Heimarbeit am

Als Usability-Tester in Heimarbeit Geld verdienen, indem man einfach nur aufzeichnet, was man von einer Website, App oder einem Softwareprogramm hält, geht das? Ja, das geht. Hier erfahren Sie, wie viel für Sie dabei herausspringen kann, welche Voraussetzungen Sie dafür erfüllen müssen und was Sie sonst noch darüber wissen sollten.

Überblick:

  • Was ist ein Usability-Test?
  • Was ist Usability?
  • Funktionsweise
  • Vermittlung
  • Mehrere Ebenen
  • Crowd-Testing
  • Ablauf
  • Benchmark-Tests
  • Eyetracking
  • Usability-Tester für medizinische Geräte
  • Verdienst
  • Anbieter
  • Usability.de
  • Scoreberlin.de
  • Nutzerbrille.de
  • rapidusertests.com
  • testbirds.de
  • Uinspect.me
  • usertesting.com
  • applause.de / utest.com
  • Loop11.com
  • Testcloud.io
  • Userzoom.de
  • Kleinere Anbieter
  • Gefahren

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Geld verdienen als Usability Tester: Das müssen Sie wissen!

Geld verdienen als Usability Tester

Was ist ein Usability-Test?

Sie haben bestimmt auch schon einmal erlebt, dass etwas funktioniert, aber total umständlich ist. Wenn Sie sich die Frage gestellt haben, ob man ein Produkt nicht hätte besser machen können oder sogar wissen, wie man es besser machen könnte, sind Sie hervorragend als Usability-Tester geeignet.

Deren Aufgabe ist es nämlich, zu überprüfen, ob die Kunden genauso viel von der Nutzbarkeit (Usability) halten, wie die Entwickler.
Dafür bekommen Sie entweder das fertige Produkt oder einen so genannten Dummy, der die wichtigsten Funktionen bietet, und sollen dieses bewerten.

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Was ist Usability?

Im Gegensatz zu vielen anderen Eigenschaften eines Gegenstands oder einer Software lässt sich die Usability nur schwer messen.

Hier kommen die unterschiedlichsten Faktoren zusammen:

  • Ist das Design ansprechend?
  • Woher weiß man, was zu tun ist?
  • Welche Rückmeldungen bekommt man?
  • Wie ist die Reaktion auf eine fehlerhafte Anwendung?

Jeder hat eigene Schwerpunkte, wenn es um die Bewertung eines Angebots geht und es wird nie gelingen, jeden zufrieden zu stellen.
Aber man kann Fehler und schwierige Punkte finden, die Kunden unzufrieden machen.

Je nach Produkt, das getestet werden soll, reichen manchmal schon eine Handvoll Tester aus, um die meisten Schwachstellen zu finden.

Wie funktionieren Usability-Tests?

Die Branche rund um die Usability-Tests hat sich in den vergangenen Jahrzehnten langsam gewandelt. Früher konnten sich kleine Firmen keine professionellen Usability-Tester leisten. Außerdem herrschte lange die Meinung vor, dass nur die Entwickler kompetent über ein Gerät urteilen können und Probleme sich einfach aus einer falschen Bedienung ergeben.

Große Unternehmen konnten es sich erlauben das Usability-Testing in ihre Forschung und Entwicklung zu integrieren. In eigenen Laboren und Testumgebungen (zum Beispiel Testküchen) untersuchten Wissenschaftler, wie ganz normale Menschen mit den Angeboten umgingen.

Daneben gab es Marktforschungsinstitute, die solche Tests mit zusätzlichen Umfragen verbanden, um bessere Ergebnisse zu erzielen.
Heute ist es in vielen Fällen die einfachste und günstigste Variante einem Usability-Tester das Produkt direkt zuzuschicken und seine Reaktion aufzuzeichnen.

Besonders einfach geht das bei Websites und Software, da das, was der Tester sagt und das, was auf dem Bildschirm passiert, synchron aufgezeichnet werden können.

Wer vermittelt Usability-Tests?

Unternehmen suchen nur noch selten selbst nach Probanden für ihre Usability-Studien. Weitaus häufiger beauftragen sie damit spezielle Firmen, bei denen man sich als Usability-Tester bewerben kann. Der Vorteil ist, dass Produkt und Zielgruppe passend gewählt werden können, wenn die Tester einige persönliche Angaben machen.

Ein Teil der Bezahlung, die die vermittelnde Firma bekommt, wird an die Tester weitergeleitet. Häufig dürfen Sie die getesteten Produkte behalten oder haben die Möglichkeit auf weitere Vergünstigungen oder Gewinne.

Usability-Tests auf mehreren Ebenen

Einige Testanbieter haben Experten in ihrem Mitarbeiterpool, die Schwachstellen benennen und auch beheben können. Wer lange an einer Software arbeitet, leidet irgendwann unter einer gewissen Betriebsblindheit und übersieht möglicherweise etwas, das einem unvoreingenommenen Nutzer sofort ins Auge springt.

Wenn dieser Tester auch noch die Kompetenz mitbringt, den Fehler selbst zu beheben, dann ist das doppelt vorteilhaft für den Hersteller.
Am anderen Ende des Spektrums finden Sie Tests, bei denen die Nutzer danach gefragt werden, welche Funktionalitäten sie gerne hätten.

Dafür muss noch nicht einmal ein Produkt vorliegen.

Crowd-Testing

Bei modernem Usability-Testing spricht man manchmal auch von Crowd-Testing, weil es möglich ist, eine große Menge von Menschen nach ihrer Meinung zu einem Produkt zu befragen.

In der Realität beschränkt sich die Gruppe auf maximal 20 Personen, je nachdem wie komplex der Test ist.
Ein Vorteil des Crowd-Testing ist es, dass man einen Test in viele kleine Abschnitte zerlegen kann, die sich ohne großen Aufwand und damit kostengünstig erledigen lassen.

Wie läuft ein Usability-Test ab?

Im einfachsten Fall kümmert sich ein Usability-Tester um eine Website oder Software. Von seinem Auftraggeber erhält er eine spezielle Software, mit der er aufzeichnen kann, was er sagt und was er tut. Dann spricht er darüber, wie er die Aufgabe erfüllt, die ihm bei dem Test vorgegeben wurde.

In der Regel dauert das zwischen 10 und 30 Minuten.
Die Aufzeichnung wird an den Auftraggeber geschickt, der sie überprüft und an den Produktentwickler weiterleitet.

Benchmark-Tests

Eine zweite Möglichkeit sind so genannte Benchmark-Tests. Dabei geht es darum herauszufinden, ob bestimmte Werte erreicht werden können, die für einen Hersteller wichtig sind.

Wie schnell schafft ein Besucher es eine Bestellung auf einer Website abzuschließen? Welche Funktionen eines Geräts nutzen die meisten Menschen?

Dafür ist die Aufgabenstellung besonders wichtig. In vielen Fällen wird dem Usability-Tester bewusst verschwiegen, was man mit dem Test herausfinden will, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen.

Eyetracking

Abhängig davon, was ein Unternehmen herausbekommen will, werden die Untersuchungsmethoden ausgewählt. Eine Technik, die sich inzwischen etabliert hat, ist das Eyetracking. Bisher ist das noch so aufwändig, dass man es vor allem in Usability-Laboren nutzt, aber wenn die Entwicklung weiter fortschreitet, gibt es vielleicht irgendwann auch Heimanwendungen.

Beim Eyetracking misst man, wo die Usability-Tester hinschauen. Das kann genutzt werden, um zu überprüfen, worauf Leser oder Zuschauer ihre Aufmerksamkeit lenken. Damit fällt es leichter, wichtige Informationen wirkungsvoll zu vermitteln.

Usability-Tester für medizinische Geräte

Wie bei Medikamententest unterliegen die Tests von medizinischen Geräten besonderen Sicherheitsauflagen und finden deshalb meist in speziellen medizinischen Einrichtungen statt.

Daneben gibt es noch ein paar andere Bereiche, die am Rand des gewöhnlichen Usability-Testing liegen. Testpiloten zum Beispiel sind ebenfalls Usability-Tester.

Verdienst

Die Vergütung für Usability-Tests ist im Vergleich zu anderen Tätigkeiten in Heimarbeit recht hoch. Dementsprechend begehrt sind die Stellen als Usability-Tester.

Dank der großen Zahl von Anbietern können Sie damit einen netten Nebenverdienst erwirtschaften.
Beachten Sie aber, dass Sie Ihre Einnahmen als „Sonstige Einkünfte gem. §22 EStG“ angeben müssen.

Diese sind nur bis zu einem Betrag von 256 Euro im Jahr steuerfrei.

Wer bietet Usability-Tests an?

Wenn Sie Interesse daran haben als Usability-Tester zu arbeiten, dann können Sie sich bei speziellen Portalen für Website-Testing bewerben oder bei allgemeinen Usability-Seiten.

Im Folgenden stellen wir Ihnen einige davon vor.

Usability.de

Dieses Unternehmen wurde 2004 als Spezialagentur für Usability und User Experience gegründet und widmet sich der Weiterentwicklung qualitativer Usability-Methoden sowie der Beratung.

Das Unternehmen gibt auch eigene Studien zu aktuell relevanten Themen heraus. Mehr erfahren

Scoreberlin.de

Scoreberlin verspricht eine Aufwandsentschädigung von mindestens 40 Euro pro Stunde, wenn Sie als Usability-Tester an einer Studie teilnehmen. Diese Summe wird als Amazon-Gutschein ausgezahlt.

Dabei werden Online-Befragungen und normale User-Experience-Tests durchgeführt aber keine klinischen Studien. Die Tests werden vor allem in Berlin aber auch bei Partnerunternehmen in ganz Deutschland durchgeführt. Mehr erfahren

Nutzerbrille.de

Nutzerbrille wendet sich vor allem an die Betreiber von Websites und die Programmierer von Apps. Der Service gehört zur 2014 in München gegründeten uxcite GmbH.

Für Usability-Tester stellt das Unternehmen 10 Euro pro Test mit etwa 20 Minuten Aufwand in Aussicht. Wie bei den meisten anderen Anbietern muss man mindestens 18 Jahre alt sein und über einen Computer mit Mikrofon verfügen, um sich als Usability-Tester beteiligen zu können. Mehr erfahren

rapidusertests.com

Bei Rapidusertests bekommen Sie 6 Euro für jeden erfolgreich durchgeführten Test, wobei Sie bis zu 30 Minuten Zeitaufwand einplanen müssen.

Wie bei anderen Usability-Test-Seiten müssen Sie zunächst einen unbezahlten Probetest absolvieren, um zu zeigen, dass Ihre Ausrüstung richtig funktioniert und dass Sie sinnvolle Informationen bieten können.
Danach können Sie pro Monat maximal 8 Tests durchführen. Mehr erfahren

testbirds.de

Neben dem Community-Testing nach Zielgruppe hat testbirds auch IT-Spezialisten in seinem Nutzerpool, die mit geschultem Blick an Software-Tests herangehen.

Beim Testen von Websites und Apps ist es besonders wichtig, dass sie auf allen gängigen Geräten und Betriebssystemen funktionieren. Deshalb sollten Sie Ihre Daten zu Geräten, die Sie nutzen können, immer auf dem aktuellen Stand halten. Mehr erfahren

Uinspect.me

Uinspect ist ein Kofferwort aus „You inspect“, was so viel bedeutet wie „Sie überprüfen“. Das ist genau Ihre Aufgabe bei diesem Anbieter. Wie üblich wird per Mikrofon und Screen Capturing Software aufgezeichnet, was Sie tun und darüber zu sagen haben. Im Anschluss müssen Sie ein paar Fragen schriftlich beantworten.

Der Zeitaufwand liegt bei etwa 15 Minuten, wofür man mit 10 Euro entlohnt wird. Mehr erfahren

usertesting.com

Der Trend des Online-Usertesting kam zuerst in den englischsprachigen Ländern auf. Wenn Sie über die entsprechenden Sprachkenntnisse verfügen, können Sie sich auch als Usability-Tester auf Seiten aus den USA und Großbritannien bewerben. Bei usertesting.com erhalten Sie pro Test 10 Dollar, die Ihnen auf Ihr PayPal-Konto gutgeschrieben werden. Der Zeitaufwand beträgt etwa 20 Minuten pro Test. 

applause.de / utest.com

Mit 7 Jahren Erfahrung und einer großen Anzahl von Testern ist dieser Anbieter einer der bekanntesten auf dem Markt. Durch regelmäßige Fortbildungsangebote und die Möglichkeit sich untereinander auszutauschen, möchte das Unternehmen seine Tester stärker an sich binden und mehr Möglichkeiten bieten.

Für Websitebetreiber bietet das Unternehmen unter anderem den Service Tests bei Seiten durchzuführen, deren Inhalt vertraulich behandelt werden muss. Mehr erfahren

Loop11.com

Auf der englischsprachigen Site loop11 haben Unternehmen verschiedene Möglichkeiten Usability-Tester für ihre Website auszuwählen. Sie können dafür zum Beispiel auch auf eine eigene Liste von Testern zurückgreifen oder nach bestimmten Kriterien filtern. Eine wichtige Kategorie sind dabei Usability-Tester mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen. Mehr erfahren

Testcloud.io

Testcloud teilt seine Usability-Tester in drei Gruppen ein:

  • Casual Tester
  • Developer Tester
  • Profi Tester

Dabei bestimmt die Erfahrung mit Software-Entwicklungen, wie man eingestuft wird. Die Bezahlung läuft bei Testcloud ein wenig anders ab als bei anderen Anbietern, denn hier geht es darum Bugs, also Fehler zu finden.

Pro Bug bekommt man zwischen 2 und 6 Euro. Maximal bekommt man für einen Test Case 15 Euro. Mehr erfahren

Userzoom.de

Userzoom zählt zu den führenden Anbietern für Usability-Tests. Das Unternehmen ist in mehreren Ländern in Europa, in den USA und in Australien vertreten.

Userzoom stellt die Software zur Verfügung, mit der Usability-Tests durchgeführt und verwaltet werden können.

Kleinere Anbieter

Neben den bekannten Unternehmen gibt es im Bereich Usability-Testing auch eine Menge kleinerer Anbieter und 1-Mann-Betriebe, die sich auf ein bestimmtes Gebiet oder eine bestimmte Branche spezialisiert haben.

Da viele Websites bereits lange Wartelisten für Usability-Tester haben, lohnt es sich nach regionalen Agenturen und Usability-Laboren zu suchen und sich dort zu bewerben.

Gefahren

Wer sich bei einem seriösen Usability-Unternehmen bewirbt, kann davon ausgehen, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Die Erfahrungen sind meist positiv und im schlimmsten Fall investiert man etwas Zeit, ohne dafür bezahlt zu werden.

Aus Sicht von Datenschützern ist es aber bedenklich, dass man als Usability-Tester viele persönliche Daten preisgeben muss.

Wenn man keine Garantie bekommt, dass diese Daten nicht weitergegeben werden, können Sie ganz einfach in die falschen Hände geraten.

Beitrag von 2013

Täglich erscheinen neue Softwares und neue Webseiten entstehen. Diese müssen jedoch immer getestet werden, bevor sie Endkunden zur Verfügung gestellt werden. Diese Aufgabe übernehmen Usability-Tester.

Aufgabenfeld

Zum Aufgabenfeld eines Usability-Testers gehört es, Webseiten und Programme auf ihre Benutzerfreundlichkeit hin zu überprüfen. Dies läuft in der Praxis so ab, dass der Usability-Tester ein Programm oder eine Webseite vorgelegt bekommt, diese ausführlich testet und schließlich einen Kommentar und Verbesserungsvorschläge zur Webseite oder zum Programm abgibt.

Meist werden dabei die Aktionen des Testers auf dem Bildschirm gefilmt, damit bei der späteren Analyse genau nachvollzogen werden kann, zu welchem Zeitpunkt er welche Funktion des Programms oder der Webseite genutzt hat.

Manchmal werden auch mit speziellen optischen Geräten, die man in etwa so aufsetzt wie eine Brille, die Augenbewegungen der Usability-Tester verfolgt, um so feststellen zu können, auf welchen Teilen einer Webseite der Blick wie lange verweilt, um so etwa optimale Plätze für Anzeigen oder ähnliches zu ermitteln.

Zu den weiteren Aufgaben eines Testers gehört es, Softwarefehler, so genannte Bugs, aufzuspüren und diese zu dokumentieren.

Qualifikationen

Für eine Tätigkeit als Tester sind keine gesonderten Qualifikationen erforderlich, es reicht aus, etwas im Umgang mit Computern erfahren zu sein.

Sehr ausführliche EDV-Kenntnisse sind sogar eher schädlich als hilfreich, da die Auftraggeber ja eigentlich genau den Blickwinkel eines nicht allzu versierten Anwenders einnehmen wollen, eine Qualifikation wie gar ein Informatikstudium unter Umständen also in einem starken Widerspruch zur Zielsetzung des Usability-Test steht.

Je nach Usability-Test können aber auch bestimmte Spezialqualifikationen gefragt sein: Soll zum Beispiel eine Software für Buchhaltung auf ihre Benutzerfreundlichkeit hin getestet werden, so müssen die Usability-Tester in der Regel über Kenntnisse im Bereich der Buchhaltung verfügen, um am Test teilnehmen zu können.

Verdienstmöglichkeiten

Die Verdienstmöglichkeiten als Tester hängen unter anderem davon ab, ob man fest bei einer Firma beschäftigt ist, die im Auftrag von anderen Firmen solche Tests durchführt, oder ob man nur auftragsweise ein gewisses Honorar erhält.

Während dieses Honorar bei Tätigkeiten vor Ort in der Regel bei nicht unter 35€ je Stunde liegt, ist es bei Usability-Testern, die in Homeoffice über eine Webplattform arbeiten, meist eher bei zirka 20 € je Auftrag. Oftmals setzen die Auftraggeber besondere Anreize, sich auf die Suche nach Bugs, also Softwarefehlern, zu machen, so dass man als Usability-Tester für das Auffinden von Bugs einen nach ihrer Schwere variierenden Bonus erhält.

Fazit

Die Arbeit als Usability-Tester ist eine spannende Tätigkeit für alle, die Freude am Probieren und Testen haben und gerne als erste mit komplett neuen Diensten in Berührung kommen.

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