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Neben dem Tierpfleger gibt es noch einen weiteren sehr interessanten Beruf, bei dem man viel mit Tieren zu tun hat. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, welche Aufgaben der Tierwirt in seinem Berufsleben vorfindet, wie sein Ausbildungsweg aussieht und was man als Tierwirt verdienen kann. heimarbeit.de wünscht Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Übersicht:

  • Allgemeines zum Beruf
  • Ausbildung zum Tierwirt
  • Studium zum Tierwirt
  • Gehalt des Tierwirts
  • Zukunftsperspektiven für den Tierwirt
  • Allgemeines zum Beruf

Möchten Sie von Zuhause aus Geld verdienen?

Als Tierwirt bezeichnet man die Ausbildung für die Haltung von Rindern, von Schweinen und Geflügel, aber auch für die Schäferei und für die Imkerei. Damit man die Ausbildung zum Tierwirt antreten kann, muss man zuvor ein Berufsgrundbildungsjahr ableisten.

Im zweiten und dritten Ausbildungsjahr verbringt man als Auszubildender dann auf Vollerwerb-Landwirtschaftsbetrieben – allerdings auch nur, wenn man das Berufsgrundbildungsjahr bestanden hat. Die Ausbildung zum Tierwirt endet dann in einer Abschlussprüfung, die sogar staatlich anerkannt ist.

Interessant: Der Tierwirt zählt zu den sogenannten grünen Berufen.

Die Ausbildung zum Tierwirt erfolgt im Übrigen nach einer dualen Ausbildung. Das bedeutet, dass man sowohl im Ausbildungsbetrieb als auch in der Berufsschule lernt. Der Ausbildungsbetrieb soll dem Azubi dabei die praktischen Inhalten vermitteln, während man in der Berufsschule die Theorie lernt.

Der Berufsschulunterricht unterteilt sich dabei in die folgenden Schwerpunkte:

  • Rinderhaltung
  • Schweinehaltung
  • Geflügelhaltung
  • Schäferei
  • Imkerei

Für angehende Imker: Angehende Imker werden nicht wöchentlich in der Berufsschule sitzen, sondern in einem 10-wöchigen Block unterrichtet – und das am Stück!

Was macht ein Tierwirt oder eine Tierwirtin?

Nutztiere wie Rinder, Schweine, Geflügel oder Bienen spielen eine besonderes wichtige Rolle in der Landwirtschaft. An ihre Erzeugnisse werden immerhin sehr hohe Erwartungen gestellt. Deswegen ist es wichtig, dass die Tierwirte hierzulande eine gute Arbeit leisten.

Imkerei: In der Imkerei beispielsweise sind die Tierwirte dafür verantwortlich, dass sie mehrere Bienenvölker betreuen und aufziehen und damit nicht nur hochwertige Nahrungsmittel wie Honig produzieren, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Bestäubung blühender Pflanzen leisten. Die Bienenvölker instand und bei Gesundheit zu halten ist im Übrigen gar keine so einfache Angelegenheit!

Schäferei: Auch Schäfer erzeugen sehr hochwertige Nahrungsmittel, die in ganz Deutschland begehrt sind. Sie versorgen das Land zudem mit Wolle – einem Rohstoff, der hochwertig und vor allem nachwachsend ist.

Geflügelhaltung: Als Tierwirt mit Fachrichtung Geflügelhaltung züchtet, vermarktet und hält man Geflügeltiere. Man kontrolliert permanent die Entwicklung und sorgt dafür, dass die Tiere bei guter Gesundheit sind. Dazu gehört natürlich auch das Reinigen der Käfige, Ställe und Batterien.

Schweinehaltung: Tierwirte mit der Spezialisierung auf Schweinehaltung sind meist in Schweinezucht- und Mastbetrieben tätig. Sie bedienen zum Beispiel automatisierte Fütterungs- und Lüftungssysteme und sorgen für die Gesundheit der Tiere.

Rinderhaltung: Ein weiterer weit verbreiteter Tätigkeitsbereich für die Tierwirte ist die Rinderhaltung. Milch ist eines der beliebtesten Lebensmittel im Supermarkt. Auch das Rinderfleisch wird in ganz Deutschland gern gegessen. Als Tierwirt im Bereich der Rinderhaltung sorgt man für die artgerechte Unterbringung der Tiere, die richtige Ernährung der Rinder sowie um das gesundheitliche Wohlbefinden.

Ausbildung zum Tierwirt

Um zur Ausbildung zum Tierwirt zugelassen zu werden, benötigt man keine bestimmte Schulbildung. Bei den Ausbildungsbetrieben findet man in der Regel überwiegend Auszubildende mit einem Hauptschul- oder mittleren Bildungsabschluss.

Die gesamte Ausbildungszeit umfasst 3 Jahre, wobei (wie Sie nun schon sicher wissen) im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule gelehrt wird, und zwar nach dem sogenannten Dualen System. Als „Dual“ bezeichnet man das Ausbildungssystem deswegen, weil der Azubi praktische Inhalte im Ausbildungsbetrieb selbst und parallel beziehungsweise abwechselnd theoretische Inhalte in der Berufsschule erlernt.

Verkürzung der Ausbildung: Unter bestimmten Umständen ist sogar eine Verkürzung der Ausbildungszeit möglich. Mindestens dauert die Ausbildung hier somit 2 Jahre. Die Voraussetzung für eine Verkürzung der Ausbildung ist eine zuvor bereits abgeschlossene Berufsausbildung oder eine (Fach-) Hochschulreife.

Welche Eigenschaften sollte man mit sich bringen?

Wenn Sie eine Ausbildung zum Tierwirt beginnen wollen, sollten Sie zunächst einmal prüfen, ob Sie auch tatsächlich die persönlichen Voraussetzungen für die Ausbildung besitzen.

Sie sollen:

  • Freude an der Arbeit mit Tieren haben
  • ein technischen Verständnis besitzen
  • Verantwortungsbewusstsein haben
  • selbstständig und engagiert arbeiten können
  • Freude an körperlicher Arbeit haben
  • auch unregelmäßige Arbeitszeiten in Kauf nehmen können

Studium zum Tierwirt

Ein gleichnamiges Studium gibt es leider nicht. Allerdings besteht die Möglichkeit, sich nach der Ausbildung mit einem Studium weiter zu spezialisieren. Natürlich kann man auch schon zuvor ein entsprechendes Studium abgeschlossen haben, mit dem sich in dem Berufsbereich des Tierwirts jede Menge anfangen lässt…

Dann gibt es noch die Möglichkeit, sich nach der Ausbildung mit speziellen Fortbildungen zu spezialisieren. Möglich sind zum Beispiel die Weiterbildungen zum Landwirtschaftsmeister, zum staatlich geprüften Wirtschafter, zum staatlich geprüften Agrarbetriebswirt sowie zu staatlich geprüften Natur- und Landschaftspfleger.

Gehalt des Tierwirts

In diesem Abschnitt möchten wir uns einem besonders interessanten Thema widmen – dem Gehalt des Tierwirts. Dabei beginnen wir schon gleich bei der Ausbildung, denn dies ist immerhin die erste Etappe im Karriereweg des Tierwirts.

Ausbildungsgehalt

Da sich die Ausbildung in insgesamt drei Jahre aufteilt, verdient man wie bei den meisten anderen Ausbildungen nach dem Dualen System von Jahr zu Jahr immer mehr. Im ersten Ausbildungsjahr beginnt man mit einem Ausbildungsgehalt von 630 Euro monatlich. Dieses kann natürlich von Ausbildungsbetrieb zu Ausbildungsbetrieb variieren.

Im zweiten Jahr erhöht sich das Ausbildungsgehalt auf etwa 660 Euro pro Monat. Im dritten und letzten Ausbildungsjahr gibt es dann schon die letzte Erhöhung des Ausbildungsgehalts – hier kann man ca. 710 Euro pro Monat verdienen.

Übrigens: Bei einer zweijährigen Ausbildung (also verkürzt) gelten die Ausbildungsgehälter des zweiten und dritten Lehrjahres.

Einstiegsgehalt

Wenn man mit der Ausbildung fertig ist, erwartet einen natürlich schon ein ganz anderes Gehalt. Fertig ausgelernt kommt es nun darauf an, wie viel Berufserfahrung man hat und vor allem, in welchem Betrieb man einsteigt.

Im Bereich der Landwirtschaft liegt das Einstiegsgehalt eines Tierwirts meist zwischen 1.300 Euro und 1.900 Euro brutto pro Monat. Viel Geld ist das natürlich nicht, weshalb es schlau ist, sich entsprechend fortzubilden und aufzusteigen in der Karriereleiter – sofern das möglich ist.

Im Bereich der Fleischverarbeitung kann man etwas mehr Geld als in der Landwirtschaft verdienen – hier liegt das Einstiegsgehalt bei bis zu 2.100 Euro brutto pro Monat.

Mit Berufserfahrung

Wer schon etwas länger dabei ist und etwas Berufserfahrung gesammelt hat, der kann sich auf ein paar Gehaltserhöhungen im Laufe seines Berufslebens freuen. So sind als Tierwirt bei entsprechender Erfahrung sogar bis zu 2.800 Euro pro Monat möglich. Das geht zum Beispiel, wenn man an einen Tarifvertrag gebunden ist.

Zukunftsperspektiven für den Tierwirt

Auch in Zukunft wird man mit Sicherheit noch immer viele Tierwirte benötigen. Auch wenn durch Maschinen immer mehr Arbeitskräfte abgelöst werden können, wird es wohl auch in vielen Jahren noch einen stetigen Bedarf an Tierwirten geben.

Ein Problem ist allerdings das Gehalt des Tierwirts. Wer sich für den Berufsweg als Tierwirt entscheidet, muss darauf gefasst sein, dass er in den ersten Jahren vermutlich wenig Geld verdienen wird.

Teilweise weniger, als man für ein angenehmes Leben braucht. Das sollte man also unbedingt bedenken. Wer sich dennoch entscheidet Tierwirt zu werden, sollte dies aus tiefster Überzeugung und aus Lust an der Arbeit tun, die auf ihn wartet.

Bildquelle: © Jürgen Fälchle – Fotolia.com

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