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Sie verläuft zwar relativ harmlos, kann für Ihr Kind allerdings trotzdem zu einer richtigen Plage werden. Wir zeigen Ihnen in diesem Artikel, was Sie gegen die hochansteckende Hand-Fuß-Mund-Krankheit tun können, wie sich Symptome lindern lassen und was Eltern sonst noch über die Krankheit wissen sollten. Das Redaktionsteam von Heimarbeit.de wünscht Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Das alles finden Sie in diesem Artikel:

  • Was ist die Hand-Fuß-Mund-Krankheit?
  • Wer ist am häufigsten betroffen?
  • So können Sie die Hand-Fuß-Mund-Krankheit diagnostizieren
  • Risikofaktoren kennen und vermeiden
  • So helfen Sie Ihrem Kind bei einer Hand-Fuß-Mund-Erkrankung

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Was ist die Hand-Fuß-Mund-Krankheit?

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine hochansteckende Viruserkrankung. Betroffen sind meist Kinder, die sich gerade im Kindergartenalter befinden. Natürlich sind Kinder in diesem Alter nicht die einzigen Opfer des Virus: auch ältere Kinder und Erwachsene können sich leicht anstecken.

Kein Grund zur Panik

Auch wenn die Hand-Fuß-Mund-Krankheit sehr ansteckend ist – wirklich gefährlich ist sie nicht. Allerdings ist sie dennoch recht unangenehm. Kein Wunder also, dass sich viele Eltern im Netz auf die Suche nach Möglichkeiten machen, mit denen man der Erkrankung entgegenwirken kann.

Typische Symptome und Dauer

Besonders typisch für die Hand-Fuß-Mund-Krankheit sind äußerst schmerzhafte Bläschen an den Händen, an den Füßen sowie im Bereich des Mundes. Etwa zehn Tage dauert die Erkrankung normalerweise. Danach heilt die Erkrankung in der Regel folgenlos ab.

Wichtig: Während der Zeit der Erkrankung muss darauf geachtet werden, dass die Kinder trotz der schmerzhaften Bläschen im Mund genügend Flüssigkeit und Nahrung zu sich nehmen. Aber dazu mehr in den folgenden Abschnitten…

Übrigens: Oft wird die Hand-Fuß-Mund-Krankheit auch als falsche Maul- und Klauenseuche bezeichnet.

Wer ist am häufigsten betroffen?

Besonders häufig trifft es kleine Kinder und Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Auftreten kann die Erkrankung, die von Enteroviren hervorgerufen wird, das ganze Jahr über. Allerdings ist sie vor allem im Spätsommer sowie im Herbst besonders weit verbreitet.

Kinder, die von der Hand-Fuß-Mund-Krankheit betroffen sind, dürfen aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr nicht in den Kindergarten oder in die Schule gehen. Leider wird das oft nicht beachtet – die Folge ist, dass sich eine Ansteckungswelle ausbreitet.

So können Sie die Hand-Fuß-Mund-Krankheit diagnostizieren

Die Erkrankung zeigt sich glücklicherweise ziemlich deutlich. Zunächst beginnt alles mit grippeartigen Beschwerden. Das bedeutet vor allem Fieber, Leistungsverlust, Halsschmerzen, Gliederschmerzen und Appetitlosigkeit. Nachdem das Fieber rund zwei bis drei Tage vorliegt, folgen auch weitere typische Symptome, die eine genaue Diagnose einfacher machen.

Im Mundraum beginnen sich schmerzhafte rote Punkte zu bilden. Insbesondere befinden sich die Punkte auf der Zunge, auf dem Zahnfleisch sowie auf der Mundschleimhaut.
Nach kurzer Zeit schon beginnen sich diese in kleine Bläschen oder in oberflächliche Geschwüre umzuwandeln.

Auch an Händen und Füßen machen sich die Anzeichen für die Erkrankung bemerkbar. Schon wenige Stunden, nachdem die Punkte im Mundraum aufgetreten sind, zeigt sich an Händen und Füßen ein Ausschlag. Der Ausschlag besteht oft aus vielen kleinen roten Flecken. Form und Größe der Flecken sind unterschiedlich.

Jucken setzt erst später ein

Der Ausschlag juckt bei der Hand-Fuß-Mund-Krankheit normalerweise nicht von Anfang an. Erst nachdem sich an den geröteten Stellen Bläschen bilden, werden diese sehr schmerzhaft und ein Juckreiz kann einsetzen.

Bläschen sondern Sekret mit Viren ab

Kratzt man an den Bläschen, sondern diese ein Sekret ab, welches eine Menge der Viren enthält. Besonders typisch sind die Handinnenflächen sowie die Fußsohlen vom Ausschlag betroffen. Auftreten kann der Ausschlag aber auch genau so gut an allen anderen Stellen von Hand und Fuß, im Bereich des Gesäßes, im Genital- und Kniebereich oder im Ellenbogenbereich.

Viren werden durch das Aufkratzen übertragen

Besonders ärgerlich ist, dass man mit jedem Kratzen die Viren durch das austretende Sekret an andere Körperstellen überträgt. Wichtig ist also vor allem eine gute Hygiene während der Erkrankung!

Achtung: auch symptomlose Erkrankungen möglich

Ärzte nehmen an, dass sich die Symptome nur in einem Bruchteil der Erkrankungen widerspiegeln. Tatsächlich gibt es auch viele Fälle der Hand-Fuß-Mund-Krankheit, bei denen sich keine oder nur wenige der Symptome zeigen. Dadurch kann die Erkrankung teilweise sogar unerkannt bleiben. Das ist zum Beispiel bei Erwachsenen besonders häufig der Fall.

Hand-Fuß-Mund-Krankheit bei Schwangeren

Während der Schwangerschaft kommt eine Frau unweigerlich in Kontakt mit den Viren, die eine Hand-Fuß-Mund-Krankheit auslösen, da diese überall in der Umwelt zu finden sind. Wenn es zu einer Ansteckung kommt, verläuft die Hand-Fuß-Mund-Krankheit in der Regel mit nur leichten Symptomen. Wenn die Symptome kurz nach der Geburt auftreten, kann es schnell passieren, dass sich das Neugeborene ansteckt. Allerdings ist auch bei den Neugeborenen der Krankheitsverlauf eher mild.

Risikofaktoren kennen und vermeiden

Kann man einer Hand-Fuß-Mund-Krankheit vorbeugen? Ja, kann man. Allerdings ist das nicht sehr einfach, da sich die Viren, die die Krankheit verursachen, überall um uns herum befinden.

Fängt man sich das Virus ein, beginnt es meist sehr schnell mit der Ausbreitung im Körper. Interessanterweise sind aber die hauptsächliche Infektionsquelle bereits infizierte Menschen. Der Grund hierfür ist, dass sich das Virus ausschließlich im Menschen vermehren kann.

Eine Ansteckung erfolgt über die direkte Übertragung der Viren, wie zum Beispiel das Kratzen und eine anschließende Übertragung des austretenden Sekrets auf einen anderen Menschen. Ebenso können aber Schweiß und Speichel das Virus übertragen. Passen Sie also auf, in welche Richtung Sie niesen oder husten oder ob Sie gerade in Schusslinie stehen.

Achtung bei sanitären Einrichtungen: Besonders gefährlich sind gemeinsam genutzte sanitäre Einrichtungen wie zum Beispiel Toiletten. Hier kann das Virus ebenfalls auf seinen nächsten Wirt warten. Ebenso sind Türklingen ein Risikofaktor.

So helfen Sie Ihrem Kind bei einer Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Da die Erkrankung in der Regel glimpflich verläuft und auch nach einigen Tagen von alleine abheilt, empfiehlt es sich, sich eher auf die Symptome zu fokussieren und den Prozess der automatischen Genesung durch ein paar kleine Tricks so angenehm wie möglich zu machen. Gerade bei kleineren Kindern ist das besonders hilfreich…

Die folgenden Tipps können Sie je nach Symptomen einsetzen:

Bei Fieber

Wenn Ihr Kind an hohem Fieber leidet, helfen vor allem Wadenwickel oder homöopathische Mittel. Wenn das nicht ausreicht, sollten Sie gegen das Fieber ein fiebersenkendes Mittel geben. Passen Sie aber bei den Medikamenten unbedingt wegen der möglichen Nebenwirkungen auf. Paracetamol beispielsweise steht seit einiger Zeit stark in der Kritik!

Bei starkem Juckreiz

Sollte das Kind unter starkem Juckreiz leiden, hilft meist das Kühlen der entsprechenden Stellen.

Das hilft: Eiswürfel sind zum Beispiel eine schnelle Hilfe – besser sind aber Kühlpads, die auch über einen längeren Zeitraum kühlen.

Schmerzen im Mundraum

Sehr wahrscheinlich werden die unangenehmsten Symptome für Ihr Kind die Schmerzen im Mundraum sein. Hier sollten Sie vor allem darauf achten, dass Sie Ihr Kind genug Wasser trinkt. Um das Trinken zu erleichtern, können Sie Ihrem Kind einen Strohhalm geben. Wenn das Essen schwer wird, sollten Sie zu Eis, Brei, Pudding, Joghurt oder Suppe greifen. Diese Speisen rutschen noch am besten. Nicht so gut hingegen sind saure Speisen wie Säfte oder Obst.

Tee: Besonders hilfreich gegen die Schmerzen im Mundraum sind abgekühlter Ringelblumen- oder Kamillentee. Wenn das Kind diese nicht trinken möchte, hilft auch bereits das Gurgeln (zumindest bei älteren Kindern möglich). Salbeitee ist ebenfalls sehr gut, den meisten Kindern allerdings zu bitter.

Honig und Wattestäbchen: Wenn das Kind vor Schmerzen nicht essen mag, können Sie direkt vor dem Essen mit einem Wattestäbchen etwas Honig auf die Stellen im Mundraum auftragen. Dadurch wird der Schmerz gelindert.

Bildquelle: © Photographee.eu – Fotolia.com

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