Studie: Darum sind Deutschlands Impfgegner häufig wohlhabend
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Impfungen ja oder nein? Während die einen teilweise sogar eine Impfpflicht fordern, halten andere stark dagegen. Eines der Hauptargumente der Impfgegner: Lebensgefährliche Substanzen wie Aluminium und Quecksilber bilden die Basis der meisten Impfstoffe. Laut einer wissenschaftlichen Analyse sprechen sich vor allem die wohlhabenderen Gegenden Deutschlands gegen das Impfen aus. Doch woran kann das liegen?

Der Reiche Teil Deutschlands ist gegen das Impfen

Süddeutschland: Boomende Wirtschaft, niedrige Arbeitslosenquote. Bayern und Baden-Württemberg sind Deutschlands reichste Bundesländer. Eine wissenschaftliche Untersuchung zeigte nun, dass sich ausgerechnet in diesen beiden Bundesländern auch die meisten Impfgegner befinden.

Wie sich unter anderem zeigte, sind in den Kreisen Bad Tölz, Rosenheim, in Garmisch-Partenkirchen sowie in den Städten Ravensburg und Freiburg deutlich weniger Menschen gegen die Erreger von Hirnhautentzündungen geimpft, als in anderen teilen Deutschlands.

Insgesamt kamen die Experten zu folgendem Schluss: Erstaunlicherweise ist die Zahl der Impfverweigerer vor allem dort hoch, wo das durchschnittliche Haushaltseinkommen sehr hoch ist.

In der wissenschaftlichen Studie heißt es dazu laut „huffingtonpost.de“: „Besonders im Süden Bayerns und Baden-Württembergs gibt es eine größere zusammenhängende Region, in der die Impfquoten beider Impfungen sowohl im jeweils betrachteten Kreis als auch in den jeweils angrenzenden Kreisen signifikant niedriger waren als im übrigen Deutschland.“

Tatsächlich soll die besonders niedrige Impfquote sogar flächendeckend in den genannten Regionen auftauchen. Warum ausgerechnet die wohlhabenderen Gegenden Deutschlands gegen das Impfen sind, kann nach Ansicht der Experten an mehreren Gründen liegen…

Ärzte im Süden Deutschlands stehen dem Impfen skeptischer gegenüber

Einer der Gründe soll laut Experten die Einstellung der Ärzte im Süden sein. Diese stehen dem Impfen im Durchschnitt deutlichen negativer gegenüber als im restlichen Deutschland. Die Forscher der Studie haben nun den Verdacht, dass auch die Meinung vieler Eltern von der Haltung der Ärzte der betreffenden Regionen abhängt.

Wohlhabende befassen sich mehr mit der Materie

Zudem wird von den Forschern vermutet, dass sich insbesondere die Eltern aus finanziell besser gestellten Milieus sorgfältiger mit der Impfung eines Kindes auseinandersetzen. Viele Eltern recherchieren demnach selbst nach relevanten Informationen, anstatt sich auf die Empfehlungen des Robert Koch Instituts zu verlassen und machen sich dann ein eigenes Bild.

Beitragsbildquelle: © Viacheslav Iakobchuk – Fotolia.com

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