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Für Bücher, CDs und DVDs gibt es bereits seit einigen Jahren Portale, die die gebrauchte Ware ankauft und dafür ein entsprechenden Preis an den Verkäufer zahlt. Mittlerweile besteht auch die Möglichkeit über Ankaufportale gebrauchte Kleidung und Schuhe zu verkaufen. Ein Anbieter aus diesem Bereich ist Textil-Ankauf.com. Wenn Sie Interesse haben Ihren Kleiderschrank mit Hilfe von Textil-Ankauf.com auszumisten, dann finden Sie in diesem Artikel die wichtigsten Informationen zusammengefasst. Wir klären, ob der Anbieter seriös und empfehlenswert ist. Lesen Sie einfach weiter.

Übersicht:

  • Was macht Textil-Ankauf.com?
  • Wer steckt dahinter?
  • Wie funktioniert der Ankauf?
  • Worauf muss man achten?
  • – Angaben zum Versand
  • Fazit

Möchten Sie von Zuhause aus Geld verdienen?

Was macht Textil-Ankauf.com?

Der Kleiderschrank bricht aus allen Nähten, auf dem Dachboden lagern bereits zahlreiche Kartons mit alten Mänteln, Pullovern und Hosen. Einige Menschen bringen die alte, nicht genutzte Kleidung irgendwann zu Containern oder Einrichtungen, andere wollen sich einen Teil der Kosten zurückholen und verkaufen ihre Klamotten.

Da das allerdings sehr mühselig sein kann – man muss jedes Teil einzeln fotografieren und online stellen – greifen immer mehr Menschen auf Ankäufer für Kleidung zurück – wie Textil-Ankauf.com.

Das Portal kauft alte Kleidung und verkauft diese dann weiter. In diesem Fall heißt es dazu in den FAQs: „Die angekauften Waren werden ausnahmslos und sozialverträglich Second-Hand-Märkten zugeführt.“ Allerdings, so das Unternehmen, exportiere man nicht nach Afrika, „um die Textilindustrie dieser Länder nicht zu schädigen.“ An welche Märkte, Händler und Länder die Klamotten genau verkauft werden, wird nicht erläutert und ist für den normalen Nutzer auch nicht nachvollziehbar.

Wer steckt dahinter?

Textil-Ankauf.com wird laut Impressum von Stephan Kruse-Thamer von der schrankfrei textil-ankauf GmbH geführt. Auf der Webseite ist das Unternehmen mit einem Eintrag im Hamburger Handelsregister als Kapitalgesellschaft sowie mit der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer vertreten. Weiterhin ist eine Adresse hinterlegt, eine Kontaktmöglichkeit ist angegeben. Insgesamt zeugt das Impressum von einem seriösen Unternehmen.

Sucht man darüber hinaus nach Informationen zum Geschäftsführer, findet man heraus, dass Stephan Kruse-Thamer auch für die TEXAID Textilverwertungs-AG tätig ist. Das Unternehmen ist ebenfalls im Bereich der Textilverwertung tätig. Weiterhin ist er Präsident des BdW Hamburg, der Beirat der Wirtschaft e.V. Auch hier ergibt sich ein stimmiges Bild, weshalb von einen seriösen Eindruck von Textil-Ankauf.com erhält.

Wie funktioniert der Ankauf?

Nachdem erste Informationen auf ein seriöses Unternehmen deuten, kann man sich näher mit der Funktionsweise vom Altkleiderankauf über Textil-Ankauf.com befassen.

Auf der Startseite kann man die zum Verkauf gedachten Kleidungsstücke sowie die Anzahl in einer Art Warenkorb angeben. Das System ermittelt dann einen ungefähren Wert, der nach Ankauf ausgezahlt wird. Eine Registrierung ist nicht erforderlich, allerdings müssen zum Abschluss des Verkaufs dennoch persönliche Angaben zu Anschrift und Bankverbindung gemacht werden.

Im Warenkorb wird außerdem für jedes Kleidungsstück Punkte berechnet, die unterschiedlich hoch sind. Sobald ein Punktestand von 100 erreicht wurde, kann der Verkauf getätigt werden. Ein Paket unter 100 Punkten nimmt Textil-Ankauf.com nicht an.

Das System schätzt außerdem das wahrscheinliche Gewicht der Lieferung. Erreicht man mit einem Verkaufsvorgang 30 kg und mehr, ist der Versand kostenlos – allerdings nur über eine DHL-Station.

Ist die Ware bei Textil-Ankauf.com eingegangen, werden die Kleidungsstücke geprüft. Sofern alles in Ordnung ist, erhält man laut FAQs innerhalb von sieben Werktagen die Gutschrift auf sein Konto überwiesen.

Worauf muss man achten?

Beim Verkauf gebrauchter Kleidung über Textil-Ankauf.com ist auf einige Punkte zu achten, insbesondere auf die Ware selber. Denn der Anbieter akzeptiert ausnahmslos saubere und fleckenlose Kleidung an. Konkret werden Oberbekleidung, Unterbekleidung und Schuhe mit fester Besohlung für Damen, Herren und Kinder angenommen. Babykleidung kann bis Größe 80 und Kinderkleidung bis Größe 176 eingesandt werden.

Im Bereich Heimtextilien werden Hand- und Badetücher gekauft. Textil-Ankauf.com gibt neben einem „mindestens tragfähigen Zustand“ weitere detaillierte Zustandsanforderungen an, allerdings auf einer nicht erreichbaren Unterseite der Homepage.

Sollte die Kleidung dennoch verschmutzt, fleckig oder gar nass und zerrissen sein, wird der zuvor vereinbarte Wert für die Sendung angepasst – selbstverständlich zum Nachteil für den Verkäufer. Das ist keineswegs ungerecht, zumal man sich zuvor über die Bestimmungen informieren kann.

Grundsätzlich ausgenommen sind Bekleidung vom Flohmarkt, aus Second-Hand-Läden oder Seniorenmode. Allerdings könnte es manchmal für den Verkäufer schwierig sein, zu beurteilen, was Textil-Ankauf.com als „Uraltklamotten“ betrachtet.

Angaben zum Paket / Versand

Genauere Informationen liefert das Unternehmen zur Verpackung bzw. zum Versand der Kleidung. So werden Pakete nur dann angenommen, wenn eine Packliste enthalten ist, die alle Kleidungsstücke aufführt. Die Liste erhält man per E-Mail nach dem Verkaufsabschluss. Ist die Liste nicht vorhanden, gilt das Paket als nicht geliefert. Ob die Kleidung in diesem Fall zurückgesandt wird, ist nicht bekannt, aber eher unwahrscheinlich. Wird die Ware dann entsorgt oder dennoch verwertet, ohne Bezahlung an den Verkäufer? Das ist nicht bekannt.

Grundsätzlich sollte das Paket stabil sein, Müllsäcke und dergleichen werden nicht akzeptiert.

Zusammenfassend: Ist Textil-Ankauf.com seriös und empfehlenswert?

Wie bereits erläutert, deuten viele Angaben und Informationen darauf hin, dass es sich bei Textil-Ankauf.com um ein seriöses Unternehmen handelt. Daran ändern auch die niedrigen Ankaufpreise nichts, die sich laut den FAQs an den üblichen Marktpreisen orientieren. Ob das Portal allerdings empfehlenswert ist, hängt davon ab, was mit dem Verkauf der Kleidung bezweckt werden soll. Will man nur den Kleiderschrank ausmisten? Will gleichzeitig bedürftige Menschen unterstützen? Will man etwas Geld verdienen?

Unsere Empfehlung:

  • Wer Geld verdienen möchte, wird sicherlich in Onlinekleinanzeigen oder auf dem Flohmarkt bessere Chancen haben. Das ist zwar deutlich mühseliger als der Versand an Textil-Ankauf.com, allerdings auch lukrativer.
  • Möchte bedürftige Menschen mit Kleidung versorgen, empfiehlt sich eine andere Einrichtung, die die Ware verschenkt oder man verschenkt sie selber direkt weiter. So müssen bedürftige Menschen nichts für neue Kleidung bezahlen.
  • Soll der Kleiderschrank und Dachboden mal wieder frei geräumt werden, macht Textil-Ankauf.com durchaus Sinn. Man kann einfach und unkompliziert die Ware verschicken und spart sich viel Mühe.

Aber: Aktuell (Stand September 2015) nimmt das Portal keinerlei Waren mehr an. Beim Klick auf eine der Warenkategorien wird man darüber informiert, dass keine Angebote angenommen werden. Über den Newsletter kann man sich über Änderungen informieren lassen.

Bildquelle: © ViewApart – Fotolia.com

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