Ab hier beginnt quasi die Vollzeiteinstellung. Und damit das ganz gewöhnliche Angestelltenverhältnis. Mehr erfahren

Nebenverdienst in Heimarbeit für Selbstständige und Freiberufler

Neben der Möglichkeit angestellt für einen Nebenverdienst zu arbeiten, gibt es natürlich noch einige weitere. Eine davon ist die Variante der Selbstständigkeit. Hier wird’s allerdings komplizierter. Denn im Gegensatz zum Angestelltenverhältnis ist eine selbstständige nebenberufliche Tätigkeit nicht immer klar erkennbar. Die folgenden Kriterien bestimmen, ab wann eine Selbstständigkeit vorliegt. 

Hier die Regelung:

Eine Tätigkeit (also auch ein Nebenjob) auf selbstständiger Basis liegt dann vor, wenn man ein Gewerbe betreibt oder aber einer freiberuflichen Tätigkeit nachgeht.

Selbstständig ist man, wenn:

  • man in keiner Form in den Betrieb des Auftraggebers integriert ist
  • man unternehmerisch am Markt auftritt
  • man ein unternehmerisches und ein haftungstechnisches Risiko trägt
  • man auf eigene Rechnung tätig ist
  • man frei in der Wahl des Arbeitsortes ist
  • man selbst über Art und Umfang der Tätigkeit entscheiden kann (klassisch für Heimarbeit)

(Vorsicht: nicht jede Tätigkeit, die selbstständig erscheint, ist auch wirklich eine vom Gesetzgeber anerkannte Selbstständigkeit! Eine sogenannte Scheinselbstständigkeit liegt dann vor, wenn eine erwerbstätige Person auftritt, als sei Sie ein Unternehmen, obwohl sie im Grunde genommen aufgrund ihrer Tätigkeit ein Arbeitnehmer ist.)

Versteuerung selbstständiger Nebenverdienste

Ein Nebenverdienst (egal ob aus Heimarbeit oder nicht), der durch eine selbstständige Nebentätigkeit verdient wird, ist bis zu einem Jahreseinkommen von 410 Euro grundsätzlich komplett steuerfrei. Allerdings gibt es auch einige selbstständige Nebentätigkeiten, bei denen die Freigrenze bei 2.100 Euro pro Jahr liegt. Zum Beispiel gilt das für die Nebenverdienste der Berufsgruppen Betreuer, Pfleger, Erzieher, Ausbilder, Künstler oder Übungsleiter. Auch Angestellte, die nebenberuflich einer ehrenamtlichen Tätigkeit nachgehen, haben einen Steuerfreibetrag von 500 Euro pro Jahr.

Wer sich nebenberuflich selbstständig machen möchte, der verpflichtet sich dazu, seine Einnahmen beim zuständigen Finanzamt anzugeben. Wie viel man verdient spielt dabei keine Rolle. Wichtig ist zu wissen, dass bis zu einer Jahresumsatzgrenze von 17.500 Euro die Kleinunternehmerregelung gilt. Diese beinhaltet, dass Selbstständige, die diese Regelung in Anspruch nehmen, von der Umsatzsteuerpflicht befreit sind. Fallen bei der Nebentätigkeit Kosten und Investitionen an, so kann man diese auch von der Steuer absetzen.

Nebenverdienst in Heimarbeit auf selbstständiger Basis anstelle des Minijobs

Für einen Nebenverdienst aus selbstständigen Verhältnissen gelten einige grundlegende Besonderheiten, die ihn zum 450-Euro-Job unterscheiden. Während man in einem Minijob maximal 450 Euro pro Monat hinzuverdienen darf, sind den Einkünften bei einem Nebenjob auf selbstständiger Basis keine Grenzen gesetzt. Auch hierbei ist es vollkommen egal, ob es sich um eine von Zuhause aus ausgeübte Tätigkeit handelt oder nicht. Ein weiterer grundlegender Unterschied ist, dass man seine Einnahmen leider vollkommen versteuern muss. Dafür jedoch kann man anfallende Kosten und Ausgaben steuerlich geltend machen und von der Steuer absetzen.

Seriosität: Darauf sollten Sie achten

Egal ob selbstständig oder angestellt: Wichtig ist beim Thema Heimarbeit auch, dass man sich einen Nebenverdienst sucht, der seriös ist. Wie so häufig gibt es nämlich auch hier einige schwarze Schafe, denen man besser nicht trauen sollte.


Bevor Sie sich unnötige Schwierigkeiten einhandeln, sollten Sie diesen Artikel lesen, um zu wissen, wie Sie unseriöse Unternehmen von seriösen unterscheiden können.

Mehr erfahren…

Wie kann ich in Heimarbeit sicher Geld verdienen?

Wer auf der Suche nach einem Nebenverdienst in Heimarbeit ist, kann sich natürlich an etablierten und sicheren Möglichkeiten der Heimarbeit orientieren. Dadurch läuft man nicht Gefahr, in Fallen oder Abzocker-Maschen zu tappen. Dadurch, dass etablierte Heimarbeit-Modelle bereits von anderen Heimarbeitern erprobt wurden und weiterhin als Nebenverdienstquelle genutzt werden, gibt es auch im Internet immer genügend Meinungen und Bewertungen, auf die man zurückgreifen kann. 

Eine Variante der Heimarbeit, die wir als sicher und zugleich lukrativ bewerten, ist die Teilnahme an Online-Umfragen von zuhause aus. Auf der folgenden Liste finden Sie zahlreiche Marktforschungsinstitute, die ausschließlich sichere und seriöse Umfragen anbieten, die gut vergütet werden. Mehr erfahren…

Daneben gibt es noch einige weitere erprobte und sichere Möglichkeiten eines Nebenverdienstes in Heimarbeit. Als etabliertes Informationsportal für Nebenjobs, Zuverdienste und insbesondere für Heimarbeit haben wir natürlich auch dazu einen passenden Artikel für Sie:

http://www.heimarbeit.de/heimarbeit/serioese-heimarbeit/

Bildquelle: © Edler von Rabenstein – Fotolia.com

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