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Immer mehr Arbeitsplätze verschwinden auf dem Arbeitsmarkt. Tausende von Menschen werden entlassen, weil es für sie einfach keine Verwendung in der heutigen Welt mehr gibt. Zu verdanken haben wir das größtenteils dem technischen Fortschritt.

Doch der Fortschritt hat nicht nur Nachteile: Durch ihn entstehen nahezu täglich neue interessante Jobs. Wir zeigen Ihnen in diesem Artikel, was zurzeit die gefragtesten Berufe sind und welche Berufe auch in Zukunft noch immer erstklassige Jobchancen vorfinden werden.

Übersicht

  • Der Stellenmarkt in Deutschland boomt
  • Welche Branchen und Berufe sind derzeit besonders gefragt?
  • Jobchancen: Das sollten Sie wissen!
  • Das sind die gefragtesten Berufe
  • Gefragte Berufe: Arbeit mit Menschen
  • Gefragte Berufe: Technik
  • Gefragte Berufe: Computer und Internet
  • Weitere gefragte Berufe

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Der Stellenmarkt in Deutschland boomt

Warum bekommt man kaum was mit? Man hört zwar, dass die Arbeitslosenzahlen sinken, doch von einem wirklichen Boom bemerkt man nicht wirklich etwas. Tatsächlich haben die Stellenausschreibungen allerdings um unglaubliche 30 Prozent zugelegt seit dem Jahr 2006.

Am Stärksten haben hiervon Facharbeiter und Handwerker profitiert. Doch auch einige Akademiker-Berufe erleben einen starken Aufschwung. Allein für Ingenieure gang es im vergangenen Jahr rund 40.000 Jobangebote, für Betriebswirte rund 22.000 und für Informatiker und Naturwissenschaftler über 17.000.

In anderen Branchen wiederum ist relativ wenig los. Es scheint also, dass die Entwicklung einige Branchen und Berufe deutlich bevorzugt. Doch welche sind das genau?

Welche Branchen und Berufe sind derzeit besonders gefragt?

Vergleicht man die verschiedenen Arbeitsbranchen untereinander, so lässt sich feststellen, dass Zeitarbeitsunternehmen besonders stark profitiert haben. In den Tageszeitungen veröffentlichen sie heute etwa 80 Prozent mehr Stellen im Vergleich zum Jahr 2005.

Dabei fokussieren sich die Zeitarbeitsfirmen zunehmend auf Hochschulabsolventen, obwohl traditionell immer Facharbeiter sowie Bürokräfte im Fokus standen. Insgesamt ist die Nachfrage nach Akademikern um fast 10 Prozent gestiegen. Welche Berufe tatsächlich die begehrtesten sind, zeigen wir Ihnen in diesem Artikel natürlich auch noch.

Jobchancen: Das sollten Sie wissen!

Interessant: Auswertungen zeigen, dass sich nicht besetzte Stellen in Unternehmen negativ auf den Unternehmenserfolg sowie auf die Mitarbeitermotivation auswirken. Klar, denn der Arbeitsdruck der nicht besetzten Stelle verteilt sich auf die anderen Mitarbeiter.

Diese wiederum sind genervt durch die Doppelbelastung und können nicht die Leistung erbringen, die vielleicht wünschenswert wäre. Dadurch wird natürlich auch der Erfolg des Unternehmens gebremst. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass ein Unternehmen gezwungen ist, offene Stellen so schnell wie möglich mit dem richtigen Personal zu besetzen.

Führungskräfte wissen das genau und sind aus diesem Grund bedacht, so schnell wie möglich das richtige Personal einzustellen: Perfekt für Sie! Doch welche Stellen und Berufe betrifft das besonders? Welche Berufe sind besonders gefragt?

Das sind die gefragtesten Berufe

Die nachfolgenden Berufe sind in Deutschland derzeit besonders gefragt. Auch in Zukunft werden Personen mit den nachfolgenden Qualifikationen besonders schnell an gut bezahlte Positionen kommen. Wem etwas an Sicherheit liegt, der sollte sich also einen der folgenden Jobs vorknüpfen…

Gefragte Berufe: Arbeit mit Menschen

Sie sind kontaktfreudig und haben Lust mit Menschen zusammen zu arbeiten? Bei diesen Jobs haben Sie viel Menschenkontakt und haben zudem äußerst gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt!

Nr. 1: Mitarbeiter im Kundenservice

Ein Unternehmen funktioniert nur dann, wenn man Kunden hat – also Leute, die Bereit sind, für die Ware oder Dienstleitung des Unternehmens Geld auszugeben. Und gerade heute ist es umso wichtiger, dass man neuen Kunden sowie bestehenden Kunden einen guten Support bietet, damit diese beim Unternehmen bleiben.

Aus diesem Grund setzt fast jedes Unternehmen auf einen gut ausgebauten Kundenservice. Das Herzstück bilden dabei natürlich die Mitarbeiter im Kundenservice. Sie kümmern sich um die Anliegen der Kunden und sorgen dafür, dass das Unternehmen seinem Ruf gerecht wird. Jobs im Kundenservice sind derzeit besonders gefragt und werden mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in Zukunft sehr präsent sein.

Die Anforderungen an die Mitarbeiter im Kundenservice sind von Unternehmen zu Unternehme sehr individuell. Grundsätzlich benötigt ein Mitarbeiter in der Regel allerdings eine Ausbildung, um kundenorientiert arbeiten zu können. Erfahrungen in Beratung und Vertrieb sind ein zusätzlicher Bonus. Mehr erfahren

Nr. 2: Altenpfleger

Ein weiterer Beruf mit Top-Aussichten ist der Altenpfleger. Schon heute ist das Pflegepersonal mit den vielen alten Menschen in Deutschland überfordert. Zukünftig wird sich dieses Problem sogar noch um ein Vielfaches zuspitzen. Aufgrund des demographischen Wandels erleben wir in Deutschland eine zunehmende Überalterung der Bevölkerung.

Zu viele Menschen werden älter, während zu wenig neue nachgeboren werden. Das führt automatisch dazu, dass es künftig noch viele weitere Jobausschreibungen für Pflegepersonal geben wird, und das bei gleichzeitig schwindender Konkurrenz. In einigen Jahren könnte der Altenpfleger bereits ein sehr gut bezahlter und gefragter Beruf sein.

Schon heute rechnen Experten mit einem Stellenzuwachs, der sich im Bereich von 50.000 bis 60.000 bewegt. Deutlich mehr als die Hälfte der Unternehmen äußern sich besorgt über den wachsenden Fachkräftemangel im Pflegebereich. Mehr erfahren

Nr. 3: Erzieher und Sozialpädagogen

Auch diese Jobs sind mehr als gefragt: Das Bildungsniveau in Deutschland ist verglichen mit anderen europäischen Ländern eher niedrig. Die Schuld hierfür sprechen viele dem Bildungssystem zu. Viele bemängeln, dass Kinder häufig nicht früh und gut genug an das Bildungssystem herangeführt werden. Deswegen sollen in Zukunft mehr Kindertagesstätten errichtet werden.

Hier sollen die Kinder schon in einem frühen Alter für die Schule fit gemacht werden, indem sie mit anderen Kindern spielen. Dafür braucht man natürlich jede Menge gut ausgebildeter Erzieher. Auch diesem Beruf werden in Zukunft besonders hohe Erfolgschancen zugesprochen und schon heute gilt er als einer der gefragtesten überhaupt. Wer gerne mit jungen Menschen arbeitet ist hier bestens aufgehoben. Mehr erfahren

Nr. 4: Ein- und Verkäufer im Einzelhandel

Auch hier sind die Arbeitskräfte gefragt: Der Einzelhandel ist eine der größten Branchen in Deutschland. Hier kaufen die Verbraucher Lebensmittel ein, technische Geräte, Möbel und so weiter. Logisch, dass der Einzelhandel auch in den nächsten Jahren noch weiterbestehen wird.

Interessanterweise sind hier besonders einfache Berufsbilder gefragt: Zum Beispiel Ein- und Verkäufer. Zwar gibt es mittlerweile auch schon automatisierte Arbeitsprozesse, die von Maschinen übernommen werden, doch solange Maschinen die gesamten Arbeitsprozesse noch nicht übernehmen können wird ein Mitarbeiter in diesem Bereich sehr gute Jobchancen vorfinden.

Kontra: Leider sind die Gehaltsaussichten in diesen Jobs nicht besonders rosig. Mehr erfahren

Nr. 5: Krankenschwester

Die Krankenschwestern teilen dasselbe glückliche Schicksal wie die Altenpfleger. Aufgrund des demographischen Wandels werden sie in Zukunft besonders viel zu tun haben. das wiederum bedeutet, dass der Personalbedarf deutlich in die Höhe steigen wird. Schon heute gibt es in Krankenhäusern erhebliche Personalengpässe. Und auch den nächsten Beruf betrifft dieselbe Thematik…. Mehr erfahren

Nr. 6: Ärzte

Hätten Sie es gedacht? Trotz der vielen Medizinstudenten gibt es heute extreme Personalengpässe bei Ärzten, was den Arzt automatisch zu einem der gefragtesten Berufe überhaupt macht. Ein besonders interessanter Grund für den akuten Ärztemangel ist, dass ein großer Anteil der Studierenden weiblich ist.

Meist streben diese nicht die typische Karrierelaufbahn eines Arztes an, sondern wollen sich nach einigen Berufsjahren um den Aufbau einer eigenen Familie kümmern. Und auch aufgrund des demographischen Wandels werden Mediziner händeringend gesucht.

Nicht nur für die Behandlung von Patienten fehlen Ärzte – auch in der freien Wirtschaft wie beispielsweise in Pharmaunternehmen werden Ärzte gesucht.

Die Voraussetzung für diesen Beruf ist in der Regel ein sechsjähriges Medizinstudium. Das ist zum Beispiel die Bedingung für eine Stelle als Assistenzarzt.

Gut für Sie: Der Theorieanteil des Studiums soll in Zukunft sehr wahrscheinlich sogar gekürzt und durch einen größeren Praxisanteil ersetzt werden. So wird das Studium natürlich deutlich angenehmer. Das Einstiegsgehalt für Ärzte liegt im Übrigen bei durchschnittlich 45.000 Euro. Mehr erfahren

Gefragte Berufe: Technik

Wer lieber mit Technik arbeitet, der hat mit diesen Berufen erstklassige Aussichten auf dem Arbeitsmarkt:

Nr. 7: Bauingenieure

Eine besonders gefragte Berufsgruppe sind nach wie vor Ingenieure. Ingenieure gibt es für viele verschiedene Bereiche – doch ganz besonders gefragt sind zurzeit die Bauingenieure: Bauingenieure wird es immer geben müssen, da sie für den Bau sämtlicher Bauwerke verantwortlich sind.

Nun kommt eine weitere interessante Gegebenheit hinzu: Ältere Bauwerke sind nach Angaben der Bundesregierung ein gewaltiger Energieverschwender. Wissenschaftler sind der Meinung, dass durch eine effizientere Bauweise rund 80 Prozent des Verbrauchs gespart werden könnten.

Dies in die Realität umzusetzen ist natürlich Aufgabe der Bauingenieure. Auch in Zukunft wird es für sie also eine Menge zu tun geben.

Die Voraussetzung, als Bauingenieur tätig zu werden, ist ein entsprechendes Studium. Technische Hochschulen bieten beispielsweise Bachelor- und Masterstudiengänge für diesen Bereich an. Nach dem Grundstudium kann sich der angehende Bauingenieur dann auf einen Schwerpunk spezialisieren.

Zum Beispiel auf Sanierung. Neben der fachlichen Kompetenz benötigt der Bauingenieur natürlich auch die Fähigkeit im Team arbeiten zu können, denn der Bauingenieur arbeitet sehr häufig mit Architekten und Elektrikern zusammen.

Der Aufwand lohnt sich generell: Das Einstiegsgehalt für den Bauingenieur beträgt derzeit rund 35.000 bis 45.000 Euro. Mehr erfahren

Nr. 8: Elektroingenieure

Wer lieber mit Elektronik herumspielt als mit Bauwerken, der findet hier besonders rosige Jobaussichten vor: Elektroingenieure erhalten durchschnittlich nach weniger als fünf Bewerbungen ganze zwei Jobangebote!

Schon nach drei Jahren Berufstätigkeit hat man als Elektroingenieur einen Job mit Personalverantwortung und verdient dementsprechend um einiges besser als am Anfang. Auch die Zufriedenheit der Elektroingenieure in ihrem Berufsleben ist überdurchschnittlich hoch! Mehr erfahren

Nr. 9: Elektrochemiker

Derzeit ist nur eines von 100 Autos mit einem alternativen umweltfreundlichen Antrieb ausgestattet. Damit gilt Deutschland dennoch als einer der Vorreiter in Sachen umweltfreundlicher Automobile – dennoch soll der Vorsprung zügig erweitert werden.

Im Jahr 2020 soll etwa jedes zehnte Auto einen alterativen Antrieb besitzen – das erwartet die Unternehmensberatung Bain & Company. Dafür muss man in der Technik allerdings noch erhebliche Fortschritte machen. Allgemein ist nicht nur die Automobilindustrie am Fortschritt der Akkuforschung interessierte – die gesamte Technik-Branche wartet auf die Entwicklung umweltfreundlicher Energiespeicher.

Auch Brennstoffzellen stehen hoch im Kurs. Elektrochemiker finden daher besonders günstige Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt vor.

Das Einstiegsgehalt des Elektrochemikers beträgt übrigens rund 65.000 bis 70.000 Euro! Mehr erfahren

Nr. 10: Mechatroniker

Mechatroniker werden in nahezu allen technischen Bereichen gebraucht. Ohne sie läuft nichts! Fast jedes neue technische Produkt entsteht heute im Zusammenhang mit verschiedenen Komponenten aus Elektronik, Mechanik und Informatik – also die Bereiche,  die der Mechatroniker in seinem Beruf vereint.

Als Spezialist für diese Fachgebiete ist er in beinahe jedem Einsatzgebiet zu gebrauchen. Das macht ihn zu einem der gefragtesten Berufe in ganz Deutschland.

Die Voraussetzung für diesen Job ist eine Ausbildung oder aber sogar ein Studium als Mechatroniker. Den besten Ruf haben derzeit Hochschulen in München, Dresden und in Hamburg. Hier erhalten die Studenten eine umfassende Vorbereitung auf den Beruf. Für Mechatroniker mit einem akademischen Abschluss beträgt das Einstiegsgehalt rund 40.000 bis 45.000 Euro jährlich. Mehr erfahren

Nr. 11: Vertriebsingenieur

Wer sich als Ingenieur nicht nur mit Technik sondern auch mit Marketing auskennt, der hat optimale Chancen einen Job als Vertriebsingenieur zu bekommen. Mit dieser Kombination hat man vor allem bei großen global agierenden Unternehmen erstklassige Karten und spitzenmäßige Karrierechancen.

Die Voraussetzung, um als Vertriebsingenieur tätig zu werden, ist natürlich die fachliche Basis durch ein entsprechendes Ingenieursstudium, zum Beispiel an einer technischen Universität. Zusätzlich erfordert dieser Job ein hohes Maß an Einsatzbereitschaft, Reisebereitschaft und sehr gute Sprachkenntnisse. In Deutschland gibt es derzeit eine Universität, die ein solches spezialisiertes Studium anbietet. Der Studiengang nennt sich „Sales Engeneering and Product Management“.

Hier werden echte Vertriebsingenieure ausgebildet. Das besondere an diesem Studiengang ist dabei, dass etwa ein Viertel des Lernstoffs nicht aus technischen Inhalten besteht, sondern sich mit Psychologie und interkulturellem Management beschäftigt.

Eine Alternative gäbe es beispielweise auch durch eine Ausbildung, an der einfache Ingenieure teilnehmen können. Angeboten wird diese vom Verein Deutscher Ingenieure. Hier kann man sich zum Vertriebsingenieur weiterbilden.

Nun wollen wir natürlich noch den interessantesten Punkt erwähnen, das Gehalt: Es liegt zum Berufseinstieg bei fast 50.000 Euro jährlich. Mehr erfahren

Nr. 12: Maschinenbauer

Derzeit fehlen dem deutschen Maschinenbau rund 5.000 Facharbeiter und nochmal genauso viele Ingenieure. Interessanterweise ist auch hierfür der demographische Wandel in Deutschland verantwortlich. Für diejenigen, die sich durch das entsprechende Studium gerade im Zulauf befinden bedeutet das natürlich nur gutes: Einen sicheren Job, wenig Konkurrenz und gute Chancen auf ein hohes Gehalt.

Als Voraussetzung gilt ein abgeschlossenes Studium im Bereich des Maschinenbaus. Insgesamt wird das Maschinenbaustudium von jedem zweiten Studenten abgebrochen. Das ist schade, denn häufig entsteht der erste Kontakt zu potenziellen Arbeitgebern dann, wenn der Student seine Bachelorarbeit in einem Unternehmen schreibt. Sehr oft wird der Student im Anschluss vom Betrieb übernommen. Im Berufseinstieg verdient der Maschinenbauingenieur etwa 40.000 bis 45.000 Euro pro Jahr. Mehr erfahren

Nr. 13: Fotovoltaik-Experten

Eine weitere Berufsgruppe, die derzeit sehr gefragt ist, sind die Fotovoltaik-Experten. Die Unternehmensberatung Roland Berger sagte für die Solarenergiebranche weltweites Wachstum von rund 35 Prozent voraus.

Aufgrund der globalen Konkurrenz scheinen nun auch die verschiedenen Unternehmen gezwungen zu sein, sich dem Wettbewerb anzupassen und härtere Geschütze aufzufahren beziehungsweise mehr Geld in gutes Personal zu investieren. Das Ziel ist es insgesamt die Produktion zu erhöhen und dennoch die Kosten zu senken.

Experten rechnen damit, dass der Personalbedarf der Branche bis zum Jahr 2020 massiv bis auf das Doppelte ansteigen wird. Wer derzeit beispielsweise Physik studiert, sollte sich ernsthaft Gedanken darüber machen sich in diesem Bereich zu spezialisieren.

Für diesen Job ist ein abgeschlossenes Physikstudium ein Muss. Zudem sollte man sich nach dem Abschluss nochmals weiter spezialisieren – Zum Beispiel durch einen passenden Masterstudiengang.

Das Einstiegsgehalt von Fotovoltaik-Experten liegt derzeit bei 50.000 Euro. Wer einen Doktortitel hat, der kann sogar 80.000 Euro im Jahr verdienen.

Gefragte Berufe: Computer und Internet

Seit etwa zwei Jahrzehnten können wir einen enormen Boom in den IT-Bereichen beobachten. Hier sind in den letzten Jahren äußerst interessante Berufsbilder entstanden. Viele von ihnen sind brandaktuell und daher ungemein gefragt!

Nr. 14: IT-Fachkräfte

Die Jobaussichten für Informatiker könnten nicht besser sein: Die Karrierechancen in diesem Sektor wachsen von Jahr zu Jahr. Laut Career Builder sind derzeit vor allem die Berufe Softwareentwickler, Netzwerkadministrator und IT-Manager gefragt.

Etwa 70 Prozent der Experten in diesem Wirtschaftszweig gehen davon aus, dass der Bedarf an Fachkräften auch in den kommenden Jahren weiterhin ansteigen wird. Gesucht werden derzeit insbesondere Spezialisten für Softwareentwicklung, für IT-Sicherheit und fürs Projektmanagement. 

Nr. 15: IT-Sicherheitsexperten

Datensicherheit ist eines der wichtigsten Themen in unserer heutigen Welt. Durch die weltweit zunehmende Vernetzung wird es immer schwieriger Sicherheit für Unternehmen und Bürger zu gewährleisten. Der Diebstahl von Daten ist aber nicht für alle ein Problem: Einige verdienen ihr Geld damit, indem sie sich Lösungen für das Hacker-Problem ausdenken. Im Jahr 2009 hatte der Markt für IT-Sicherheit ein Marktvolumen von mehr als 2,5 Milliarden Euro.

Wer hier beruflich tätig war, der konnte mächtig abräumen. Heute steht es für die IT-Sicherheitsexperten noch besser. Das Budget für IT-Sicherheit soll nämlich angeblich deutschlandweit jährlich um rund zehn Prozent steigen. Hiervon profitieren natürlich insbesondere IT-Sicherheitsexperten, die individuelle Programme zum Schutz von Daten schreiben.

Die Voraussetzung für einen Job als IT-Sicherheitsexperte ist ein Informatikstudium. Hier erlernt man sämtliche Grundlagen, die für den Job einmal nötig sein werden. Allerdings können sich auch Mathematiker und Physiker auf den IT-Sicherheitsexperten spezialisieren.

In Darmstadt wird beispielsweise ein Master Studiengang angeboten, der sich „Master in IT-Sicherheit“ nennt. Bei der Einstellung von Sicherheitsexperten achten die IT-Unternehmen zudem noch darauf, dass die Absolventen ein gutes Gespür für Sicherheitslücken im System haben. Dies ist eine äußerst wichtige Eigenschaft.

Das Einstiegsgehalt für IT-Sicherheitsexperten liegt zurzeit zwischen 45.000 und 50.000 Euro jährlich. Sie zählen nicht nur zu den gefragtesten Berufen in Deutschland, sondern bescheren einem auch ein gutes Gehalt.

Nr. 16: Social-Media-Manager

Das Internet hat viele neuartige und zugleich interessante Berufe ans Tageslicht gebracht. Einer von ihnen ist der Social-Media-Manager. Während der durchschnittliche Facebook-User ab und zu planlos durch seine Facebook-News scrollt und hier und da ein „gefällt-mir“ setzt, befasst sich der Social-Media-Manager professionell mit dem sozialen Netzwerk.

Er sorgt dafür, dass sich ein Unternehmen bestmöglich auf Facebook präsentiert. Er überlegt sich die richtigen Inhalte, die für viel positive Aufmerksamkeit sorgen, und plant die nächsten Marketingmaßnahmen auf den sozialen Netzwerken. Auch wenn man es nicht glauben mag, aber Social-Media-Manager haben jede Menge zu tun!

Natürlich befassen sich Social-Media-Manager nicht nur mit Facebook, sondern auch mit zahlreichen anderen sozialen Netzwerken. Zum Beispiel mit Twitter oder Instagram. Die Zielgruppe ist gewaltig: Allein in Deutschland nutzen fast 40 Millionen Menschen regelmäßig soziale Netzwerke – im Prinzip also jeder zweite Deutsche.

Viele Unternehmen entdecken das Vermarktungsmodell hinter den sozialen Netzwerken für sich und springen auf. Semiprofessionell macht das natürlich keinen Sinn: Man benötigt einen professionellen Social-Media-Manager.

Als Ausbildung oder Studium gibt es diesen spezifischen Beruf allerdings noch nicht. Bislang stammen die Experten aus den Bereichen Medien- und Kommunikationswissenschaften. Mit einigen entsprechenden Weiterbildungen kann dann der Sprung zum Social-Media-Manager gelingen.

Das Einstiegsgehalt liegt hier bei rund 40.000 Euro jährlich.

Nr. 17: Big-Data-Scientist

Big-Data-Scientists sind Experten in der Analyse und Auswertung abertausender Datensammlungen. Sie bedienen verschiedene Analysetools und bringen eine verständliche und sinnvolle Ordnung ins Datengewirr, damit ein Unternehmen diese Daten sinnvoll für sich nutzen kann. Schon heute sind Daten ein enorm wertvolles Gut geworden.

Auch Google und Facebook sammeln Milliarden von Daten von ihren Nutzern. Die gewonnenen Daten scheinen im Moment noch nicht so interessant zu sein, doch in ein paar Jahren schon kann man damit eine noch effizienter Werbung schalten oder Produkte verkaufen. Big-Data-Scientists sind eine relativ junge und neue Berufsgruppe und gerade deshalb so wertvoll für größere Konzerne.

Die Voraussetzung für einen solchen Job ist ein Studium der Informatik. Damit hat man gute Chancen einen Job als Big-Data-Scientist in einem großen Unternehmen der Finanzwirtschaft, der Logistikbranche oder im Handel sowie der Industrie zu bekommen. Mit solch einem Job kann man locker auf seine 80.000 Euro im Jahr kommen.

Weitere gefragte Berufe

Sollten die oben aufgelisteten Berufe nicht Ihrer Traumvorstellung entsprechen, dann werden Sie mit Sicherheit hier fündig werden:

Nr. 18: Buchhalter

Interessanterweise zählen auch Buchhalter zu den gefragtesten Berufsgruppen in Deutschland. Laut einer Studie aus dem Jahr 2013 des Personaldienstleisters Manpower fällt es Unternehmen zunehmend schwerer ordentliche Fachkräfte für ihr Rechnungs- und Finanzwesen zu finden. Rund ein Viertel der befragten Unternehmen berichtete von Schwierigkeiten gutes Personal zu finden.

Die Voraussetzung für einen Job als Buchhalter ist eine abgeschlossene Ausbildung in einem kaufmännischen Beruf. Eine wirklich spezielle Ausbildung gibt es nicht, da der Buchhalter kein geschützter Beruf ist.

Teilweise ist es dadurch auch möglich, ohne eine abgeschlossene Ausbildung einen festen Job als Buchhalter zu bekommen. Denn das wichtigste in diesem Job ist, dass man äußerst gut mit Zahlen umgehen kann.

Dann gibt es noch die Möglichkeit, sich auf ein Fachgebiet im Rechnungswesen zu spezialisieren. Gerade in größeren Unternehmen ist eine solche Spezialisierung gefragt. Mehr erfahren

Nr. 19: Handwerker

Unglaublich aber wahr! Auch im deutschen Handwerk wird es eng mit dem Personal, denn auch hier nagt der demographische Wandel am Bestand: Die meisten qualifizierten Handwerker sind schon älter und der Nachwuchs bevorzugt in der Regel das Erlernen modernerer Berufe. Weniger Konkurrenz bedeutet daher automatisch, dass der Handwerker heute besonders gefragt ist.

Handwerker kann man sogar ohne Schulabschluss werden. Wer damals in der Schule nicht ganz aufgepasst hat, bekommt hiermit seine zweite Chance und kann sogar einen äußerst gefragten Beruf erlernen. Mehr erfahren

Nr. 20: Juristen

Und zu guter Letzt: Juristen werden immer wichtiger in unserer Welt. Das Thema Recht und Unrecht spitzt sich weiter zu, vor allem im Bereich der neuen Medien wie beispielsweise dem Internet. Wer hier aus Unwissenheit oder Fahrlässigkeit den Datenschutz oder Urheberrechte verletzt, für den kann es teuer enden.

Im Bereich der Unternehmen geht es hier sogar um Millionen- und Milliardenbeträge. Wer keinen guten Juristen zur Seite hat, für den kann der unübersichtliche Dschungel schnell zur Rechtsfalle werden. Ganz klar ist der Jurist derzeit einer der gefragtesten Berufe.

Um Jurist zu werden muss man ein Studium abschließen, welches allerdings deutlich länger dauert als viele andere Studiengänge. Doch der Fleiß soll nicht unbelohnt bleiben: Wer das Studium abschließt, findet meist im Handumdrehen einen angesehenen und gut bezahlten Job. Mehr erfahren

Bildquelle: © Robert Kneschke – Fotolia.com

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